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Mi, 00:19 Uhr
17.07.2013

Die Sache mit der Infrastruktur


Die Bundesstraße 4 (B4) kommt immer mehr ins Gerede und das ist gut so, damit sich etwas ändert. Die Politik ist zum Handeln aufgefordert auch gestern sogar von der Industrie, wie der Firmenbesuch bei Isoplus zeigt..

Im negativen Sinne ist die B4 schon länger im Gerede. Man merkt das nur manchmal nicht so, weil sich die vielen Unfälle, teils sogar sehr schwerer Art auf drei Landkreis im Norden Thüringens (Kyffhäuserkreis, Nordhausen und Sömmerda) und so etwas untergehen. Aber weg zu diskutieren sind sie nicht. Besonders die Teilabschnitte Greußen - Sondershausen und Sondershausen - Nordhausen sind da hervorzuheben. Hier baut sich wegen fehlender Überholmöglichkeiten viel Frust auf, wenn man an die vielen LKW denkt. Die Folge: Riskante Überholmanöver die einfach irgendwann bei der Masse der Fahrzeuge ins Auge gehen müssen.

Aber nicht nur ein Sicherheitsproblem gibt es. Jetzt werden auch Bürgerinitiativen aktiv, denn an den Ortsdurchfahrten ist die Schmerzgrenze für die Anwohner schon überschritten. Innerhalb nur einer Woche wurden jetzt endlich auch die Politiker öffentlich aktiv. Am Ende voriger Woche Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme (SPD) bei einer Beratung mit Bürgerinitiative, Bürgermeister Greußen und Landrätin.

Gestern war die Landessprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen ebenfalls in Greußen und hatte die Verkehrsexpertin der Grünen im Landtag dabei.
Resultat das selbe, Verkehrsminister Carius (CDU) wurde aufgefordert, die B4 auf der Prioritätenliste ganz weit oben anzusetzen.

Gestern kam nun auch Unterstützung aus der Industrie. Beim Firmenbesuch von Wirtschaftsminister Machnig (SPD) bei der Firma Isoplus Sondershausen war auch die B4 ein Thema. Auf die Frage von Machnig, wo es Probleme mit der Infrastruktur gäbe, kam es wie aus der Pistole geschossen von Geschäftsführer Jörg Kauschat: Große Probleme bereiten die unmöglichen Verkehrsverhältnisse auf der B4.

Hier räumte Machnig ein, auch wenn ich dafür nicht direkt zuständig bin, wir brachen eine verbindliche Prioritätenliste, an der nicht ständig hin und her geschoben wird.

Einig war war man sich, dass die durchgängige Befahrbarkeit der A38 schon viel gebracht hat. Landrätin Antje Hochwind (SPD) brachte auch die A71 positiv ins Spiel, auch wenn sie noch nicht durchgängig befahrbar ist. Wenn die erst fertig ist, kann man in 20 Minuten von Heldrungen nach Erfurt kommen. Das kann auch für Arbeitnehmer neue Möglichkeiten für Arbeit bringen.

Nicht gesagt wurde aber auch, welche Gefahren lauern. Hier könnten bald Arbeitskräfte lieber in Erfurt arbeiten, die den Unternehmen im Kreis fehlen. Man sollte nicht verschweigen, das die Verkehrsmöglichkeiten im Landkreis Kyffhäueser mehr als bescheiden sind. Es gibt durch den Kreis keine durchgängige Bahnverbindung mehr und in Ost - Westrichtung nur Landstraßen, auf denen auch die Überholmöglichkeiten begrenzt sind. Das wird leider auch kaum berücksichtigt.
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