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Do, 16:30 Uhr
25.06.2015

Schritt in die Zukunft

Am Nachmittag wurde in der Glückauf Sondershausen Entwicklungs - und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES) eine neue Seilfahrtsbrücke offiziell für die Nutzung übergeben. Vor Ort auch Ihre Nordthüringer Online-Zeitungen...

Schritt in die Zukunft (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Am Schacht I von Sondershausen hat sich in den letzten Monaten einiges verändert. Die neue Seilfahrtsbrücke, die jetzt das Kauengebäude mit dem Förderturm des Brügmanschachts verbindet ist offiziell in Betrieb genommen worden.

Besucher des Erlebnisbergwerks werden es kennen, da wurde manchmal gedrängelt und geschubst, um auf den ersten Korb zu kommen und dann war man doch am längsten drin, weil der Förderkorb erst zur nächsten Etage umgesetzt werden musste. Das kostete natürlich Zeit.

Wenn die ersten 12 Besucher ihren Platz auf dem Förderkorb gefunden hatten, wurde erst mal um gesetzt, sprich die 2. Etage des Förderkorbes wurde bereitgestellt, damit die nächsten 12 Besucher auf den Förderkorb konnten. Erst dann ging es ab in die Tiefe des Schachts. Und dort ging dann unten das gleiche "Spiel" von vorn los, die ersten 12 vom Korb, dann umsetzen und die nächsten konnten erst vom Korb. So ging allein durch das Umsetzten viel Zeit verloren.

Noch kostspieliger wurde das Ganze, weil im laufenden Betriebsprozess natürlich viel Zeit für die eigentlich Seilfahrt zum Salztransport verloren ging.

Schritt in die Zukunft (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nun können zukünftig sowohl Bergleute wie Besucher des Erlebnisbergwerks mit der doppelten Kapazität befördert werden. Der Weg ins Erlebnisbergwerk und zu Veranstaltungen wird somit schneller und bequemer. Wer bereits im Besucherbergwerk in Sondershausen weilte, kannte das ja. Vom Kauengebäude ging es durch den Hof zum Förderkorb bei Wind und Kälte keine angenehme Sache.

Diese ehemaligen Bergleute, die sich jetzt im verdienten Ruhestand befienden, hatten heute ebenfalls die Chance genutzt, die Seilfahrtsbrücke zu besichtigen. Die kannten allerdings auch noch den Zustand, als es früher noch die alte Seilfahrtsbrücke aus Beton gab, die Kauengebäude und den Schacht verband.

Schritt in die Zukunft (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Der Geschäftsführer der GESE Johann-Christian Schmiereck, der hier bei einer Befahrung mit kn die neue Seilfahrtsbrücke präsentiert, zeigte sich zufrieden mit dem neuen Werk. Die GSES investierte rund 1,2 Millionen Euro in die Erhöhung der Förderkapazität von Schacht 1 in Sondershausen. Damit sollen zukünftig bis zu 400.000 Jahres-Tonnen Salzprodukte, also 30% mehr als bisher, gefördert werden können. Jetzt erwarten wir aber auch ein paar harte Winter, damit wir auch die Förderkapazität auslasten können. Das wird leider auch die erste Beigeordnete der Stadt Sondershausen Cornelia Kraffzick nicht garantieren können, die seitens der Politik heute dabei war.

Der Bau selbst hat rund 1,5 Jahre in Anspruch genommen, mit der Ideen- und Planungsphase haben wir bereits 2011 angefangen, ergänzte Grubenbetriebsleiter Thomas Kießling.
Aber es wurde nicht nur die Seilfahrtsbrücke gebaut. In der Zeit des Betriebsstillstandes von rund drei Monaten wurden auch umfangreiche Sicherungsarbeiten in der Schachtröhre und am Schachtsumpf durchgeführt und viel an der Elektrik gearbeitet.

Die Arbeiten wurden im wesentlichen von Firmen aus der Region ausgeführt. Die Geschäftsleitung bedankte sich bei der Belegschaft für die Mitarbeit und dankte besonders den Obersteiger Schächte Bernd Börold, dem stellvertretende Obersteiger Schächte Martin Geißler und dem E-Steiger Frank Ballhause.

Sie wollen bald mal wieder ins Erlebnisbergwerk einfahren und die Seilfahrtsbrücke ausprobieren? Da hat kn bereits einen Tipp für Sie:

Am 26. September 2015 kommt "Keimzeit" ins Erlebnisbergwerk zu einem Konzert. Sichern Sie sich rechtzeitig die Karten.
Schritt in die Zukunft (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schritt in die Zukunft (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Schritt in die Zukunft (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Schritt in die Zukunft (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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