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Mo, 13:44 Uhr
15.08.2016
Interview mit Kevin Schulze vom FSV Wacker 90

Treffer mit Ansage

Erst in der zweiten Halbzeit kam Wacker gestern so richtig ins Rollen. Einen der fünf Treffer erzielte der Verteidiger Kevin Schulze, der gestern stürmen musste. Sandra Arm sprach nach dem Spiel mit dem „Goalgetter“...

Kevin Schulze (links) auf der rechten Bahn unterwegs (Foto: Bernd Peter)
nnz: Herr Schulze, die zweite Hälfte schien so leicht und unbeschwert, als Sie den Gegner mit 5:0 überrollten. Wie hat sich das für Sie über die gesamten 90 Minuten angefühlt?

K.Schulze: Es war kein einfaches Spiel. Wir wurden gut auf die Aufgabe vorbereitet und wussten ungefähr was auf uns zukommt. Nämlich eine junge Truppe, die Pressing spielen wollte. Wir haben läuferisch dagegengehalten. Aus meiner Sicht haben wir die Aufgabe gut gelöst.

nnz: In den vorigen Spielen war zu beobachten, dass die Mannschaft in der ersten Hälfte sehr druckvoll agiert, aber die Leistung nicht über 90 Minuten abrufen konnte. Jetzt schien es so, als ob Sie es in der ersten Hälfte etwas „ruhiger“ haben angehen lassen und in der zweiten Hälfte aufgedreht sind.

K.Schulze: Ja, genau. Wir haben uns in der Halbzeit zusammengestellt und genau das besprochen. Wir haben uns gesagt, dass das nicht noch einmal vorkommen darf. Das ist uns als Team in der Umsetzung gut gelungen.

nnz: In der 54. Minute sorgte Marco „Toni“ Sailer mit dem 1:0 für die Initialzündung. Danach lief es getreu dem Motto: „Jetzt erst recht“, als ob jemand bei Ihnen den Schalter umgelegt hätte.

K.Schulze: Auf jeden Fall. Nach dem 1:0 hat Leipzig ein bisschen aufgemacht. So war es für uns einfacher in die freien Räume vorzudringen. In dem Moment wussten wir, dass wir nicht nachlassen durften. Das war in der Partie ausschlaggebend.

nnz: Normalerweise sind Sie als Außenverteidiger gesetzt. Der Trainer entschied sich, Sie im rechten Mittelfeld sowie kurzzeitig auf der linken Seite offensiver spielen zu lassen. Wie haben Sie die Rolle angenommen?

K.Schulze: Ich habe mal in der Jugend auf der Position gespielt. Wenn der Trainer mich dort einsetzt beziehungsweise sagt, ich soll dort spielen, dann versuche ich das Beste aus der Situation zu machen und der Mannschaft dort zu helfen.

nnz: Sie haben gute Akzente setzen können.

K.Schulze: Ja, es ist aber noch mehr möglich. Es war erstmal ungewohnt auf der Position, aber in dem Spiel habe ich den ersten Schritt getan.

nnz: Noch dazu einen Treffer zum 4:0 markiert. Der war schön herausgespielt.

K.Schulze: In der ersten Hälfte gab es fast die gleiche Situation. Ich habe nur gesehen, dass David Schloffer den Ball reinspielte, Toni (Marco Sailer) sich durchsetzen und ich dieses Mal konzentrierter sein und ihn reinmachen wollte.

nnz: Das ist Ihnen gelungen. Torgeil sind Sie also auch noch gewesen.

K.Schulze: Ja, auf jeden Fall. Zumal ich mir einen Treffer auch vorgenommen hatte. Zu zwei, drei Mannschaftskollegen habe ich im Vorfeld gesagt, dass ich in dem Spiel ein Tor schießen werde. Das war im ersten Moment nur ein Spaß, aber als der Treffer Wirklichkeit wurde, war das natürlich ein überragendes Gefühl.

nnz: Haben Sie ihren Teamkollegen das vor dem Spiel gesagt, dass das womöglich Ihr Tag werden wird?

K.Schulze: Am Vortag stand die Aufstellung, dass ich offensiver spiele. Daraufhin habe ich gesagt, dass ich alles dafür tun werde, dass ich ein Tor schieße.

nnz: Müssen wir uns so langsam Gedanken machen, wenn Abwehrspieler die Tore schießen.

K.Schulze: (lacht) Bei uns ist es egal, wer die Tore macht. Hauptsache ist, wir gewinnen. Auch wenn es nur ein 1:0 ist.

nnz: In der Liga können Sie ein wenig „durchatmen“. Am Freitagabend haben Sie die erste Pokalhürde in Ilmenau vor der Brust. Wie werden Sie die Partie angehen?

K.Schulze: Für uns geht es vorrangig darum, dass wir sicher weiterkommen. Wir werden keinesfalls ganz entspannt nach Ilmenau fahren und sagen, wir gewinnen das Spiel eh. Sondern wir wollen konzentriert an die Aufgabe herangehen und eine Runde weiterkommen.

Das Gespräch führte Sandra Arm
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