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Mi, 20:10 Uhr
10.05.2017
Kommunalpolitiker äußern sich

Kritik an der Politik vom VdK

Am Nachmittag hatten sich in Sondershausen Mitglieder von Verbänden getroffen, die sich behinderten Menschen verpflichtet fühlen. Stichwort Aktion Mensch...

Kritik an der Politik vom VdK (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auch wenn die große Überschrift bei der Aktion Mensch" dieses Jahr heißt, Wir gestalten die Stadt", ging es heute nicht nur um städtebauliche Fragen, sondern es ging um die Problematik Inklusion insgesamt.

Kritik an der Politik vom VdK (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vom Verband der Behinderten Kyffhäuserkreis, der die heutige Veranstaltung zusammen mit der Behindertenbeauftragten des Kyffhäuserkreises (Heidi Meister - ebenfalls Vorsitzende des Verbandes) diese Veranstaltung organisiert hatte, übernahm Meister die Begrüßung.

Neben Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme (SPD) nahm auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer an der Veranstaltung teil. Die Landtagsmitglieder musste komplett passen, sie waren zum Plenum in Erfurt und auch Bundestagsmitglied Kersten Steinke (Die Linke) war unterwegs (Berlin).

Kritik an der Politik vom VdK (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Meister freute sich über die rege Beteiligung an der heutigen Veranstaltung. Nach der Begrüßung führten Schülerinnen und Schüler des Förderzentrums ein kulturelles Programm mit zirzensischen Elementen, wofür es viel Beifall gab.

Kritik an der Politik vom VdK (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Der Sachgebietsleiter des Jugend- und Sozialamtes für Hilfe in besonderen Lebenslagen, Marcel Ziegler übergab im Auftrag der Landrätin an Goldi Morcinek einen Blumenstrauß. Sie war von 2006 bis 2015 Behindertenbeauftragte des Landkreises.

Nach dem Programm stellte Heidi Meister fest, es ist im Jahre 2016 endlich gelungen, einen Behinderten Beirat zu gründen, am 14.12.2016 war es soweit. Die heute anwesenden Mitglieder stellten sich vor:

- Heidi Meister vom Verband der behinderten Menschen im Kyffhäuser Kreis.

- Bernd Reiber vom VdK der im Kyffhäuserkreis an 13 Standort präsent ist.

- Brigitte Neumann vom Regionalverband der Gehörlosen und Tinitus verwies darauf, das der Verband mehrere Gruppen hat. Wichtig dabei die Gruppe der Angehörigen, denn so kommt man besser an die Gehörlosen ran. Sie mahnte, es liegt an den Verbänden, wie wir zusammenarbeiten.

- Gerhard Prüfer vom Blindenverband und Egon Haupt als Vertreter der Selbsthilfegruppen konnten heute nicht teilnehmen.

Kritik an der Politik vom VdK (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Dann verwies Bernd Reiber (li.) im Bild zusammen mit Ronald Römer (Behindertenbeauftragter Artern) auf die Aktion Mensch. Vor 23 Jahren gab es den ersten europäischen Protesttag, um auf die Probleme behinderter Menschen hinzuweisen. Es geht um die Gleichberechtigung für behinderte Menschen. Wir gestalten unser Viertel, unser Dorf unsere Stadt, Inklusion soll erlebbar sein. Wir müssen Ideen für ein besseres Leben einbringen.

„Teilhabe und Selbstbestimmung sind für Menschen mit Behinderung noch längst nicht selbstverständlich. Die Behindertenpolitik in der nächsten Legislaturperiode muss endlich die Voraussetzungen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung schaffen.“

Immer noch fehlt es aus Sicht des VdK an umfangreichen Maßnahmen für eine barrierefreie Gesellschaft. „Es ist unverständlich, dass bisherige Gesetzesänderungen noch lange nicht alle Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllen.

Im Zuge seiner Aktion zur Bundestagswahl „Soziale Spaltung stoppen!“ fordert der Sozialverband VdK weitere Verbesserungen für Menschen mit Behinderung. „Für Menschen mit Behinderung muss es mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am regulären Arbeitsmarkt geben“, so die Forderung des VdK.

Zudem müsse das gemeinsame Lernen vorangebracht werden. „Bund und Länder gemeinsam müssen Inklusion in allen Schulen und Hochschulen vor allem mit ausreichend gut qualifiziertem Personal endlich umsetzen.“
Viele Regelschulen sind nicht inklusivgerecht, so Reiber. Hier muss mehr passieren. In keinem Bundesland existieren dazu Regelungen.

Und schließlich müsse die Politik endlich dafür sorgen, dass Behinderung nicht arm macht. „Die Eingliederungshilfe muss einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden“.

Reiber forderte, dass mehr Mittel für den Umbau von Wohnungen bereitgestellt werden, damit sie behindertengerecht umgebaut werden können.

In seinen Grußworten sagte Kreyer, wir brauchen eine neue Denkweise. Behinderung kann jeden treffen, ob erworben oder angeboren. Hilfsbereitschaft und Solidarität sind gefragt.

Lemme nahm zwei Dinge mit nach Berlin:
- Am Teilhabegesetz mus nachgearbeitet werden, räumte er ein.
- Auch das Problem der Fördermittel für den behindertengerechten Umbau muss geprüft werden.

Abschließend forderte Meister Verbesserungen für behinderte Menschen in Städten und Gemeinden. Allein in Sondershausen "piept" jede Ampel anders, wenn es darum geht blinden Menschen das Signal zu Grün zu vermitteln. eht so etwas nicht einheitlich?
Nur gemeinsam sind wir stark, mit dieses Satz leitete siezum gemütlichen Teil der Veranstaltung mit individuellen Gesprächen über.
Kritik an der Politik vom VdK (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kritik an der Politik vom VdK (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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