Mi, 06:46 Uhr
06.05.2015
Kleindenkmale vergammeln
Wenn am Samstag der nun schon 10. Tag der Heimatgeschichte stattfindet, sollte vielleicht auch mal diskutiert werden, ob man sich nicht mal der Kleindenkmale widmen sollte. Einige haben einen sehr "schweren Stand"...
In der Windleite stehen an vielen Stellen Kleindenkmale, die leider als solche von Wanderern oder Spaziergängern kaum noch als solche erkannt werden. Viele Leute laufen schon achtlos daran vorbei und denken, es wären paar Sandsteinbrocken im Wald.
Aber weit gefehlt. Diese Sandsteinbrocken sind Kleindenkmale und stellen frühere Grenzstein dar. Durch die Windleite verlief die Grenze zwischen Thüringen und Preußen. Entlang vieler Grenzsteine verliefen Wege, manche auch als Wanderwege ausgezeichnet. Das obige Exemplar steht am Steinberg-Rundweg (Steinberg-Rundweg ) der der vom DRK-Krankenhaus Sondershausen hoch auf die Windleite führte und über den ehemalige Grenzsteinweg hinunter ins Hammatal und dann wieder vor über Wipperdamm zurück zum Krankenhaus (Wegezeichen grüner Querbalken).
Dieses Exemplar gehört noch zu den besser erhaltenen Stücken (Absplitterungen des Sandsteins im unteren markierten Teil sind nicht zu übersehen), manche sehen da schon schlimmer aus, wie die Bildergalerie zeigt. Am ehemaligen Windleiteweg stehen etliche Grenzsteine die schon der "Wald gefressen hat", sie sind selbst von Experten kaum noch zu finden. Die Wuchskraft des Waldes war so stark, das der ständig zuwachsende Wanderweg aufgegeben wurde. Leider sind es eben nicht nicht nur paar wachsende Bäume, sondern an einem Waldrand mit viel wachsendem Gestrüpp.
Die Krux an der Sache, weil es Kleindenkmale sind dürfen sie weder ausgegraben noch umgesetzt werden. Selbst wenn sie schon ernsthaft die Forstwirtschaft behindern. Die müssen nun irgendwann ja doch mal durch den Wald um Bäume planmäßig zu ernten. Da kann man froh sein, dass dieser nicht vollständig überrollt und vielleicht richtig tief in den Waldboden gedrückt wurde.
Aber die Verantwortlichen ficht das nicht an. Es sind ja alle fotografiert und der genaue Standort lokalisiert. Na prima, dann braucht man sie ja eigentlich auch gar nicht mehr erhalten?
Sollte man dann nicht doch lieber die Exemplare sichern und in ein Museum bringen, bevor sie ganz verwittert sind? Aber dem stehen eben die starren Regeln der Denkmalpflege im Wege:
Lieber im Wald verwittern lassen (sprich vergammeln), als wirklich zu retten!
So stellt sich kn eigentlich nicht den Umgang mit der Heimatgeschichte vor.
Wer vielleicht denkt, die können noch wahrscheinlich mal restauriert werden, glaubt wahrscheinlich noch an den Weihnachtsmann, der das nötige Kleingeld bringt.
Wer übrigens denkt, am Wegesrand steht auch nur eine Informationstafel, der auf diese Kleindenkmale unser Heimatgeschichte hinweist, der sieht sich getäuscht. Und eine Besserung bei der Finanzlage ist wohl kaum noch zu erwarten. Vielleicht reicht es ja jetzt auch, wenn wir die alten Grenzsteine nur noch als GPS-Daten in eine Karte setzten. Wenn interessieren schon die Sandsteinbrocken im Wald? Laufen wir im Trockenen virtuell, werden wir bei Gewitter eben nicht nass.
Autor: khhIn der Windleite stehen an vielen Stellen Kleindenkmale, die leider als solche von Wanderern oder Spaziergängern kaum noch als solche erkannt werden. Viele Leute laufen schon achtlos daran vorbei und denken, es wären paar Sandsteinbrocken im Wald.
Aber weit gefehlt. Diese Sandsteinbrocken sind Kleindenkmale und stellen frühere Grenzstein dar. Durch die Windleite verlief die Grenze zwischen Thüringen und Preußen. Entlang vieler Grenzsteine verliefen Wege, manche auch als Wanderwege ausgezeichnet. Das obige Exemplar steht am Steinberg-Rundweg (Steinberg-Rundweg ) der der vom DRK-Krankenhaus Sondershausen hoch auf die Windleite führte und über den ehemalige Grenzsteinweg hinunter ins Hammatal und dann wieder vor über Wipperdamm zurück zum Krankenhaus (Wegezeichen grüner Querbalken).
Dieses Exemplar gehört noch zu den besser erhaltenen Stücken (Absplitterungen des Sandsteins im unteren markierten Teil sind nicht zu übersehen), manche sehen da schon schlimmer aus, wie die Bildergalerie zeigt. Am ehemaligen Windleiteweg stehen etliche Grenzsteine die schon der "Wald gefressen hat", sie sind selbst von Experten kaum noch zu finden. Die Wuchskraft des Waldes war so stark, das der ständig zuwachsende Wanderweg aufgegeben wurde. Leider sind es eben nicht nicht nur paar wachsende Bäume, sondern an einem Waldrand mit viel wachsendem Gestrüpp.
Die Krux an der Sache, weil es Kleindenkmale sind dürfen sie weder ausgegraben noch umgesetzt werden. Selbst wenn sie schon ernsthaft die Forstwirtschaft behindern. Die müssen nun irgendwann ja doch mal durch den Wald um Bäume planmäßig zu ernten. Da kann man froh sein, dass dieser nicht vollständig überrollt und vielleicht richtig tief in den Waldboden gedrückt wurde.
Aber die Verantwortlichen ficht das nicht an. Es sind ja alle fotografiert und der genaue Standort lokalisiert. Na prima, dann braucht man sie ja eigentlich auch gar nicht mehr erhalten?
Sollte man dann nicht doch lieber die Exemplare sichern und in ein Museum bringen, bevor sie ganz verwittert sind? Aber dem stehen eben die starren Regeln der Denkmalpflege im Wege:
Lieber im Wald verwittern lassen (sprich vergammeln), als wirklich zu retten!
So stellt sich kn eigentlich nicht den Umgang mit der Heimatgeschichte vor.
Wer vielleicht denkt, die können noch wahrscheinlich mal restauriert werden, glaubt wahrscheinlich noch an den Weihnachtsmann, der das nötige Kleingeld bringt.
Wer übrigens denkt, am Wegesrand steht auch nur eine Informationstafel, der auf diese Kleindenkmale unser Heimatgeschichte hinweist, der sieht sich getäuscht. Und eine Besserung bei der Finanzlage ist wohl kaum noch zu erwarten. Vielleicht reicht es ja jetzt auch, wenn wir die alten Grenzsteine nur noch als GPS-Daten in eine Karte setzten. Wenn interessieren schon die Sandsteinbrocken im Wald? Laufen wir im Trockenen virtuell, werden wir bei Gewitter eben nicht nass.









