eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 07:03 Uhr
24.07.2009

Kunst am Wanderweg

Vor gut einem Monat besichtigte die hessische Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann in Spangenberg (Hessen) einen Teil sehr kunstträchtigen Wanderweges, der im weiteren verlauf auch durch den Kyffhäuserkreis führt. Ob da nicht auch etwas für uns abfärben kann?...

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunen wurde im Jahr 2005 von Künstlern die Stiftung „Ars Natura" gegründet, die entlang der Fernwanderwege „Barbarossaweg" X3 (zwischen Korbach und Kyffhäuserdenkmal) und „Wildbahn" X8 (zwischen Höxter und Bad Brückenau) 13 Teilabschnitte des insgesamt 700 Kilometer langen Kunstwanderwegs gestaltet. Dabei wurden seit dem Jahr 2001 an rund 70 Standorten Skulpturen und Objekte platziert, die den Wanderer mit regionalen Themenschwerpunkten von Natur und Kunst bieten. „Die Vielfalt der Kunstwerke ist beeindruckend. Künstlerische Anlehnungen an ‚Frau Holle? sind genauso zu finden wie Beiträge, welche die Energiegewinnung reflektieren oder Kunstwerke, die das Zusammenwirken von Tier, Mensch und Umwelt beleuchten", hob Staatsministerin Kühne-Hörmann lobend hervor.

Kunst am Wegesrand (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kunst am Wegesrand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Soweit der Vorspann. Nun ist es kein Geheimnis, dass der besagte Barbarossaweg ausgerechnet sogar noch durch unser Künstlerdorf Friedrichsrode führt. Liegt es da nicht nahe, so etwas in Fortführung auch auf unserem Teil des Barbarossaweges zu machen. An einem Rundweg um Friedrichsrode wird es ja in kleinem Stil schon praktiziert. Aber das lässt sich bestimmt noch ausdehnen.

Wer sich schon mal die Mühe gemacht hat, den Barbarossaweg von Friedrichsrode bis zum Kyffhäuserdenkmal zu durchlaufen, wird sicher gemerkt haben. dass es da Wegeabschnitte gibt, die sehr arm an Sehenswürdigkeiten ist, denkt man nur an den Abschnitt zwischen Friedrichsrode und Hainrode. Aber auch der Abschnitt Hainrode bis Straußberg ist nicht gerade der „Bringer“. Man sollte sich also mal zusammensetzten, um ernsthaft zu prüfen, ob das nicht auch eine Option für unsere Gegend ist.

Wobei es nicht nur der Barbarossaweg sein muss. Es gibt leider eine ganze Reihe Wanderwege, wie die, gelinde gesagt, sehr sehenswürdig arm sind, bzw. die wenigen Höhepunkte nicht richtig herausgestellt werden. Es ist zwar schön durch unserer großen und schönen Buchenwälder zu laufen, wer aber z. B. auf dem Windleiteweg zwischen Bendeleben und Heringen nur das bisschen Schersen gesehen hat, der will bestimmt nach zig Kilometern kaum noch Buchen sehen.

Über die Aktionen von Roland Fuhrmann (Bildergalerie zeigt einige seiner Arbeiten), der schon mal in privater Initiative an einigen Wegen, u.a. am Heringerweg (Stockhausen - Heringen durch das Hammatal) einige Skulpturen platziert hatte (leider auch teilweise wieder geklaut), hatten wir schon berichtet. Wanderer haben nun gern mal ein Ziel wohin sie wandern wollen und das Gefühl haben, ah jetzt habe ich den Grund der Wanderung erreicht. Nur jemanden einen Rundweg durch den Wald zubieten ist einfach zu wenig in der heutigen Zeit! Auch deutsche Wanderer wollen unterwegs etwas zu fotografieren haben, nicht nur Japaner. Und wenn der Wanderer zu Hause dann erzählt, Mensch in Sondershausen habe ich am Wanderweg xyz vielleicht bizarre Skulpturen gesehen, bleibt mehr hängen, als wenn er berichtet, oh da gab es aber viele Buchen zu sehen.

Ob und wie man unsere Wanderwege interessanter macht, sollte man mal diskutieren. Und gerade die Wanderfreunde sollten sich mal äußern. Vielleicht habe ich bisher nur die falschen Wanderwege in der Region bewandert. Sicher ist leider auch, dass es in der Zeit knapper Finanzen nicht einfach ist, so etwas zu realisieren. Vielleicht hilft auch das Gewerbe? Die Firma sdf präsentiert ihnen den Künstler rtzu. Mal laut über die Thematik nachzudenken, sollte sicher nicht verkehrt sein. Man muss das hessische Beispiel nicht 1:1 kopieren, aber über ähnliches nachdenken, sollte man mal überlegen.
Karl-Heinz Herrmann

Fotos Galerie: Roland Fuhrmann
Kunst am Wegesrand (Foto: Roland Fuhrmann)
Kunst am Wegesrand (Foto: Roland Fuhrmann)
Kunst am Wegesrand (Foto: Roland Fuhrmann)
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)