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Fr, 23:57 Uhr
12.07.2013

Es reicht! Es muss was geschehen!

Langsam hat man in Greßen die Nase voll! Der Verkehr auf der B4 nimmt immer mehr zu, aber wann es um den Bau der Ortsumfahrung Greußen geht herrscht außerhalb des Kyffhäuserkreises Funkstille! Heute traf man sich beim Bürgermeister und macht Forderungen auf, in Richtung Erfurt und den Landtagsmitgliedern.

Zählt Greußen zu den Städten, die man in Erfurt nicht kennt? Es hat den Anschein! Zumindest ist es so, wenn es um den Verkehr auf der B4 geht. Da denkt offenbar im Freistaat Thüringen in der Landesregierung keiner daran. Wie kn zu der Meinung kommt? Es geht bei der Planung einer Orstumfahrung Greußen nicht voran. Auch wenn nach übereinstimmenden Aussagen vieler Beteiligter die DEGES verantwortlich für die Planung ist, in Erfurt sitzen die Verantwortlichen dafür, dass so eine Ortsumfahrung wie in der Prioritätenliste eingeordnet ist.

Und da sieht Greußen eben keinen Stich. Schon im Oktober 2010 hatte man in Erfurt Greußen überhaupt nicht mehr auf dem Schirm, sieht folgende Meldung von kn: Nachgefragt: Nichts konkretes.

In Greußen hat sich voriges Jahr eine Bürgerinitiative gegründet, die jetzt stärker Druck machen will. Die Lebensumstände an der vielbefahrenen Straße sich nicht mehr auszuhalten, so Gudrun Knoch von der Bürgerinitiative. Auch sie ist selbst betroffen. Nach der letzten Zählung (15.4. - 19.4.2013) wälzten sich rund 18.000 Fahrzeuge, davon 20 Prozent Schwerverkehr durch die B4 in Greußen, wie Hans-Jürgen Range von der Verkehrsbehörde Kyffhäuserkreis bestätigte. Er war Teilnehmer an einem heutigen Gespräch im Bürgermeisteramt von Greußen.

Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gudrun Knoch, Bürgermeister René Hartnauer, Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme und Landrätin Antje Hochwind (alle SPD) setzten sich heute an einen Tisch um das weitere Vorgehen abzustimmen. Denn mit der Forderung nach einer Ortsumfahrung Greußen rennt sie auch im Landratsamt offene Türen ein. Die Forderung im heutigen Gespräch war klar, der Druck muss auf die Landesregierung und insbesondere auf Thüringens Verkehrsminister Christiian Carius (CDU) erhöht werden.
Wenn der neue Verkehrswegeplan beim Bund erarbeitet wird, so Lemme, stützt man sich auf die Prioritätenliste des Freistaaats. Und hier ist Carius klar gefordert. In der Runde wurde auch klar gesagt, auch die Landtagsmitglied des Kyffhäusekreises müssen sich bei der Problematik mehr einbringen.

Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Zwar wurden auch einige Sofortmaßnahmen bei einem Vororttermin diskutiert (am Grundstück Gerhard Rink besichtigte man sogar Bauschäden), aber die sind nicht die Lösung des Problems. Und selbst hier gibt es Hemnisse, denn der Antrag einer Tempo 30 Zone wurde vom Landesverwaltungsamt abgelehnt. Neben zusätzlichen Forderungen (Beweis, dass eine Tempoverringerung überhaupt eine Lärmabsenkung bringt) hat man angedeutet, dass man aus besonderen Gründen trotzdem eine Tempo 30 Zone verweigern könnte.

Wir wollen nicht mehr vertröstet werden, so Knoch. Ursprünglich war sogar ein Baubeginn für 2012 angekündigt gewesen.
In der Runde war man sich einig, es muss Verkehrsminister Carius nach Greußen in eine öffentliche Bürgerversammlung geholt werden. Und das wil Landrätin Hochwind in die Wege leiten. Termin soll schon Ende August sein. Auch Bürgermeister Hartnauer hat schon eine Räumlichkeit ins Auge gefasst. Man darf gespannt sein, ob sich Carius so schnell nach Greußen locken lässt.
Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Es reicht! Es muss was geschehen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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