Sa, 17:11 Uhr
18.06.2011
Übergabe der Sammlung Heidenheimiana
Am Nachmittag erfolgte in kleinem Kreis mit Vertretern der Medien die Übergabe der Sammlung Heidenheimiana in das Sondershäuser Schlossmuseum. Bei der Übergabe dabei Ihre kn...
Im Jahre 2006, anlässlich des 100. Todestages des Sondershäuser Rabbiners und Lehrers Prof. Philipp Heidenheim (1814-1906), der mehrere Jahrzehnte hindurch die jüdischen Gemeinden beider schwarzburgischer Landesteile betreute und in ihrem Streben nach Integration und Emanzipation lenkte und förderte, ehrte die Stadt Sondershausen den verdienstvollen Bürger mit der Herausgabe einer zweibändigen Festschrift zur Geschichte der Juden in Schwarzburg.
Übergabe der Sammlung Heidenheimiana (Foto: Schlossmuseum Sondershausen)
Aus diesem Projekt erwuchs der Gedanke, das umfangreiche und vielfältige Material aus dem Nachlass der Familie Heidenheim in einem zentralen Archiv zu sammeln. Bereits einige Jahre zuvor hatten ausgewählte Dokumente und fotografische Zeugnisse für den Dokumentarfilm "Die Soldaten mit dem halben Stern" Verwendung gefunden.
Der jüngste Urenkel von Prof. Philipp Heidenheim, Till Heidenheim (Lübeck) war bei der Übergabe der Sammlung dabei, hier mit der 1. Beigeordnenten des Sondershäuser Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) im Schlossmuseum.
Im April 2007 trafen sich Mitarbeiter des Buchprojektes und ein Nachfahre des Rabbiners zu einer Beratung im Schlossmuseum Sondershausen und beschlossen die Einrichtung eines Heidenheim-Familienarchivs als dauerhafte Institution. Nach über vierjähriger Arbeit wird nun am 18. Juni 2011 dieses Archiv, das den Charakter einer Sammlung hat und daher auch den Namen "Sammlung Heidenheimiana Sondershausen" trägt, dem Schlossmuseum Sondershausen - und somit der Öffentlichkeit - zur Nutzung übergeben.
Zur Sammlung sagte Dr. Jürgen Nitsche (Foto), Chemnitz, als Bearbeiter des Archivs, es ist erst der Anfang gemacht. In die Sammlung sind auch Teile einer Sammlung von Thomas Bier eingeflossen. Die Sammlung zusammenzustellen war nicht einfach, so Dr. Nitsche, da die Verwandten sehr verstreut leben. Die Liste der Exponat, auch Findhilfsmittel genannt, ist sehr umfangreich.
Die im Archiv zusammengetragenen Fotos, Briefe, Tagebücher und sonstigen Erinnerungsstücke der Familie sind von mehr als nur persönlichem Interesse; sie dokumentieren am Beispiel von Einzelschicksalen politische und soziale Entwicklungslinien deutsch-jüdischer Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Vier der Originalbriefe sind in der Sammlung enthalten, siehe auch Bildergalerie. Viele der zusammengetragenen Fotos dokumentieren auch die Geschichte der Stadt Sondershausen.
Museumsleiterin Christa Hirschler, Till Heidenheim (Lübeck) und die Mitarbeiterin des Schlossmuseums Bettina Bärninghausen, die das Projekt leitend bearbeitet.
Zum Abschluss lud Kraffzick die Anwesenden zur Eröffnung der Sonderausstellung "Musik und Architektur. Franz Liszt und Carl Scheppig in Sondershausen" die um 18.00 Uhr im Schlossmuseum stattfinden wird.
Autor: khhIm Jahre 2006, anlässlich des 100. Todestages des Sondershäuser Rabbiners und Lehrers Prof. Philipp Heidenheim (1814-1906), der mehrere Jahrzehnte hindurch die jüdischen Gemeinden beider schwarzburgischer Landesteile betreute und in ihrem Streben nach Integration und Emanzipation lenkte und förderte, ehrte die Stadt Sondershausen den verdienstvollen Bürger mit der Herausgabe einer zweibändigen Festschrift zur Geschichte der Juden in Schwarzburg.
Übergabe der Sammlung Heidenheimiana (Foto: Schlossmuseum Sondershausen)
Aus diesem Projekt erwuchs der Gedanke, das umfangreiche und vielfältige Material aus dem Nachlass der Familie Heidenheim in einem zentralen Archiv zu sammeln. Bereits einige Jahre zuvor hatten ausgewählte Dokumente und fotografische Zeugnisse für den Dokumentarfilm "Die Soldaten mit dem halben Stern" Verwendung gefunden.Der jüngste Urenkel von Prof. Philipp Heidenheim, Till Heidenheim (Lübeck) war bei der Übergabe der Sammlung dabei, hier mit der 1. Beigeordnenten des Sondershäuser Bürgermeisters, Cornelia Kraffzick (SPD) im Schlossmuseum.
Im April 2007 trafen sich Mitarbeiter des Buchprojektes und ein Nachfahre des Rabbiners zu einer Beratung im Schlossmuseum Sondershausen und beschlossen die Einrichtung eines Heidenheim-Familienarchivs als dauerhafte Institution. Nach über vierjähriger Arbeit wird nun am 18. Juni 2011 dieses Archiv, das den Charakter einer Sammlung hat und daher auch den Namen "Sammlung Heidenheimiana Sondershausen" trägt, dem Schlossmuseum Sondershausen - und somit der Öffentlichkeit - zur Nutzung übergeben.
Zur Sammlung sagte Dr. Jürgen Nitsche (Foto), Chemnitz, als Bearbeiter des Archivs, es ist erst der Anfang gemacht. In die Sammlung sind auch Teile einer Sammlung von Thomas Bier eingeflossen. Die Sammlung zusammenzustellen war nicht einfach, so Dr. Nitsche, da die Verwandten sehr verstreut leben. Die Liste der Exponat, auch Findhilfsmittel genannt, ist sehr umfangreich.
Die im Archiv zusammengetragenen Fotos, Briefe, Tagebücher und sonstigen Erinnerungsstücke der Familie sind von mehr als nur persönlichem Interesse; sie dokumentieren am Beispiel von Einzelschicksalen politische und soziale Entwicklungslinien deutsch-jüdischer Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte. Vier der Originalbriefe sind in der Sammlung enthalten, siehe auch Bildergalerie. Viele der zusammengetragenen Fotos dokumentieren auch die Geschichte der Stadt Sondershausen.
Museumsleiterin Christa Hirschler, Till Heidenheim (Lübeck) und die Mitarbeiterin des Schlossmuseums Bettina Bärninghausen, die das Projekt leitend bearbeitet.
Zum Abschluss lud Kraffzick die Anwesenden zur Eröffnung der Sonderausstellung "Musik und Architektur. Franz Liszt und Carl Scheppig in Sondershausen" die um 18.00 Uhr im Schlossmuseum stattfinden wird.













