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Di, 10:30 Uhr
19.07.2011

Die reinste Katastrophe

Auch nnz/kn hat die Pressemeldung des Thüringer Verkehrsministeriums gestern veröffentlicht, keine Frage: Radelnder Erfolg. Schaut man aber genauer hin dann offenbart sich eine mittlere Katastrophe...

Im Mai diesen Jahres hatte das Verkehrsministerium bereits den Radroutenplaner aktualisiert, kn berichtete unter Mängel nicht beseitigt. Dabei hatte man versäumt, die schon beim Start im vorigen Jahr aufgezeigten Mängel für das Gebiet um Sondershausen zu beseitigen.

Der Radtourenplaner wurde jetzt sogar um einige sehr sinnvolle Funktionen ergänzt. In den Optionen kann man jetzt wählen zwischen,
- wie werden Steigungen berücksichtigt
- Fahrradnetz berücksichtigen
- Themenrouten bevorzugen
- kürzeste Route über alle Straßen und Wege

Routenplaner (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Routenplaner (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit der Routensuche wurde wieder die Tour Sondershausen - Ebeleben ausgewählt, mit der Option Fahrradnetz berücksichtigen. Heraus kam die gleiche Route, wie sie bei den Vorgängerversionen schon heftig kritisiert wurde. Nicht eine Strecke davon ist ein ausgewiesener Radweg!
Viele kennen auf dem Possen die Kastanienallee vom Jagdschloss Richtung Oberspier. Ab Waldkante geht es auf einem mehr als holprigen Weg (Pflaumenallee) nach Oberspier runter. Wer es nicht kennt, hier das Video dazu. Diesen Weg als Radweg zu bezeichnen nannte eine bekannte Persönlichkeit der Stadt als irrsinnig.


"Radweg nach Oberspier"


Und Visionen hatte man im Verkehrsministerium auch. In der oben angezeigten Route ist zwischen Oberspier und Ebeleben schon die Route des zukünftigen Werra-Unstrut-Radweges eingezeichnet. Die Krux an der Geschichte, der Weg muss ja erst bis 2013 gebaut werden. Solange kann man ja z.B. zwischen Thalebra und Gundersleben auf einem holprigen Grasweg fahren! Ist aber auch vielleicht bald eine Erlebnistour, wann man bald über die Baustelle Werra-Unstrut-Radweg fahren kann. Na dan Bravo.

Routenplaner (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Routenplaner (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Gibt man gar bei der Routensuche Großfurra - Ebeleben an, wird man auf Wegen durch den Wald geleitet die mit Ach und Krach als Wanderwege durchgehen. Wer sich auskennt, es geht von Großfurra über den Saubornweg auf dem Großfurra-Rundweg (oberhalb des Schützenhauses) durch den Wald bis zum Rittweg! Im Bereich oberhalb des Schützenhauses bleibt das Laub oft knietief liegen und dann das Fahrrad teils steil bergan schieben. Viel Spaß ist garantiert, wenn gar Familien unterwegs sind. Und man beachte, als Option wurde „Fahrradnetz berücksichtigen“ gewählt. Nicht eine der angezeigten Teilstrecken ist ein Fahrradweg!

Rundheraus gesagt, der Radroutenplaner ist zwar ein tolles Instrument an sich, aber offensichtlich wurden hier Strecken in ein Planer eingepflegt, die nichts, aber auch gar nichts mit Radwegen zu tun haben. Wer den Radroutenplaner im Bereich von Sondershausen benutzt muss darauf gefasst sein, auf Wegen zu landen, die ihn mehr in den "Dschungel" führen, als auf einen Radweg!

Das schlimmste daran ist aber, seit einem Jahr warnt kn, dass hier eine Vielzahl von Wegen ins System eingepflegt wurde, die der Tourismusregion Sondershausen schaden werden, wenn man die Routen benutzt. Und keinen der Verantwortlichen stört es, bis hinauf ins Verkehrsministerium, denn die wurden auf die schweren Mängel aufmerksam gemacht.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich wenigstens bis zum Thüringentag einiges ändern wird. Es wären fatal, wenn bei der Abfahrt einige Besucher den Radtourenplaner benutzen!

Sie wollen selbst mal eine "Horrorroute ausprobieren? Hier können Sie üben:Thüringens Radtourenplaner


Ergänzung vom 20.07.2011
Lesen Sie auch: Das ist kein Spaß mehr!, da sind noch gröbere Mängel aufgeführt!
Autor: khh

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