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Sa, 13:25 Uhr
13.03.2010

Per SMS ist schlechter Stil

Schon zu Beginn des CDU-Kreisparteitages gab es einen Paukenschlag. Jede Menge Wirbel gab es um den Mandatswechsel von Gerold Wucherpfennig und sogar die Mandatsniederlegung wurde gefordert...


Das Präsidium für die Veranstaltung hatte noch nicht mal die Plätze eingenommen, da ging Landrat Peter Hengstermann in dem eigentlich nur als Eröffnung vorgesehenen Teil frontal gegen Gerold Wucherpfennig los.

Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Hengstermann (Bild oben bei seiner Rede) sagte vor dem Kreisparteitag, ich möchte mich entschuldigen, dass ich mich bisher so für Gerold Wucherpfennig eingesetzt hatte. Es kann nicht sein, dass er sich einfach ein „neues Volk“ sucht und ins Eichsfeld geht. Das gehört sich einfach nicht. Ich fordere ihn auf, sein Landtagsmandat zurückzugeben. "Ich freue mich aber auf Manfred Scherer (Bild unten) als neuen Mandatsträger für den westlichen Kyffhäuserkreis."

Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Hintergrund:
Als Ex-Ministerpräsident Dieter Althaus sein Landtagsmandat niederlegte, übernahm Gerold Wucherpfennig auf Bitte der CDU Eichsfeldkreis das Landtagsmandat für den Eichsfeldkreis. Wucherpfennig hatte sich als Nachfolger für Günter Grüner im Westteil des Kyffhäuserkreis um das Landtagsmandat beworben, und konnte sich als Direktkandidat recht klar durchsetzen.

Vor allem wird Wucherpfennig besonders hart angekreidet, dass er sich offensichtlich vorher mit den CDU-Politikern des Kyffhäuserkreises nicht mal beraten hat. Selbst Thüringens Parteichefin Christine Lieberknecht sagte heute vor dem CDU Kreisparteitag, sie habe nur aus einer SMS erfahren, als der Mandatswechsel schon bekannt gegeben worden war. Da heute nicht alle Beteiligten anwesend seien (Scherer war da, Wucherpfennig nicht), müsse dass in Erfurt in einer gemeinsamen Runde ausgewertet werden, auch wenn der Wechsel nicht mehr aus der Welt zu schaffen sei.

Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Einzig Günter Grüner brach eine Lanze für Gerold Wucherpfennig. Er erinnerte daran, dass Wucherpfennig mit seinem Wahlkampf maßgeblich dazu beigetragen habe, dass die CDU im Kyffhäuserkreis ein gutes Ergebnis eingefahren habe. Ohne ihn (Wucherpfennig) hätten wir nie das Direktmandat für den Kyffhäuserkreis gewonnen, so Günter Grüner.

Unabhängig davon sagte Günter Grüner aber auch, dass mit Manfred Scherer ein geeigneter Nachfolger für Gerold Wucherpfennig da ist. Grüner sagte sogar, Scherer sei der noch bessere Mann. Zur Erinnerung, Manfred Scherer war im alten Kabinett Thüringens der Innenminister gewesen.

Trotz der Entlastung durch Günter Grüner war man sich doch einig, dass war ganz schlechter politischer Stil. Selbst in den Nachbarkreisen hatte man sich gefragt, was in den da bei der CDU Thüringen los, wie Christine Lieberknecht vor dem Kreisparteitag ausführte.

Auch wenn heute keiner das Wort in den Mund nahm, aber Vertreter anderer Parteien hatten diesen Mandatswechsel als Betrug am Wähler bezeichnet.
Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mandatswechsel Wucherpfennig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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