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Do, 18:35 Uhr
19.05.2011

Vom Mauerhandwerker zum Unternehmer

Seit längerem stellt unser Leser Hans-Jürgen Schmidt Unternehmen aus dem Kyffhäuserkreis vor. Dieses Mal war er in einer Baufirma...

Kommt man in das Haus von Michael Haß in der Schraderstraße 103 fällt auf, dass hier ein profilierter Handwerker gestaltet hat. Mit seiner Hände Arbeit hat er viel geschaffen und dies nicht nur im Bereich seines häuslichen Domizils. Nach etlichen Arbeitsstellen in der Fremde war er das Reisen leid.

Eines Tages fasst er sich Mut. Die Sehnsucht nach der Heimat und vertrauend auf die eigenen Fähigkeiten gründete er eine Firma mit dem Firmenlogo "Garten und Landschaftsbau M. Haß". Das war im Mai 1998. Jetzt galt es Kunden zu werben, einen Maschinenpark aufzubauen und sich mit der nötigen Computertechnik vertraut zu machen. Schulden oder Kreditaufnahme sind für ihn tabu. Er schafft nur neue Technik an, wenn der Gewinn der Firma es zu lässt. So wurden im letzten Jahr ein Minibagger und ein Transporter gekauft.

Vom Mauerhandwerker zum Unternehmer (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Michael Haß, der Chef der Firma, bei einer Arbeitsunterweisung (im Bild links)

Auf dem Programm der Firma steht die komplette Gestaltung von Außenanlagen, der Weg -und Zaunbau, die Pflaster- und Fliesenlegerarbeiten und der Hecken - und Grasschnitt, um Einiges zu nennen. Sein erster Kunde war Dr. Förster (Gynäkologe aus Sondershausen). Sein Auftragslage ist zur Zeit als gut zu bezeichnen, so dass die 9 Angestellten mit einem regelmäßige Lohn rechnen können. Leiharbeiter gibt es in der Firma nicht. Alle haben eine festeingestellten Vertrag. "Mit 5,- pro Stunde kann kein Mensch anständig leben", ist sein Credo, deshalb ist die Entlohnung der Arbeit angemessen. Selbst über 50-jährige sind bei der Firma unter Vertrag.

Rolf Meyer aus Toba konnte sich als 58-jähriger über einen Festanstellung freuen, da er sich während der Praktikantenzeit bewährt hatte. Die Firma ist bis September mit Aufträgen ausgelastet. Pflegeverträge mit der WBG "Fortschritt" der Sparkasse in Sonderhausen, Ebeleben und Greußen und viele Privatkunden, um Einiges zu nennen, garantieren einen arbeitsreichen Arbeitstag für alle Mitarbeiter. Die Aufträge beziehen sich nicht nur auf den Kyffhäuserkreis. Pflegeverträge in Nordhausen sind ein Beweis dafür. Das neuste Objekt ist die Gestaltung der Außenanlagen im Kindergarten in Hohenebra. Den "Bürokram" erledigt er gemeinsam mit seiner Frau. "Eine Sekretärin ist zu teuer", ist seine Meinung. Den Lohn für eine Sekretärin steckt er lieber in die Firma.

Als Sponsor ist die Firma in Kindergärten aktiv. Mit seinen 52 Jahren kann man Haß nur für sein Engagement gratulieren. Man sieht, Eigeninitiative lohnt sich. Wer etwa über Referenzen erfahren will, kann sich unter www.m-hass.de ein klicken.
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schmidt

Bildunterschriften:
Bild (li:) - Das Firmenlogo an einem Transporter
Bild (mit) - Rolf Meyer, 58 Jahre, aus Toba beim Wegebau
Bild (re) - Steffen Kühn, 45 Jahre, aus Niederspier bei Transportarbeiten
Vom Mauerhandwerker zum Unternehmer (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Vom Mauerhandwerker zum Unternehmer (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
Vom Mauerhandwerker zum Unternehmer (Foto: Hans-Jürgen Schmidt)
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