Neues aus Sondershausen

Daumen hoch für eine Sonnenmarkise im Förderzentrum

Montag, 19. Juni 2017, 13:36 Uhr
In der Schulvorbereitenden Einrichtung Sondershausen in der Talstraße war heute die Aufregung groß. Handwerker hatten sich angesagt. Was da los war und warum es trotzdem Probleme gibt, hier erfahren Sie es...

Erinnern Sie sich noch? Am 25.8.2016 berichtete kn, dass es für das Förderzentrum Sondershausen zwei Spendenschecks gab (Bei zwei Spendenprojekten beworben).

Man hatte sich bei IKEA um eine Spende bemüht und war erfolgreich:
Gefördert werden von IKEA soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie Einrichtungen, die z.B. für ältere Menschen und Behinderte tätig sind. Dafür werden jährlich von IKEA 20.000 Euro und von der BLG Handelslogistik GmbH & Co. KG in Erfurt 5.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Daumen hoch für eine Sonnenmarkise im Förderzentrum (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Von dem Spendengeld, 1.950 Euro holte man sich ein Angebot bei der Firma "Heim und Haus" ein und wurde ein zweites mal überrascht, denn die Firma liefert nicht nur die Markise, sondern bor an, die Markise auch für das Förderzentrum kostenlos zu installieren und in der ersten zeit zu warten. Heute am Vormittag waren zwei Mitarbeiter der Firma aus Mühlhausen da und installierten die Markise. Der Dank von Babett Kramer ging an beide Unternehmen und deshalb der Daumen hoch.

Jetzt werden nicht nur die Fenster der Vorschulkindereinrichtung beschattet, sondern später wandert der Schatten noch ein Stück und überschattet auch noch die Sandkiste. In dem hinteren teil der Sandgrube wollte kaum noch jemand Spielen, weil dort nie Schatten hinkam.

Das dumme an der Sache, wegen eines Beschlusses, die Vorschulkindereinrichtung aufzulösen, kann man die Markise nur noch bis Freitag nutzen, dann ist Schluss. Nun, die Investition ist nicht umsonst, denn ab neuem Schuljahr können es die Schülerinnen und Schüler der Förderschule den Nutzen der Markise nutzen.

Schulvorbereitende Einrichtung Sondershausen, SVE zum Spielen und Lernen mit allen Sinnen.

Laut Ministerium in Erfurt bestünde für die Einrichtung kein Bedarf mehr. Im Rahmen der Inklusion müssen alle Kinder in den normalen Kindertagesstätten betreut werden, so der Beschluss. Auch vom Landratsamt so Babett Kramer im Gespräch mit kn gab es keine Unterstützung für die Einrichtung. Ein Schreiben an die Landrätin Antje Hochwind sei nie beantwortet worden.

Die Einrichtung bestand seit 1991 und seit 2003 hatte alle Frau Kramer 76 Kinder intensiv betreut und für die Schule vorbereitet.
Aus Gesprächen mit Eltern weiß Frau Kramer, dass viele Eltern diese Entscheidung bedauern den es wollten sich noch weitere Eltern für die Einrichtung dieser Vorschulerziehung anmelden.

Aus einem Flyer erhielt kn diese Informationen, was das SVE alles anbot:
Flyer

Auch für die Kindertagesstätten ist diese Regelung nicht einfach, denn jetzt müssen Kinder betreut werden, so Kramer, die eines erhöhten Förderbedarfs und Betreuungsaufwandes bedürfen.
Ob dafür mehr Betreuungskräfte in die Kitas kommen? Das muss man wohl bezweifeln.
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