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Do, 07:05 Uhr
19.08.2010

Vor dem ersten Spatenstich

Mit dem ersten Spatenstich am Lohberg 11 beginnt nächste Woche die heiße Phase des Baus des Gästehauses für die Landesmusikakademie in Sondershausen. Der Geschäftsführer der "Wippertal" Wohnungsbau- und Grundstücksgesellschaft mbH, Eckhard Wehmeier, gewährt vorab schon mal einen Einblick auf die Entstechungsgeschichte und den vorgesehenen Zeitablauf des Vorhabens...

Nach mehr als einjährigen umfangreichen Vorplanungen und Abstimmungen mit den Fördermittelgebern, der Landesmusikakademie Sondershausen und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten erfolgt am 25. August 2010 der offizielle Baubeginn mit dem symbolischen 1. Spatenstich.

Bauherr ist das städtische Wohnungsbauunternehmen "Wippertal" Wohnungsbau- und Grundstücksgesellschaft mbH, welches Eigentümer des historischen Gebäudes Lohberg 11 ist und sich seit Jahren um eine geeignete Nutzung des Gebäudes bemüht hat.
Die Idee an diesem Ort ein Gästehaus zur Beherbergung von Studierenden und Besuchern der Landesmusikakademie zu errichten entstand im Winter 2008.

Im März 2009 fanden erste Gespräche mit Vertretern der Stadtverwaltung Sondershausen, der Landesmusikakademie sowie der "Wippertal" WBG mbH statt. Die Realisierung des Vorhabens an diesem Ort stellte sich für die Beteiligten als vorteilhaft dar, weil durch die akademienahe Unterbringung der Standort der Landesmusikakademie und damit ein wichtiger kultureller sowie wirtschaftlicher Faktor - die Landesmusikakademie geht von ca. 3.000 bis 5.000 Übernachtungen pro Jahr aus - gefestigt würde. Nicht zuletzt würde die "Wippertal" WBG mbH endlich einen langfristigen Nutzer für das Anwesen haben.

Eine Verwirklichung des Vorhabens konnte als realistisch eingestuft werden, da die Landesmusikakademie als Bildungseinrichtung berechtigt war von Fördermitteln aus dem Bundesförderprogramm Konjunkturpaket II zu profitieren. Diese wurden vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Aussicht gestellt. Nach weiteren Absprachen ergab sich folgende Konstellation: Eine denkmalgerechte Sanierung des Hauses Lohberg 11 sollte die Voraussetzung zum Sitz der Verwaltung sowie des Empfangs der Landesmusikakademie schaffen und ein hinter dem Gebäude liegender Neubau mit etwa 30 Zimmern und Cafeteria die Unterbringung und Versorgung gewährleisten.

Die Beteiligten standen von Beginn an unter Zeitdruck, da Gelder aus dem Konjunkturpaket II bereits im Herbst 2011 abgerechnet werden müssen.
Zur Konkretisierung der Planung wurde im Juli / August 2009 ein Architektenwettbewerb mit 5 teilnehmenden Büros durchgeführt. Als Kostenrahmen wurden zum Umbau des historischen Gebäudes ca. 870.000 Euro und für den Neubau 1,9 Mio. Euro, welche zu 100% aus Konjunkturmitteln bestehen, veranschlagt. Eine fünfköpfige Jury entschied sich am 7. August 2009 nach intensiver Beratung einstimmig für den Entwurf der Sondershäuser Architektur- und Ingenieurgesellschaft AIG, welche daraufhin mit den weiteren Planungsschritten beauftragt wurde.

Zukünftiges Gästehaus Landesmusikakademie Sondershausen (Foto: Dipl.-Ing. Karsten Schmidt , Geschäftsführer der beauftragten  AIG Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH. ) Zukünftiges Gästehaus Landesmusikakademie Sondershausen (Foto: Dipl.-Ing. Karsten Schmidt , Geschäftsführer der beauftragten AIG Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH. )

Aufnahme bereitgestellt von Dipl.-Ing. Karsten Schmidt , Geschäftsführer der beauftragten AIG Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH.

In der Folgezeit gab es zahlreiche Abstimmungen mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Diese musste zum einen ihr Einverständnis zum Bau und zum Baukörper geben und zum anderen Bereitschaft zur Verfügungstellung von stiftungseigenem Grund und Boden zeigen, da das Grundstück der "Wippertal" WBG mbH nicht für die Errichtung des Neubaus ausreichte. Nach gewissen Anpassungen des Bauvorhabens wurde ein Konsens mit der Stiftung erzielt. Ein Erbbaurechtsvertrag zwischen der "Wippertal" WBG mbH und Stiftung wurde am 23. März dieses Jahres beurkundet.

Im Dezember 2009 wurden die zugesagten Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II bewilligt, Gespräche über Fördermittel aus Landesmitteln für den städtebaulichen Denkmalschutz wurden mit dem Landesverwaltungsamt durchgeführt.
Ebenfalls im Dezember 2009 wurde der Bauantrag für die Gesamtmaßnahme gestellt und vom Bauaufsichtsamt des Landkreises im Juli 2010 bewilligt. Die endgültige Planung sieht nunmehr 26 Zweibettzimmer und ein behindertengerechtes Zimmer vor, womit insgesamt 53 Personen untergebracht werden können.

Nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung, in deren Ergebnis überwiegend regionale Firmen Zuschläge erhielten, konnte mit diesen ein verbindlicher Bauzeitenplan abgestimmt werden. Dieser sieht vor, dass der Rohbau vor Weihnachten überdacht sein wird und der Innenausbau durchgeführt werden kann. Ab Spätherbst werden die denkmalgerechten Arbeiten im und am Altbau durchgeführt.
Die Fertigstellung des Gesamtbauvorhabens wird im Sommer 2011 erfolgen.
Eckhard Wehmeier
Geschäftsführer
Autor: khh

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