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Do, 10:59 Uhr
30.04.2015

So bitte nicht!

Das die Radfahrer langsam ungeduldig werden ehrt sie, aber so geht es aber auch nicht!

Der Unstrut-Werra-Radweg (UWR) wischen Berka und Bad Frankenhausen liegt baulich gesehen in den „letzten Zügen“, ist aber eben noch nicht nicht offiziell aus Sicherheitsgründen freigegeben.

So bitte nicht! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Waren es Vandalen oder gefrustete Radfahrer, die am ehemaligen Bahnhof Hachelbich die Absperrungen kurzer Hand mal schnell in den Graben beförderten? Um es klar zu sagen, so geht es nicht! Auch an anderer Stelle war die Absperrung schon mal einfach beiseite geschoben worden.

Man muss aber auch klar in Richtung Landratsamt sagen, es wäre sicher endlich mal hilfreich zu sagen, ab wann der Weg denn nun endlich freigegeben wird. Dabei wäre es sehr hilfreich, wenn auch schon fertiggestellte Zwischenstücke freigegeben werden. Die Radfahrer warten darauf. Es muss ja nicht gleich wegen jedem Zwischenstück eine Feier geben, eine Pressemitteilung reicht aus.

Die Freigabe zum Beispiel des Stückes zwischen Bad Frankenhausen Teichmühle und Rottleben würde auch schon mal die Barbarossahöhle auf besserem Wege per Rad anschließen, als der jetzige Weg entlang der kleinen Wipper. Hier würde auch der Kyffhäuserradweg profitieren, der dann eine Aufwertung erfahren könnte. Hoffentlich ist in den Plänen auch vorgesehen, die Trasse des Kyffhäuserradweges zu verlegen. Im Landratsamt sollte man sich das nochmals durch den Kopf gehen lassen.

So bitte nicht! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Hoffentlich wird bei den ganzen Sicherungsmaßnahmen am UWR auch endlich mal das schon seit Jahren fällige Zusatzschild an dem gekennzeichneten Verkehrszeichen angebracht. Auf der alten Verbindungsstraße Hachelbich Göllingen ist ab diesem Wegstück das Radfahren verboten:
Durchfahrt verbot für Fahrzeuge aller Art. Ausgenommen landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Radfahrer müssten jetzt 100 Meter ihr Fahrrad schieben, denn erst dann steht nochmals das gleich Verkehrszeichen, dann aber mit Zusatzschild: Frei für Radfahrer. Die Schildbürger lassen grüßen.

Und auch eine andere Frage ist interessant. Auch wenn die oben genannte Straße nur für landwirtschaftliche Fahrzeuge freigegeben ist, man darf trotzdem (man ist außerorts) 100 Stundenkilometer schnell fahren. Erst wenn man auf der abschüssigen Strecke hinein nach Göllingen ist, steht eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h an. Zum Schutz der Radfahrer sollte man das Problem der Geschwindigkeiten auf dieser Straße nochmals überprüfen.

So bitte nicht! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Aber es gibt auch Positives vom UWR zu berichten. Im Gespräch mit kn informierte Göllingens Ortsbürgermeister Harry Hettler (Die Linke), dass er im Gebäude, in dem auch der Jugendklub untergebracht ist, 23 Übernachtmöglichkeiten anbieten kann, die bisher nur zum Teil genutzt wird.

Auf die Frage von kn, ob er sich vorstellen könnte, hier Radfahrer übernachten zu lassen, kam ein klares Jahr. Vom UWR bis dorthin ist es nicht weit und der Klosterturm Göllingen ist gar nur im wahrsten Sinne des Wortes ein Steinwurf entfernt.

Es ist also durch aus wichtig zu wissen, wann kann man endlich auf dem UWR radeln. Denn dann könnte man auch schon mal aktiv in die Vermarktung der Unterkunft einsteigen. Denn so viele Übernachtungsmöglichkeiten für ganze Fahrradgruppen gibt es im Kyffhäuserkreis nicht viele.
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