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Sa, 23:24 Uhr
13.10.2018
Thüringer HC

Zweite Niederlage in der Vorrunde kassiert

Der Thüringer HC kassierte im Auswärtsspiel gegen Krim Mecator eine bittere 27:20(10:12) Niederlage. Nach einer guten ersten Halbzeit ließen beim deutschen Meister in der zweiten Spielhälfte die Kräfte deutlich nach. Tamara Mavsar erzielte für die Gastgeberinnen sieben Tore. Mit sechs Treffern war Iveta Luzumova erfolgreichste Werferin aufseiten des Thüringer HC...


Die ersten zehn Minuten der Partie waren eine Spiegelung des Spiels vor sieben Tagen gegen Podravka Vegeta. Mit konzentrierten Angriffen, einer lauffreudigen und einsatzstarken Abwehr und einer überragend haltenden Jana Krause im Tor, gelang über die Stationen 0:4 (5. Min) 5:2 (9. Min) bis zur 15. Minute eine 6:3 Führung.

Dann riss der Spielfaden erst einmal - Krim gelangen zwei Tore aus Strafwürfen, Kreisspielerin Olga Perideriy war zweimal nur regelwidrig zu stellen. Im Angriff endeten drei THC-Aktionen mit Stürmerfoulpfiff statt Torwurf - der Gastgeber war 5:6 heran. Die Chance zum Ausgleich vergab Torhüterin Misa Marincek Ribezl, die bis dahin stark gehalten hatte. Ihr langer Wurf auf das leere THC-Tor landete knapp neben dem Torpfosten.

Herbert Müller brachte für Emily Bölk Krisztina Triscsuk. Die routinierte Ungarin erzielte zwei wichtige Treffer und bereitet einen dritten vor, den Iveta Luzumova mit Strafwurf zum 9:6 aus THC-Sicht verwandelte. Der THC setzte jetzt sein taktisches Mittel 7-gegen-6 ein, doch Ljubljana verteidigte geschickt und aufopferungsvoll. Mit zwei Bilderbuchtoren aus dem Rückraum erzielte Tjasa Stanko den Anschlusstreffer.

Und jetzt war es Lydia Jakubisova, die ihre ganze Routine zeigen konnte. Mit einer super Finte gegen die Hand verlud sie die Abwehr und schaffte mit dieser Aktion einen Strafwurf plus Zeitstrafe. 30 Sekunden vor dem Pausensignal dann Pech für den THC. Krisztina Triscsuk trifft mit einem Hüftwurf nur den Pfosten - in den letzten Angriffssekunden erhalten die Gäste noch einen Strafwurf und der THC eine Zeitstrafe für Emily Bölk.

Der THC begann durch die Zeitstrafe in Unterzahl. Krisztina Triscsuk arbeitete einen Strafwurf heraus, den Iveta Luzumova verwandeln konnte. Doch jetzt folgten Fernwürfe, die zu sehr signalisiert waren - ein Kreisanspiel wurde sauber abgefangen. Der Ausgleich lag in der Luft. In der 35. Minute verwandelte Tamara Mavsar ihren Siebenmeter zum ersten Unentschieden der Partie. Lydia Jakubisova trifft aus spitzestem Winkel zum 14:13 und hält damit die Hoffnung hoch. Doch schon im nächsten Angriff trifft die 1,84 m große Linkshänderin Alja Koren platziert zum 14:14.
Ljubljana machte in dieser Phase mental und körperlich den frischeren Eindruck.

Dem THC-Angriff fehlte jetzt der Druck und die Fernwürfe waren leichte Beute der erfahrenen Misa Marincek Ribezl (33 Jahre). So lief der THC von der 37. Min an stets einem Rückstand hinterher - schaffte jedoch wieder den Ausgleich - bis zur 45. Minute, als Zulic mit dem 18:16 die erste Zwei-Tore-Führung gelang. Die Gastgeberinnen erhöhten jetzt noch das Spieltempo und beeindruckten die Gäste vor allem mit Kampfkraft und individuellem Durchsetzungsvermögen. In der 50. Minute zeigte die Anzeigetafel das 20:17, Krim spielte weiter schnell und konzentriert und konnte zwei Strafwürfe herausholen. Die Partie hatte mit dem 21:17 durch Tamara Mavsar die erste entscheidende Wendung genommen. Herbert Müllers beschwörende Worte in der Auszeit konnten keine Wendung bringen.

Die Sloweninnen kontrollierten in den letzten 15 Minuten die Partie, zeigten schnellen Angriffshandball mit starken Rückraumtreffern. In den letzten Minuten gab es lediglich noch Ergebniskosmetik durch Treffer von Josefine Huber und Lydia Jakubisova und Emily Bölk. Herbert Müllers warnende Worte haben sich bestätigt, diese englischen Wochen mit ihren extrem kurzen Regenerationszeiten stellt eine ganz besondere Nagelprobe für sein Team dar. Mit 20:27 mussten die THC-Damen heute die Überlegenheit des slowenischen Meisters anerkennen und haben nach zwei Gruppenspielen noch keinen Punkt auf dem Tabellenkonto. Auch wenn in der Schlussphase das Ergebnis etwas zu hoch ausfiel, war zu sehen, dass dieser Gegner das Potenzial für einen Platz in der Hauptrunde hat.
Roman Knabe
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