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Fr, 04:02 Uhr
14.09.2018
Kommunalpolitiker äußern sich

Gefahr erkannt Gefahr gebannt!

Behelfsbrücke in Thalebra verbindet den Ort wieder und gewährleistet freie Fahrt für Rettungsfahrzeuge. Dazu erreichte kn von der Fraktion der Volkssolidarität Sondershausen diese Betrachtung...

In den regionalen Medien konnte man in den vergangenen Wochen Meldungen über die Sperrung einer Brücke in Thalebra, sowie den Bau einer Behelfsbrücke durch die Kameraden und Kameradinnen vom Technischen Hilfswerk in Sondershausen finden.
Hier ein paar Hintergründe dieser Aktion.

Gefahr erkannt  Gefahr gebannt! (Foto: Tobias Schneegans)
Unsere Fraktion wurde von einigen Anwohnern des Ortsteiles Thalebra darauf angesprochen, dass durch die Vollsperrung einer Brücke im Ort eine Gefahrensituation entstanden sei, die im Ernstfall dazu führen könnte, dass Rettungsfahrzeuge in einer Notsituation einen Teil des Ortes nicht erreichen können. Zum besseren Verständnis muss man wissen, dass die Straße zum Flachsteich über die besagte Brücke in Richtung Hohenebra führt und auf Höhe Bahnhof Hohenebra/Ort über eine handbetriebene Bahnschranke führt. Durch die Sperrung der Brücke entstand eine Sackgasse. Bei geschlossener Schranke wurde diese dann vollumfänglich als Zuwegung abgetrennt und die Erreichbarkeit der Straße war zeitweise unterbrochen. Für Rettungsfahrzeuge war ein Rettungsweg über nicht befestigte Feldwege ausgewiesen, was bei gutem Wetter eventuell noch gegangen wäre, bei schlechtem aber unpassierbar ist. Daher ergab sich eine latente Gefährdungslage, die den Anwohnern große Sorge bereitete, schließlich wohnen hier auch einige Senioren.

Gefahr erkannt  Gefahr gebannt! (Foto: Tobias Schneegans)
Eigentlich sollte die Brücke sowieso in nächster Zeit saniert werden, aber aufgrund der überproportional gestiegenen Baupreise war mittlerweile an eine zeitnahe Baumaßnahme nicht mehr zu denken. Bei einer routinemäßigen Standfestigkeitsuntersuchung wurde diese dann aufgrund ihrer Baufälligkeit für den Verkehr komplett gesperrt.

Wir trugen diesen Sachverhalt sowohl dem Bürgermeister, als auch dem zuständigen Fachbereich Bau und Ordnung vor. Man sagte schnelle Prüfung des Sachverhaltes zu und hielt Wort. Genau zwei Tage später bestätigte ein Ortstermin den geschilderten Sachverhalt. Es gab zwei Lösungsansätze, zum einen die Ertüchtigung des Feldweges zur Befahrung von Rettungsfahrzeugen auch bei schlechtem Wetter durch eine bauliche Befestigung oder der Bau einer provisorischen Brücke bis zur Sanierung der richtigen Brücke. Nach Gesprächen mit dem THW Ortsverband in Sondershausen und den Fachleuten vom Landesverband Sachsen/Thüringen und der DEKRA wurde die Entscheidung zum Bau einer Behelfsbrücke mit einer Traglast von 24 Tonnen beschlossen.

Gefahr erkannt  Gefahr gebannt! (Foto: Tobias Schneegans)
Die Umsetzung durch den THW Ortsverband unter der Leitung von Michael Hannig erfolgte schnell und unbürokratisch und wurde nach geringfügigen Nacharbeiten durch das THW und Zuarbeiten durch den städtischen Bauhof am Anfang dieser Woche in Betrieb genommen. Damit ist die Sicherheit der betroffenen Anwohner des Flachsteiches in Thalebra und die Anbindung an den Ortskern wiederhergestellt.
Gefahr erkannt  Gefahr gebannt! (Foto: Tobias Schneegans)
Gefahr erkannt  Gefahr gebannt! (Foto: Tobias Schneegans)

Ausdrücklich loben möchten wir in diesem Zusammenhang die wirklich schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Stadtrat, THW und dem Ortsteil Thalebra. Hier wurde eine gefährliche und nachteilige Situation für die Anwohner umgehend aus der Welt geschafft.
Spannend in diesem Zusammenhang ist auch eine provokante Frage, die in der letzten Ortsteilratssitzung in Thalebra gestellt wurde. „Was kostet denn der Aufbau und die Miete dieser Brücke?“ Hier möchten wir mit einer Gegenfrage antworten: „Wieviel ist denn ein Menschenleben in einem Ortsteil wert?“ In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten, die hier so schnell Abhilfe geschaffen haben.

Fraktion der Volkssolidarität
Stadtrat der Stadt Sondershausen
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