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Do, 18:28 Uhr
24.08.2017
Wie weiter mit dem Verkehr?

Ortsumgehungen und Radwege im Fokus

Im Nordhäuser Landratsamt wurde heute über den Verkehr geredet. Natürlich den im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Nordhausen. Aber auch über die Tangenten, die beide Landkreise miteinander verbindet…

Blick aufs Podium (Foto: nnz) Blick aufs Podium (Foto: nnz)

Eröffnet wurde die Konferenz von Landrat Matthias Jendricke. Der begrüßte die Gäste, die vor allem in der kommunalen Politik der beiden Landkreise beheimatet sind und verdeutlichte aus der Sicht eines Nordthüringer Landrates die Notwendigkeit des weiteren und vor allem schnelleren Ausbaus der Bundestraßen. Antje Hochwind, die Landrätin des Kyffhäuserkreises dankte für die Einladung und verwies vor allem auf das Verbindende zwischen den beiden Landkreisen.

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In ihrem Referat ging Ministerin Birgit Keller auf die aktuellen Horrorszenarien wie den Dieselskandal nur kurz ein und war dann schon beim öffentlichen Personennahverkehr. Die Mobilität in Städten und im ländlichen Raum der Zukunft wird sich verändern, denn zum ÖPNV gehöre immer mehr das Fahrrad. Allein im Kyffhäuserkreis radeln 17 Prozent der Menschen zur Arbeit.

Für Keller hat der Schienenverkehr nichts an Bedeutung verloren. Zwar ging die Gesamtstrecke der Schiene seit der Jahrtausendwende zurück, doch die Summe aller gefahrenen Kilometer sei ständig angestiegen. Auch weiterhin werde man von Nordhausen und Sondershausen weiterhin stündlich nach Erfurt fahren können, um dort auch den ICE nutzen zu können. Auch die Takte in Richtung Westen werden beibehalten, die Fahrzeiten werden sich in beide Richtungen verkürzen, kündigte die Ministerin an.

Doch ÖPNV ist jedoch mehr als die Bahnschiene, auch die Straßenbahn zum Beispiel gehört dazu, so unterstütze das Land Thüringen die Nordhäuser Straßenbahn in diesem Jahr mit mehr als 500.000 Euro, die Strecke der Combinos zwischen Nordhausen-Nord und Ilfeld wird mit zwei Millionen Euro unterstützt. Keller kündigte an, das sogenannte Nordhäuser Modell auch nach dem Jahr 2020 weiter zu unterstützen. Die Combinos mit ihrem Hybrid-Antrieb können auch dann weiter in Richtung Südharz rollen.

Nun zu den Straßen. Neun Maßnahmen sind für die beiden Landkreise im Bedarfsplan vorgesehen, die werden nach ersten Schätzungen rund 160 Millionen Euro kosten. Vordringlich sind das Ortsumgehungen. Die Ortsumgehung (OU) Mackenrode im Zuge der B 243 ist im Bau, für die OU Holbach und Günzerode sollen die Planfeststellungsverfahren „demnächst“ beginnen, die rund zwei Jahre dauern werden. Die erste Brücke, zu der im vergangenen Jahr der Grundstein gelegt wurde, sei fertig, eine weitere Brücke soll noch in diesem Jahr fertig werden. Im kommenden Jahr soll der Streckenausbau auf einer Länge von 5,4 Kilometer beginnen. Die wechselseitig dreispurige Verbindung zwischen der A38 und der B 243 wird in Zukunft geplant, vorgesehen sind hierfür 46 Millionen Euro für 9,8 Kilometer. Baubeginn ist hier ab dem Jahr 2020 geplant.

Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für den Sundhäuser Berg sollen im kommenden Monat erarbeitet werden, hier jedoch nur für eine erste Ausbaustufe. Die Linienführung wird östlich der bisherigen Trasse verlaufen, wird vier Kilometer lang sein und wird sozusagen „entkurvt“. Es wird ein dreispuriger Ausbau sein, der allein schon rund 19 Millionen Euro kosten wird.

In dieser Woche wurden Planunterlagen des Vorentwurfs für die OU Greußen nach Berlin geleitet, um dort den „Gesehen-Vermerk“ zu bekommen. Dann kann das Planfeststellungsverfahren vorbereitet werden. Klarheit gebe es über einen vorläufigen Trassenverlauf, für den es aber noch Gespräche mit Grundstückseigentümern gebe. Vertreter des Straßenbauamtes gaben sich hierzu sehr optimistisch.

Düster sieht es für die OU Nordhausen und Bad Frankenhausen aus und vor 2030 wird für die OU Niedersachswerfen, Ilfeld und Oldisleben kein Bleistift bewegt. Hingegen soll der Ausbau der B 4 im Zuge der Nordhäuser Grimmelallee im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Im Kyffhäuserkreis wird im kommenden Jahr die Straße von Bad Frankenhausen hinauf zum Kyffhäuser saniert, kündigte das Nordtüringer Straßenbauamt an.

Nach den Straßen zu den Radwegen. Zwischen Niedersachswerfen über Harzungen und Neustadt gab es sehr viele Probleme, die vor allem in den Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern begründet waren. Im November soll jedoch hier der Bau beginnen. Von Ellrich zur Landesgrenze nach Niedersachsen soll der Bau im nächsten Jahr begonnen werden, doch an der Landesgrenze enden. Zwischen Kleinfurra-Zoll nach Wolkramshausen und weiter nach Wipperdorf wird ebenfalls ein Radweg geplant. Vermutlich wird in Kleinfurra symbolisch noch in diesem Jahr der Spaten in die Erde gehauen werden.

Zwischen Wiehe und Roßleben soll nicht nur die Straße saniert werden, hier wird auch ein Radweg geplant. Es müsse nicht immer ein touristischer Radweg etabliert werden, sondern auch ein Alltagsradweg, der den ÖPNV sinnvoll ergänzen kann.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Bierchen
24.08.2017, 20:26 Uhr
Keine Lobby im Wahlkreis
Nun zielführend wäre mitunter ein Bundestagsabgeordneter, der sich auch an den östlichen Teil seines Wahlkreises erinnerte. Da ist NDH ja leider nicht vom Glück verfolgt, nicht nur im Bezug auf dringende Umgehungsstraßen z.B. Nordhausen, Sachwerfen,Ilfeld.
Die Fanboys und Girls der CDU werden uns sicher die großen Verdienste, und sei es das Durchschneiden von Bändchen usw. , im anstehenden Wahlk(r)ampf weiss machen wollen. Das Trauerspiel für Nordhausen wird in die nächste Runde gehen......
Pe_rle
25.08.2017, 08:26 Uhr
Ortsumgehungen und Wahlen
Frau Becker,
ausgerechnet zur Wahlzeit veröffendlichen Sie ,wann was wo gebaut werden soll ???
Meinen Sie ernsthaft daß das Stimmen für die Linke bringt ??
Dazu haben die "Verantwortlichen" in Erfurt und Berlin die Wähler viel zu lange an der Nase rum geführt.
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