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Di, 18:48 Uhr
05.12.2017
Diskussion um Geolift am Kyffhäuser

Vorwärts, wir müssen zurück

Wie schnell sich die Zeiten ändern, von großer Zustimmung zur totalen Ablehnung, so die Reaktion der Kreistagsmitglieder zum möglichen Bau eines Geolifts am Kyffhäuser. Update Diskussion..

Bau Geolift (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Nicht eine Hand erhob sich heute im Kreistag, als es darum ging, soll der Geolift am Kyffhäuser gebaut werden?

Bei nur einer Stimmenthaltung war das Aus des Geolifts am Kyffhäuser kurz vor 18:00 Uhr besiegelt, aber es war lange darüber diskutiert worden.

Die Beschlussvorlage, die auf Antrag der SPD/Grüne Fraktion eingebracht wurde, hieß Beendigung des Projektes „GeoLift“
Beschlussvorschlag:

1. Der Kreistag beschließt die Aufhebung des Beschlusses Nr. 2015/6/089 zum Bau des GeoLiftes.

2. Der Kreistag beauftragt die Kreisverwaltung alternative Beförderungsmöglichkeiten zum GeoLift zu untersuchen und umsetzbare Konzepte mit einer Kostenschätzung zu untersetzen.

Nach der Kreistagsdiskussion wurde ein weiterer Punkt hinzugefügt, der aus einem weitere Beschlussantrag der CDU-Fraktion abgeleitet worden war,

sinngemäß zitiert:
3. Der Kreistag beauftragt die Kreisverwaltung die im Punkt 2. erarbeiteten Konzepte in einer Bürgerwerkstatt mit einer Ideensammlung zu untersetzen, unter Einbeziehung von Betreiber und Tourismusverband Südharz Kyffhäuser.


Erinnern Sie sich noch? Am am 21.10.2015 um 19:36 konnte kn schreiben'
Bau eines GeoLiftes beschlossene Sache

Wie nicht anders zu erwarten, stimmte die Mehrheit des Kreistages dem Projekt zu. Bei 31 Ja-Stimmen,. 1Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltungen ging die Abstimmung doch recht klar aus, obwohl es noch keine feste Zusage der 90 - Prozent-Förderung durch den Freistaat Thüringen gab, allerdings mit einer Klausel.
Hier der damalige komplette Artikel:
Bau eines GeoLiftes beschlossene Sache 15.10.2017


Nun, wie schnell sich die Zeiten ändern. Mit dieser Beschlussfassung ist der Geolift in dieser Form Geschichte. Mehr zur Diskussion hier:

NUR EINER MELDETE ZWEIFEL AN - Diskussion zum Aus beim Geolift am Kyffhäuser
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Kommentare

05.12.2017, 20.24 Uhr
tannhäuser | Immer dasselbe!
Wenn ein Prestigeobjekt zum Millionenengrab wird und die Stimmung beim Steuerzahler offen in Ablehnung kippt, werden die "Volksvertreter" plötzlich schlauer.

Das wird bei der "Urwaldwildnis" irgendwann nicht anders kommen.

Frau Siegesmund ist ebenso wie Frau Pfefferlein in 2 Jahren eine Fussnote der Possenwald-Geschichte.
06.12.2017, 08.29 Uhr
muraschke | Wenn Vernunft bröckelt ...
Das Planungsgeld ist weg ... haben ja "andere" bezahlt. Wie leichtfertig die Vertreter vom Volke über Fördermittel reden, erstaunt immer wieder. Als würde Geld vom Himmel regnen ...

In der Region gab es keine Vernunft... und leider folgt das Land immer noch dem Grundsatz "Beschneiungsanlagen für ALLE".

Lasst doch einfach mal die Dinge wie sie sind und baut nicht um jede Geschichte ein Trampolin.
06.12.2017, 11.06 Uhr
Lublo | GEO-Lift
Nun ist die Sache endlich vom Eis! Oder doch nicht?
Jedenfalls für die nächsten Jahre ruht das ganze erst einmal. Die Diskussion darüber fing schon Oktober 2014 an. Damals redete man von 2 Mio. Einen Artikel gegen den Bau habe ich am 21.10.2014 hier geschrieben und genau ein Jahr später am 21.10.2015 hat der Kreistag den Bau beschlossen gehabt. Und da waren es bereits über 4 Mio. Euro was er kosten sollte, nun redete man schon bis zu 6 Mio. was es kosten könnte. Die Reisleine die man gezogen hat war richtig. Auch die geologischen Folgen für das Denkmal könnte katastrophale Nachteile gebracht haben. Das Geld aber für diesen Bau würden nie wieder eingefahren werden, wenn man das durchgezogen hätte. Am Ende wird man das viele Geld für eine elektrische kleine Bahn, die als guter Ersatz dienen würde, nicht ausgeben! Denn dafür gibt man keine 10 tausende Euro aus, das wäre ja eine Verschwendung, denn es kommen nur Millionen Objekte in Frage! Mit 6 Mio. könnte man aber 100 Jahre die Bahn betreiben.
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