Mi, 13:39 Uhr
25.05.2016
Kommunalpolitiker äußern sich
Kreistag auf dem Holzweg
Unter dieser Überschrift äußert sich die CDU Sondershausen aus aktuellem Anlass zum Thema Nahverkehr und möglicher Einschränkungen des Busverkehrs in Sondershausen...
Grundsätzlich stemmt sich die CDU Sondershausen im Allgemeinen nicht gegen erforderliche und vernünftige Veränderungen. Die Stadtlinien in Sondershausen sind in der Vergangenheit bereits auf ein absolutes Minimum geschrumpft worden. Die jedoch nun in Erwägung gezogene Einstellung des Sondershäuser Stadtverkehrs ist aber weder erforderlich, noch angemessen und schon gar nicht vernünftig.
Schon die angestoßenen Prüfaufträge der Kreistagsfraktionen hinsichtlich zu erzielender Ergebnisse bei Einstellung der Sondershäuser Stadtlinien im öffentlichen Busverkehr verbieten sich. Hierbei geht es nicht darum, die Sondershäuserinnen und Sondershäuser in irgendeiner Form zu bevorteilen. Es geht schlicht darum, eine Teilhabe zu gewährleisten. Dies ist der Auftrag an alle verantwortlich Handelnden.
Mit dem Stadtverkehr wird insbesondere älteren und behinderten Menschen, Beziehern von Sozialleistungen aber auch Einwohnern und Gästen ohne eigenes Auto ermöglicht, bspw. notwendige Termine im Krankenhaus oder bei Ärzten wahrzunehmen, Patienten im Krankenhaus zu besuchen oder auch kulturellen Einrichtungen in Anspruch zu nehmen bzw. Geschäfte des täglichen Bedarfs zu absolvieren. Dabei dürfte es vielen schlicht unmöglich sein, auf ein Taxi umzusteigen. Im Ergebnis würde die Umsetzung der Pläne viele Menschen von einem normalen Leben ausschließen.
Allen sind die demographischen Veränderungen bewusst. Auf eine alternde Bevölkerung mit quasi Abschaffung der Mobilität zu reagieren kann nicht Kern eines verantwortungsvollen und vorausschauenden Handelns sein. Erst recht nicht, wenn, wie im Fall des Sondershäuser Stadtverkehrs, die Linien weitaus wirtschaftlicher arbeiten, als der sonstige Nahverkehr. Die Ausdehnung der Stadt, die Entfernungen der Wohngebiete zu den wichtigen Anlaufstellen in Sondershausen erfordern das Angebot eines Stadtverkehrs. Das konsequente zu Ende denken der Pläne würde die gern getätigten Aussagen zu Teilhabe aber auch Tourismus zu Sonntagsreden oder Makulatur disqualifizieren.
Kürzlich wurde den Kreisen in Thüringen im Gegensatz zu den Städten und Gemeinden eine solide finanzielle Basis bescheinigt. Einschränkungen in lebenswichtigen Angeboten sollten daher nicht auf der Agenda stehen. Für die CDU-Sondershausen verbietet sich daher, die Gedankenspiele zur Einstellung des Stadtverkehrs weiter zu verfolgen. Schon mit nur ein wenig Bewusstsein für das Allgemeinwohl sollte sich das aber auch allen Handelnden von selbst erschließen. Wem nicht, dem sei ein Blick in das Thüringer Gesetz zum öffentlichen Personennahverkehr und dessen Zielen empfohlen.
Stefan Schard
Vorsitzender CDU Sondershausen
Autor: khhGrundsätzlich stemmt sich die CDU Sondershausen im Allgemeinen nicht gegen erforderliche und vernünftige Veränderungen. Die Stadtlinien in Sondershausen sind in der Vergangenheit bereits auf ein absolutes Minimum geschrumpft worden. Die jedoch nun in Erwägung gezogene Einstellung des Sondershäuser Stadtverkehrs ist aber weder erforderlich, noch angemessen und schon gar nicht vernünftig.
Schon die angestoßenen Prüfaufträge der Kreistagsfraktionen hinsichtlich zu erzielender Ergebnisse bei Einstellung der Sondershäuser Stadtlinien im öffentlichen Busverkehr verbieten sich. Hierbei geht es nicht darum, die Sondershäuserinnen und Sondershäuser in irgendeiner Form zu bevorteilen. Es geht schlicht darum, eine Teilhabe zu gewährleisten. Dies ist der Auftrag an alle verantwortlich Handelnden.
Mit dem Stadtverkehr wird insbesondere älteren und behinderten Menschen, Beziehern von Sozialleistungen aber auch Einwohnern und Gästen ohne eigenes Auto ermöglicht, bspw. notwendige Termine im Krankenhaus oder bei Ärzten wahrzunehmen, Patienten im Krankenhaus zu besuchen oder auch kulturellen Einrichtungen in Anspruch zu nehmen bzw. Geschäfte des täglichen Bedarfs zu absolvieren. Dabei dürfte es vielen schlicht unmöglich sein, auf ein Taxi umzusteigen. Im Ergebnis würde die Umsetzung der Pläne viele Menschen von einem normalen Leben ausschließen.
Allen sind die demographischen Veränderungen bewusst. Auf eine alternde Bevölkerung mit quasi Abschaffung der Mobilität zu reagieren kann nicht Kern eines verantwortungsvollen und vorausschauenden Handelns sein. Erst recht nicht, wenn, wie im Fall des Sondershäuser Stadtverkehrs, die Linien weitaus wirtschaftlicher arbeiten, als der sonstige Nahverkehr. Die Ausdehnung der Stadt, die Entfernungen der Wohngebiete zu den wichtigen Anlaufstellen in Sondershausen erfordern das Angebot eines Stadtverkehrs. Das konsequente zu Ende denken der Pläne würde die gern getätigten Aussagen zu Teilhabe aber auch Tourismus zu Sonntagsreden oder Makulatur disqualifizieren.
Kürzlich wurde den Kreisen in Thüringen im Gegensatz zu den Städten und Gemeinden eine solide finanzielle Basis bescheinigt. Einschränkungen in lebenswichtigen Angeboten sollten daher nicht auf der Agenda stehen. Für die CDU-Sondershausen verbietet sich daher, die Gedankenspiele zur Einstellung des Stadtverkehrs weiter zu verfolgen. Schon mit nur ein wenig Bewusstsein für das Allgemeinwohl sollte sich das aber auch allen Handelnden von selbst erschließen. Wem nicht, dem sei ein Blick in das Thüringer Gesetz zum öffentlichen Personennahverkehr und dessen Zielen empfohlen.
Stefan Schard
Vorsitzender CDU Sondershausen