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Do, 15:21 Uhr
04.08.2011

Letzter Strohhalm?

Es ist schon widersinnig, für die Sanierung der Oberkirche fehlt das Geld, aber auch der eventuell geplante Abriss ist nicht für einen „Appel undn Ei“ zu haben. Heute gab der Bürgermeister von Bad Frankenhausen die Ergebnisse eines gestrigen Gespräches bekannt...

Im Rahmen einer Veranstaltung zum Tourismusmarketing in Nordthüringen informierte Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) auch über den Stand der Rettung des größten schiefen Turms der Welt.


Ballrennen am Schiefen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ballrennen am Schiefen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Landesverwaltungsamt Thüringen in Weimar gab es gestern ein Treffen des Bürgermeisters mit Vertretern des Landesverwaltungsamtes und des Bauministeriums Thüringens. Mit kurzen Worten zusammengefasst, sagte der Bürgermeister, die Zahl der Strohhalme, an die man sich klammern kann wird immer geringer. Im Prinzip sei es eigentlich nur noch einer.

Strejc wollte in Weimar die Aussichten ausloten, einen Aufstockungsantrag an Fördermitteln für die Oberkirche in Höhe von 900.000 Euro durchzubringen. Dort winkte man allerdings müde ab und sagte, keine Chance. Die Städtebauförderung wird auf sieben Millionen Euro für ganz Thüringen (rund 150 Kommunen) runtergefahren und dann will Bad Frankenhausen davon fast eine Million für ein einziges Objekt haben? Der Zahn wurde dem Bürgermeister gezogen.

Auch die Chance übers Wirtschaftsministerium Fördermittel aus dem Tourismus-Topf zubekommen sind gering. Dort gibt es erst etwas, wenn der im Prinzip saniert ist (Unterstützung Marketing usw.). Damit tickt die Uhr der Gnadenfrist weiter. Bis 1. September muss feststehen, ob die Stadt Bad Frankenhausen den Turm übernehmen will. Wird das abgelehnt, werden das Landeskirchenamt und das Landratsamt Kyffhäuserkreis den Abriss einleiten.


Aber und das wird einige Kritiker des Ganzen bisher erstaunen, auch der Abriss wird ca. 200.000 bis 300.000 Euro kosten! Diese Zahlen deutete Strejc in der heutigen Information an. So soll zum Beispiel die Turmhaube abgetragen und in zwei Scheiben auf dem Gelände abgelegt werden. Damit solle ein möglicher Neuaufbau ermöglicht werden. Ist aber der Kirchturm erst mal abgetragen, so Strejc, glaube er nicht mehr an einen Neuaufbau.

Der Strohhalm, den Strejc erwähnte, sei die Übernahme durch die Stadt mit der Option noch in diesem Jahr 100.000 Euro für nächste Sicherungsaufgaben rein zu stecken (die aus Spendenmitteln ja fast vorhanden sind), um dann Zeit für weitere Sanierungsmaßnahmen. zu haben. Strejc sagte aber auch, die Stadt übernimmt nicht den Turm, um ihn dann abzureißen.

Dass sich der Oberkirchturm zum Tourismusobjekt wandelt, bestätigte Strejc allerdings. Es sei immer öfter zu beobachten, dass Touristen zum Fotostopp an den Turm kommen. Der Turm hat nun mal die Region bekannt gemacht. Auf Anfrage teile Strejc mit, dass es bei dem jetzigen Stand keine weiteren Benefizaktionen geben wird. Das Spendenvolumen der Region sei schon kräftig augereizt.
Autor: khh

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