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Di, 12:27 Uhr
09.01.2018
Landespolitiker äußern sich

Der Kapitän verlässt als Erster das sinkende Schiff…..

Seine Gedanken zur Landespolitik und zu den kommenden Kommunalwahlen und der Bürgermeisterwahl von Sondershausen äußert Rainer Scheerschmidt, Landesvorsitzender des VIBT Thüringen und Mitgied des Kreistages des Kyffhäuserkreis. Hier der Wortlaut...

2018, das neue Jahr, scheint sehr ereignisreich und zukunftsweisend zu werden. Schon in den ersten Tagen ist es sehr spannend. Das Flaggschiff „Thüringer SPD“ ist angeschlagen. Es muss ohne wenn und aber in ruhigere Gewässer bugsiert werden. Der Kapitän, Herr Bausewein, hat aber kein Interesse mehr. Er verlässt das havarierte Schiff als Erster. Sollen doch die restlichen Offiziere zusehen, wie sie es wieder in ruhigere Gewässer bringen.
Nun, mit Frau Heike Taubert, ist ein neuer Kapitän gefunden, aber ob es nun auch aufwärts geht? Ich bezweifele es.

Wer in schweren Stunden seine Partei im Regen stehen lässt und meint andere könnten es schon richten ist für mich kein Vorsitzender der seiner Partei Profil geben sollte und muss, sondern man könnte solche Leute getrost unter der Kategorie Schauspieler verbuchen.
Die Thüringer SPD hat das Vertrauen in die Sache aber, insbesondere in ihre Führungsmannschaft verspielt.

Anstatt um die Ideale zu kämpfen, lässt man das Schiff untergehen.
Wer soll ihr, in den anstehenden Wahlen, sich gerne Volkspartei nennend, noch Vertrauen entgegenbringen?
In der Regierungskoalition RRG schwach, in der Realisierung längst anstehender Probleme schwach, nicht wahrzunehmen in Grundsatzdebatten, so stellt sich das Bild der Thüringer SPD dar.

Wie steht es dann erst mit dem Vertrauen zu den anstehenden Kommunalwahlen?

Im Kyffhäuserkreis scheint sich die SPD erst einmal zu orientieren, was, wo, wie und überhaupt verändert werden soll. Die Bürgermeisterkandidatin, Frau Bressem, will die Bürger befragen, verschickt Postwurfsendungen, die die Bürger zurück senden sollen, um zu erfahren, welche Probleme anliegen und gelöst werden sollten.
Wer jetzt beginnt sich mit Problemen zu beschäftigen, der sollte seine Kandidatur lieber sein lassen.

Hat die SPD nicht seit der Wende ständig den ersten Beigeordneten der Stadt Sondershausen gestellt? Nun fragen, welche Probleme stehen? Möge sich jeder selbst einen Reim darauf machen.
Mit populistischen Worthülsen und Überlegungen, die nicht realisierbar sind, sollte man keinen Wahlkampf machen, auch nicht im Vorfeld.
Als Stichwort sei hier nur die „Bürgerpolizei“ genannt. Wer soll das bezahlen? Welche Befugnisse soll sie besitzen? Um nur einige Fragen aufzuwerfen.

Es ist für die Stadt besser, wenn nun endlich einmal ein schlüssiges Konzept erarbeitet würde, ohne, dass sich die eine oder andere Partei oder Gruppierung profilieren will, sondern das wirkliche Vorteile für die Stadt bringt.

Man kann natürlich auch große Versprechungen im Vorfeld der Wahl machen, und sich hinterher wundern, dass jemand einer Partei oder Gruppierung die Wahl gewonnen hat, den man in Sondershausen gar nicht möchte.
Noch ist die Zeit für Einreichung der Kandidatenliste nicht abgeschlossen.

