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Sa, 12:25 Uhr
14.07.2018
Ein Blick in die Statistik

Gläubiger fordern 95 Millionen Euro

Die Thüringer Amtsgerichte entschieden von Januar bis April 2018 über 834 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 13,4 Prozent auf Unternehmen und 86,6 Prozent auf übrige Schuldner. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik erreichte damit die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren das Vorjahresniveau...

734 Verfahren bzw. 88,0 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 83 Verfahren bzw. 10,0 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 17 Verfahren bzw. 2,0 Prozent endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.

Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf rund 95 Millionen Euro. Pro Verfahren standen somit Forderungen von durchschnittlich 114 Tausend Euro aus.

Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stieg in den ersten vier Monaten 2018 gegenüber 2017 um fünf Verfahren bzw. 4,7 Prozent auf 112 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 1 681 Arbeitnehmer.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 22 Verfahren im Baugewerbe und mit 21 Verfahren im Verarbeitenden Gewerbe, gefolgt vom Bereich der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit 17 Verfahren.

Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (60 Anträge) sowie Einzelunternehmen (37 Anträge) Insolvenz anmelden.
Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres 722 Verfahren gezählt, sechs Verfahren bzw. 0,8 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Von 527 privaten Verbrauchern wurde von Januar bis April 2018 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen, 8 Verfahren bzw. 1,5 Prozent weniger als in den ersten vier Monaten 2017. Weitere 172 Verfahren (Januar bis April 2017: 171 Verfahren) betrafen ehemals selbständig Tätige.
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