Mi, 16:40 Uhr
23.02.2011
Infopunkt für Frauenberg
Die Stadt Sondershausen erhielt heute symbolisch einen Scheck in Höhe von 50.000 Euro für Errichtung eines Informationspunktes auf dem Frauenberg. Wie der Aussehen soll, erfahren Sie hier...
Beim blauem Himmel, aber klirrender Kälte (dort oben zieht es immer, zum Glück hatten Vereinsmitglieder an heiße Getränke gedacht) hatten sich neben Landrat Peter Hengstermann (re.) und Bürgermeister Joachim Kreyer weitere Gäste vom Jechaburger Heimat und Geschichtsverein eingefunden, so der Vereinsvorsitzende, Uwe Lüttkopf (li.).
Der Kyffhäuserkreis erhält aus dem Regionalbudget insgesamt 900.00 Euro über eine Laufzeit von drei Jahren. Ziel ist es, wichtige touristische Projekte in der Region anzuschieben. Und eines dieser Objekte ist die Errichtung des Informationspunktes. Der Vorteil bei diesem heutigen Förderbescheid, so Kucksch im Gespräch mit kn, zu den 50.000 Euro muss die Stadt Sondershausen keine Eigenmittel bereitstellen (100 Prozent Förderung).
Um die Aufenthaltsqualität an der archäologischen Ausgrabungsstätte für interessierte Besucher und Wanderer zu verbessern, soll ein überdachter Infopunkt, bestehend aus einem Rastplatz mit Bänken, Überdachungen, Informationstafeln, einem Grillplatz und Papierkörben errichtet werden. Ob das mit den Papierkörben so eine gute Idee ist, bleibt zu bezweifeln. Die Papierkörbe werden durch freilaufende "Untiere" oft umgeworfen und der Müll verteilt sich in der Landschaft, siehe Bericht kn ( Pressearbeit massiv behindert). Bauamtsleiter Manfred Kucksch versicherte aber im Gespräch mit kn, wir werden fast jede Woche nachschauen, das da alles seine Ordnung hat.
Die archäologische Ausgrabungsstätte auf dem Frauenberg bei Sondershausen, ist bereits heute ein wichtiges Ausflugsziel in der Region. Die Errichtung des Geo-Punktes sowie die Ausgrabungen der letzten drei Jahre ziehen v.a. Tagestouristen an. Die Besucherzahlen sind während dieser Zeit nachweislich gewachsen. Beklagt wurde aber von vielen Besuchern, dass man sich vor Ort bisher über die sensationellen Funde nicht informieren konnte, wusste der Ortswegewart Wandern und Radwandern, zu berichten, der bei der Übergabe dabei war.
Bauamtsleiter Manfred Kucksch ließ kn mal einen Blick auf die Zeichnungen werfen. Der Pavillon wird die bisher stehenden Sitzgruppen ablesen, die nicht mehr den Erfordernissen entsprechen. Ältere Leser werden sich vielleicht noch daran erinnern, wo früher mal eine Gaststätte stand. Auf diesen Grundmauern soll dann der Pavillon errichtet werden.
Das Vorhaben ist sowohl mit der Unteren Naturschutzbehörde als auch mit dem Freistaat Thüringen, der Eigentümer des Grundstücks ist, abgestimmt. Die Unterhaltung des Informationspunktes wird durch die Stadt Sondershausen gewährleistet. Da es sich bei den hiesigen archäologischen Ausgrabungen und sensationellen Funden auf dem Frauenberg um den Nachweis eines der wichtigsten Machtzentren Thüringens im beginnenden Mittelalter handelt, unterstützt der Landkreis das Projekt.
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie stuft den Frauenberg in einer vorliegenden Stellungnahme als archäologisch interessanten Platz Nordthüringens ein und unterstützt ausdrücklich die Errichtung eines Informationspunktes an dieser Stelle.
Infopunkt für Frauenberg
Warum der Infopunkt so notwendig ist, verrät Bürgermeister Joachim Kreyer vor der Kamera.
Die eigentlichen Fundstücke sollen später mal als Dauerleihgabe in das Schlossmuseum kommen. Dazu muss aber erst eine entsprechende Ausstellungskonzeption erarbeitet werden. Die Ausstellung wird aber nicht vor 2014 bis 2015 Realität werden, so Kucksch. Dafür kündigte Kucksch an, dass in diesem Jahr die Grabungen auf dem Frauenberg weitergehen sollen. Entsprechende Mittel wurden in den Haushalt eingearbeitet.
Neben dem Possen ist der Frauenberg das wohl am meisten besuchte Wanderziel in Sondershausen. Viel besucht sind allerdings auch das Brückental und besonders das Hammatal schon wegen der Gaststätte "Stille Liebe". Dort "hinten" ruht ein Schatz, den man nicht vergessen sollte, wies der Ortswegewart in der Gesprächsrunde hin. Am Steinbergrundweg und weiteren Wegen in der Windleite) stehen zahlreiche Grenzsteine, die vollkommen zu verwittern drohen (kn berichtete bereits Vergessene Steine). Mit dem Verlust der Grenzszeine geht auch ein Stück Heimatgeschichte verloren.
Hier sollte die Politik Möglichkeiten prüfen, ob im Rahmen des Regionalbudgets nicht auch Mittel freigemacht werden können. Wir müssen unsere Wander- und Radwanderwehe attraktiver machen, denn an vielen Wegen fehlen auch interessanten Informationstafeln. Gerade bei letzteren bietet sich für Firmen, Handel und Gastgewerbe eine gute Möglichkeit beim Aufstellen der Informationstafeln Sponsoring zu betreiben und auch werbemäßig auf sich aufmerksam zu machen.