Rainer Scheerschmidt
Landesvorsitzender des VIBT Thüringen
Mitgied des Kreistages des Kyffhäuserkreis
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Kommentare

09.01.2018, 16.18 Uhr
Micha123 | Wahre Worte - Herr Scheerschmidt
Das Flaggschiff "Thüringer SPD" hat schon mächtige Schieflage. Außerdem schwimmt es in den Gewässern der "Bundes SPD", wo schon eine ganze Weile Ebbe ist und sich die Schiffe nicht mehr großartig fortbewegen. Schulz, Nahles und Gabriel verstopfen den Abfluss und halten so noch ein wenig Wasser im Teich. Es herrscht weiterhin Trockenheit, eine Flut ist nicht in Sicht.
Es könnte aber sogar ein Springflut geben, bei der die Gefahr besteht, dass alle Schiffe verschwinden.

Von Herrn Bausewein ist es cleverer Schachzug. Er ist seit 2006 Oberbürgermeister von Erfurt und bei der letzten OB-Wahl 2012 kassierte er Massen von Stimmen.
Mit dem SPD Parteivorsitz ist kein Geld zu verdienen. Und die Aussichten auf Erfolge bei der Landtagswahl sind auch düster. Würde es morgen Wahlen geben, so ist RRG Geschichte und die SPD weit abgeschlagen, weit hinter der AfD.
Von daher konzentriert sich Bausewein auf seinen richtigen Job und will vor allem OB von Erfurt bleiben.
Denn die Gefahr besteht, dass wenn er sich zu weit in Bundes- oder Landesthemen reinhängt, er auch ganz schnell in Schieflage kommt und die könnte Stimmen für die OB Wahl kosten.

Tja und Sondershausen... ich habe es schon oft geschrieben, seit der Wende hat die Stadt kein Konzept. Man weißt nicht, was man will...
Wirtschaft? Tourismus? Kultur? Ja was nun???
Die Sondershäuser SPD war immer mit an der Politik in der Stadt beteiligt.
Vorne war immer ein Herr Kreyer aber in seinem Schatten befanden sich Schreier & Co.
Richtige Politik wurde da nie gemacht. Eher war es immer das Motto "Tue du mir nix, tue ich dir nix..". Gute Freunde und Bekannte waren immer im Vordergrund.
So auch in der Stadtverwaltung. Dort soll es sogar Mitarbeiter geben, welche ständig nur Privat- und Hobbysachen machen und ihre eigentliche Arbeit durch andere machen lassen.

Hierbei fällt mir ein Artikel ein, welcher nun 3 Jahre alt ist.. hier der Link: http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=163424

Die Feuerwehr SDH Mitte kritisierte die Stadt. Anwesend war Bürgermeister Kreyer, welcher sich im Vorfeld zu dieser Versammlung bei seiner Stadtverwaltung informierte. Dort waren keine Probleme bekannt. Und plötzlich bekam er bei der Versammlung von den Feuerwehrkameraden sein Fett weg.
Was ist denn das für eine Verwaltung, wenn man dort Probleme nicht weiter reicht, nicht bespricht und ein Bürgermeister am Ende von nichts eine Ahnung hat??

Von daher muss ein neuer Bürgermeister auch ordentlich in der Verwaltung aufräumen. Sonst wird der alte Trott weiter so gehen.


