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Mi, 12:33 Uhr
13.06.2018
Polizeibericht

Zum Abschuss freigegeben

Im Kyffhäuserkreis, genauer gesagt, in der Region um Badra, wird aktuell Jagd auf ein entlaufendes Nandu gemacht Update ...

Zum Abschuss freigegeben (Foto: HOerwin56/pixabay.com)
Am Dienstagnachmittag ging bei der Polizei in Sondershausen der Anruf einer Bewohnerin aus Badra ein, dass in ihrem Garten ein Strauß steht und Blumen frisst. Anschließend lief das Tier in ein Weizenfeld nahe Sondershausen.

Eine Überprüfung ergab, dass es sich bei dem vermeintlichen Strauß um einen entlaufenen Nandu handelt. Der Laufvogel war bereits am Freitag von seinem Besitzer aus der Ortslage Hamma im Landkreis Nordhausen abgehauen. Seitdem war es nicht gelungen, es wieder einzufangen. Fühlt sich das Tier in die Enge getrieben, so kann es sehr aggressiv werden. Außerdem könnte es auf die Straße laufen und so einen Unfall verursachen.
Das Landratsamt Kyffhäuser hat deshalb am Nachmittag entschieden, dass der Nandu zum Abschuss freigegeben wird. Bisher ist der Vogel aber noch nicht wieder aufgetaucht. Er hält sich vermutlich im Waldgebiet zwischen Badra und Hamma auf. Sollte das Tier wieder im Landkreis Nordhausen angetroffen werden, muss über das Schicksal des Tieres neu entschieden werden.

Update

Pressesprecher Dr. Heinz-Ulrich Thiele informierte nochmals in einem Gespräch zur Vorgehensweise. Das Tier ist bereits seit einer Woche entlaufen. Bisher gelang es dem Eigentümer nicht, das Tier einzufangen.

Der Nandu gehört nicht zur Tierwelt der Region und darf deshalb nicht über längere Zeit frei herumlaufen. Wenn Nandus gereizt oder in die Enge gedrängt werden, reagieren sie oft sehr heftig und könnten Menschen sehr gefährlich werden. Diese Gefahr darf nicht unterschätzt werden.

Letztendlich blieb dem Amtsarzt Herrn Dr. Wolff nur übrig, den Abschuss einzuleiten, so Dr. Thiele abschließend.
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Kommentare

13.06.2018, 08.15 Uhr
tannhäuser | Ein grenzüberschreitender Problemnandu?
Hoffentlich gibt das keinen Konflikt zwischen der Zuständigkeit der Jäger, wenn der Kopf und Hals schon in NDH sind, aber der Rest noch im KYF.

Abschuss ist wohl das letzte Mittel, aber wenn's nicht anders möglich ist, ihn zu stoppen?
13.06.2018, 08.21 Uhr
Schlaubert | Warum Abschuss ??
Es gibt doch die Möglichkeit das Tier in Narkose zu legen/ zu schießen .
Dazu sind der Amtstierarzt und auch zwei weitere Personen im Landkreis berechtigt .
13.06.2018, 08.30 Uhr
Röschen | Und was ist mit Betäubung?
Oh mein Gott, ein Nandu. Die Schulen sollten schließen. Bringt Kinder und Frauen in Sicherheit. Mal im Ernst... das ist doch lächerlich. Es frisst Blumen und ist glücklich, wenn es nicht bedrängt wird. Halbwegs Gescheite sollten das wissen. Zudem können auch andere Tiere auf die Straße laufen (sogar Menschen können das :)). Betäubt es und bringt es dort hin wo es herkommt.
13.06.2018, 09.05 Uhr
tannhäuser | Natürlich wäre Betäubung besser.
Wenn eine Kugel abgefeuert werden kann dann wohl auch ein Betäubungspfeil.

Meine Ironie galt auch nicht dem Tier sondern der Bürokratie, ob Verantwortliche aus dem KYF dem Tier durch einen scheinbar Eisernen Vorhang folgen dürften.

Und so einfach machen würde ich es mir auch nicht nach dem Motto: "Da frisst es Blumen, na und."

Wissen Sie denn, welche Blumen die Leute im Garten haben und ob das Tier sich nicht daran vergiften kann?
13.06.2018, 09.33 Uhr
Jörg Thümmel | tötet es, bevor es Eier legt...
Es gibt in Meck Pomm / Schleswig Holstein bereits eine Nanduplage aufgrund hiesiger fehlender Fressfeinde dieser Neozon.

Das mag jetzt wieder mit dem vermenschlichten Tierbild Einiger kollidieren, das obige Beispiel zeigt aber eindrucksvoll, wohin falsch interpretierte, moralgesteuerte Tierliebe führen können. Ok es ist ein Einzeltier, aber ist es sicher, dass es nicht doch eine Henne ist, die bereits vom Hahn getreten wurde?

http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Im-Herzogtum-Lauenburg-und-Mecklenburg-sind-Nandus-zur-Plage-geworden
13.06.2018, 11.15 Uhr
Wolfi65 | Das wäre doch ein schönes großes Omelett
Vielleicht sogar ohne Spuren von Insektenvernichtungsmitteln.
Jetzt muss sich das Tier nur noch nach Nordhausen verirren und das berühmte Ei im Vorgarten legen.
Ich garantiere eine sofortige Begnadigung, weil sich keine Pistoleros zu mir verirren werden, ohne selbst eine vor den Rüssel zu kriegen.

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