Autor: khhBeim blauem Himmel, aber klirrender Kälte (dort oben zieht es immer, zum Glück hatten Vereinsmitglieder an heiße Getränke gedacht) hatten sich neben Landrat Peter Hengstermann (re.) und Bürgermeister Joachim Kreyer weitere Gäste vom Jechaburger Heimat und Geschichtsverein eingefunden, so der Vereinsvorsitzende, Uwe Lüttkopf (li.).
Der Kyffhäuserkreis erhält aus dem Regionalbudget insgesamt 900.00 Euro über eine Laufzeit von drei Jahren. Ziel ist es, wichtige touristische Projekte in der Region anzuschieben. Und eines dieser Objekte ist die Errichtung des Informationspunktes. Der Vorteil bei diesem heutigen Förderbescheid, so Kucksch im Gespräch mit kn, zu den 50.000 Euro muss die Stadt Sondershausen keine Eigenmittel bereitstellen (100 Prozent Förderung).
Um die Aufenthaltsqualität an der archäologischen Ausgrabungsstätte für interessierte Besucher und Wanderer zu verbessern, soll ein überdachter Infopunkt, bestehend aus einem Rastplatz mit Bänken, Überdachungen, Informationstafeln, einem Grillplatz und Papierkörben errichtet werden. Ob das mit den Papierkörben so eine gute Idee ist, bleibt zu bezweifeln. Die Papierkörbe werden durch freilaufende "Untiere" oft umgeworfen und der Müll verteilt sich in der Landschaft, siehe Bericht kn ( Pressearbeit massiv behindert). Bauamtsleiter Manfred Kucksch versicherte aber im Gespräch mit kn, wir werden fast jede Woche nachschauen, das da alles seine Ordnung hat.
Die archäologische Ausgrabungsstätte auf dem Frauenberg bei Sondershausen, ist bereits heute ein wichtiges Ausflugsziel in der Region. Die Errichtung des Geo-Punktes sowie die Ausgrabungen der letzten drei Jahre ziehen v.a. Tagestouristen an. Die Besucherzahlen sind während dieser Zeit nachweislich gewachsen. Beklagt wurde aber von vielen Besuchern, dass man sich vor Ort bisher über die sensationellen Funde nicht informieren konnte, wusste der Ortswegewart Wandern und Radwandern, zu berichten, der bei der Übergabe dabei war.
Bauamtsleiter Manfred Kucksch ließ kn mal einen Blick auf die Zeichnungen werfen. Der Pavillon wird die bisher stehenden Sitzgruppen ablesen, die nicht mehr den Erfordernissen entsprechen. Ältere Leser werden sich vielleicht noch daran erinnern, wo früher mal eine Gaststätte stand. Auf diesen Grundmauern soll dann der Pavillon errichtet werden.
Das Vorhaben ist sowohl mit der Unteren Naturschutzbehörde als auch mit dem Freistaat Thüringen, der Eigentümer des Grundstücks ist, abgestimmt. Die Unterhaltung des Informationspunktes wird durch die Stadt Sondershausen gewährleistet. Da es sich bei den hiesigen archäologischen Ausgrabungen und sensationellen Funden auf dem Frauenberg um den Nachweis eines der wichtigsten Machtzentren Thüringens im beginnenden Mittelalter handelt, unterstützt der Landkreis das Projekt.
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie stuft den Frauenberg in einer vorliegenden Stellungnahme als archäologisch interessanten Platz Nordthüringens ein und unterstützt ausdrücklich die Errichtung eines Informationspunktes an dieser Stelle.
Infopunkt für Frauenberg
Warum der Infopunkt so notwendig ist, verrät Bürgermeister Joachim Kreyer vor der Kamera.
Die eigentlichen Fundstücke sollen später mal als Dauerleihgabe in das Schlossmuseum kommen. Dazu muss aber erst eine entsprechende Ausstellungskonzeption erarbeitet werden. Die Ausstellung wird aber nicht vor 2014 bis 2015 Realität werden, so Kucksch. Dafür kündigte Kucksch an, dass in diesem Jahr die Grabungen auf dem Frauenberg weitergehen sollen. Entsprechende Mittel wurden in den Haushalt eingearbeitet.
Neben dem Possen ist der Frauenberg das wohl am meisten besuchte Wanderziel in Sondershausen. Viel besucht sind allerdings auch das Brückental und besonders das Hammatal schon wegen der Gaststätte "Stille Liebe". Dort "hinten" ruht ein Schatz, den man nicht vergessen sollte, wies der Ortswegewart in der Gesprächsrunde hin. Am Steinbergrundweg und weiteren Wegen in der Windleite) stehen zahlreiche Grenzsteine, die vollkommen zu verwittern drohen (kn berichtete bereits Vergessene Steine). Mit dem Verlust der Grenzszeine geht auch ein Stück Heimatgeschichte verloren.
Hier sollte die Politik Möglichkeiten prüfen, ob im Rahmen des Regionalbudgets nicht auch Mittel freigemacht werden können. Wir müssen unsere Wander- und Radwanderwehe attraktiver machen, denn an vielen Wegen fehlen auch interessanten Informationstafeln. Gerade bei letzteren bietet sich für Firmen, Handel und Gastgewerbe eine gute Möglichkeit beim Aufstellen der Informationstafeln Sponsoring zu betreiben und auch werbemäßig auf sich aufmerksam zu machen.