Und Herrn Scheerschmidt muss ich vollkommen zustimmen, wer ein Kandidat für das Bürgermeisteramt sein will, der muss sich NICHT ERST JETZT mit den Problemen der Bürger befassen. Der muss sie bereits kennen und wissen wo der Schuh drückt.
Aber wie man immer so liest, so hat ja Sondershausen bereits eine NEUE Bürgermeisterin... Ohne Wort, mehr kann man dazu nicht sagen....
10.01.2018, 10.01 Uhr
Erkan | Sorge um die eigene Person
Es sind alles schöne Versprechungen von Frau Bressem, meiner selbsternannten, neuen Bürgermeisterin von Sondershausen. Ich frage mich, wie sollen die Versprechungen von ihr mit Leben erfüllt werden?
Ein richtiges Programm für den weiteren Weg, hat die SPD in Sondershausen noch nicht gezeigt. Frau Bressem, sie ist Ortsvorsitzende der SPD, zieht sich auf allgemeine Fragen zurück und Herr Lemme, als Kreisvorsitzender, sagt gar nichts dazu. Interessiert ihn Sondershausen und der Kyffhäuserkreis nicht mehr, seit er aus dem Bundestag geflogen ist? Kann sein, er braucht auch jetzt seine Zeit , um sich eine gut bezahlte Stelle zu sichern. Herr Lemme es gibt noch das Arbeitsamt, dort können Sie die wahren Probleme der Bedürftigen kennen lernen.
Wenn es nicht im Wirtschaftsministerium in Thüringen klappt, könnten sie unter Umständen einen Arbeitsplatz als Geringbeschäftigter beim Arbeitsamt Sondershausen bekommen. Ein Arbeitsplatz zur Reinigung der Plätze könnte sehr hilfreich sein, denn dann sind Sie richtig nahe an den Bürgern und deren Meinung.
Was sich die SPD leistet in der Unterstützung Sondershausens als Kreisstadt ist unter aller Kanone. Geben Sie Obacht, dass die Landrätin als iIhre Parteigenossin nicht schon alles an Nordhausen abgegeben hat, bevor Sie und die Ortsorganisation etwas merken.
Dann wird Sondershausen als Kreisstadt nicht mehr gebraucht.
11.01.2018, 00.04 Uhr
Micha123 | Lemme (SPD, ehemals MdB) als Staatssekretär?
Posten, Macht und gutes Geld verdienen - darum geht es doch.
Und da hier das ehemalige Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme von der SPD angesprochen wurde.
Ja... er sucht einen neuen Job.
Der Herr Bausewein hat ihn den "Posten" eines Staatssekretärs!!!! versprochen.
Perfekt, für den Rettungsschwimmer und Schlosser Lemme. Welcher natürlich schon zur Wende die Kurve bekam, den er war sogar Mitglied in der SED!!! (dieses biografische Detail ist weder in seinen Selbstdarstellungen oder bei Wikipedia zu finden - passt ja auch nicht so gut, dieses feuerrote Fleck!)

Kann man nur hoffen, dass es in Erfurt doch noch gescheite Köpfe gibt und so einen Mann nicht so einen hochbezahlten Posten geben.

Er kann doch gerne zum Amt gehen... Eine neue Lebenserfahrung. Über eine Leiharbeiterfirma findet er sicherlich einen Job als Maschinenbediener im 4-Schicht-System. Oder wie wäre es mit Medienlogistiker (Zeitungsausträger), die werden auch ohne Ende gesucht.
Sollte er dann einmal wieder für den Bundestag kandieren, so hat er bis dahin wirklich genügend (wahre) Lebenserfahrung gesammelt.
11.01.2018, 13.44 Uhr
Bussard | Träume der SPD
Zum Parteitag der SPD einen unfähigen ehemaligen Landesvorsitzenden als Gast, er hat die Landes-SPD runtergeritten, wird es ihm doch auch gelingen das bischen Kyffhäuserkreis bis zum Abgrund zu bringen mit seinem Wissen.
Ein Kreisvorsitzender, der genug mit sich selbst zu tun hat, nichtmal im Kyffhäuserkreis wohnt, aber kandidieren will.
Wer soll den Argumenten der SPD Kreisorganisation noch Glauben schenken?
Purer Aktionismus wird nicht belohnt werden.
Wie dumm hält man die Bürger des Kyffhäuserkreis?
Liebe Landes-SPD und Kyffhäuserkreis-SPD träumt alle weiter, bis das böse Erwachen kommt.
11.01.2018, 19.49 Uhr
uco
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