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Fr, 14:29 Uhr
09.09.2011

Ende der Kannibalisierung gefordert

Die Investitionen in die Bundesfernstraßen sollen laut Bundesverkehrsministerium auch 2012 mit fünf Milliarden Euro auf niedrigem Niveau bleiben. Ab 2013 sollen sie sogar auf 4,8 Milliarden pro Jahr sinken. Und das, obwohl die Autofahrerabgaben rund 53 Milliarden Euro jährlich in den Bundeshaushalt spülen...


Nach Ansicht des ADAC handelt der Bund verantwortungslos, wenn er die Mittel für wichtige Fernstraßen immer weiter reduziert. Die Folgen bekommen vor allem die Autofahrer zu spüren, die tagtäglich im Stau stehen und unter Schlaglochpisten leiden müssen. Kaputte Straßen gefährden nicht nur zunehmend die Verkehrssicherheit, sondern auch den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Die streckenbezogene Lkw-Maut führt trotz stetig steigender Einnahmen zu keiner Erhöhung der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Denn: Die aus der Maut erzielten Einnahmen werden in gleicher Höhe aus dem Haushalt gestrichen – ein Nullsummenspiel. Der Automobilclub fordert, diese Kannibalisierung der Mittel sofort zu beenden.

Etikettenschwindel wird laut ADAC auch an anderer Stelle betrieben: Von den 4,5 Milliarden Euro an Lkw-Maut-Einnahmen werden mindestens 700 Millionen Euro für Erhebungskosten fällig. Diese Summe entspricht in etwa 70 km Autobahnausbau, wie beispielsweise auf der staubelasteten A3 zwischen Würzburg und Erlangen. Steuermittel hingegen fließen praktisch ohne Erhebungskosten.

Die von Verkehrsminister Peter Ramsauer auch heute wieder ins Spiel gebrachte Pkw-Maut würde die deutschen Autofahrer weiter zusätzlich belasten und hätte durch Verkehrsverlagerungen eine spürbare Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit zur Folge.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
09.09.2011, 16:42 Uhr
überlegte Verkehrsvermeidung statt neue Straßen
Da gibt es doch die berühmten drei Affen ("nichts hören, nichts sehen, nichts sagen"), die zum Synonym für so viele verantwortliche und nichtverantwortliche Zeitgenossen stehen können, was sich am Verkehrsproblem so wunderbar beschreiben lässt. Auch dass der Hund immer noch mit dem Schwanz wackelt, statt umgekehrt ist eine geeignetes Sprachbild für das Nichtsehen- und Handelnwollen in der Straßenverkehrsplanung.

Denn einerseits werden die Politiker nicht müde, ein nachhaltiges Wirtschaften zwecks Ressourcenschonung für künftige Generationen einzufordern, nur eigentümlicherweise bei der Verkehrswegeplanung nicht.

Die ganzen hier beschriebenen Probleme, auch die Tränen über die Verschiebung des B4-Ausbaus resultieren doch daraus,dass man nach wie vor auf eine ungebremste und ungedeckelte Zunahme des Verkehrs setzt, statt auf intelligente Verkehrsvermeidungssysteme. An anderer Stelle nannte ich mal einige Beispiele für geradezu hirnrissige, also vermeidbare Transporte, von denen es Zigtausende gibt. Mein Lieblingsbeispiel sind chilenische Äpfel und Kiwi aus Neuseeland!

Die abertausenden LKW die diese sinnlosen Transporte fahren verursachen geradezu sinnlose Emmissionen, brauchen immer mehr Autohöfe und natürlich Straßen. Es ist verständlich, dass die Leute dann, genervt vom Lärm, Ortsumgehungen und noch mehr Straßen gegen die Megastaus fordern. Wäre es aber aber nicht viel sinnvoller, schon aus Gründen des Geld- und des so dringenden Ressourcensparens, von der Politik zu fordern, diesen unzähligen sinnlosen Transporten endlich einen Riegel vorzuschieben? Warum wird immer nur das Nächstliegende gefordert, statt Probleme an der Wurzel zu packen?

Folgende Kette käme mit intelligenten Lösungen in Gang: weniger sinnlose Transporte-weniger Kosten-weniger notwendiger Straßenbau-weniger Belastung der Bürger und Ressourcenschonung. Das ist Nachhaltigeit!

Schauen Sie sich doch die deutsche Straßenkarte mal an, z.B. das Ruhrgebiet: Wo sollen denn bald noch neue Straßen hin? Es ist doch stellenweise schon alles zugebaut. Es ist doch längst und unzählige Male bewiesen, dass ein Immer weiter so nichts aber auch gar nichts zur Lösung der vielen globalen und regionalen Probleme beiträgt, wenn man nur ein wenig längerfristig denkt.

Aber um derartige Nachhaltigkeits-Prozesse in Gang zu setzen braucht es zweierlei: mündige, weitblickende Bürger, die ja auch Wähler sind und mutige Politiker, die sich nicht immer nur wie ein Blatt im Wind von kurzfristigen Interessenvertretern umherpusten lassen.

Wir brauchen einen intelligenten statt einen dummen Kapitalismus, einen solchen, der nicht nur an seine jetzigen, sondern an die Sicherung seiner langfristigen Profite denkt. Denn was nützt es ihm denn, wenn er jetzt alles verpulvert, wenn er schon bald Und teilweise heute schon) kaum noch etwas hat, was er verarbeiten kann? - Mit allen dramatischen Folgen für die Gesellschaft?

Möglicherweise ist der Unwillen des Bundes, immer weiter auf Straßenneubau zu setzen vielleicht doch eine Folge des Umdenkens? Schön wäre es. Kaum jemand stellt hier vielleicht einen Zusammenhang her zwischen den Schlammlawinen von Riestedt und dem Sandsturminferno von Meck-Pomm, bei dem im Frühjahr ich glaube acht Autofahrer getötet wurden. Erwiesen ist, dass Extremwetterereignisse im Zuge des Klimawandels zunehmen.

Solche Ereignisse wie in Riestedt und Meck.-Pomm hatten wir früher nicht. Also brauchen wir Emmissionsverminderung, also u.a. weniger Verkehr statt mehr. Das wäre ein Handeln im Sinne der zunehmenden Opferzahlen infolge von Wetterkapriolen weltweit.

"Global denken, lokal handeln" - anders können wir unsere Probleme und jene der gesamten Menschheit nicht lösen. Alles, was wir tun oder nicht tun, hat Auswirkungen auf die gesamte Welt. - Auch wenn vielen dieses Denken zu abstrakt und zu komplex erscheinen mag.
-Insider-
09.09.2011, 19:25 Uhr
sollte
diese PKW-Maut für deutsche Fahrer aus dem Inland für deutsche Autobahnen kommen, wird sich die Masse hoffentlich erheben und diese manipulierten Töpel mit aller Gewalt (anders, so glaube ich, verstehen die Herren und Damen aus Berlin es nicht mehr) aus den Ämtern reissen.

allerdings glaube ich, dass selbst diese belastung der einfache bürger schlucken und treudoof den politikern auf die schlachtbank folgen würde.

ps. ich schließe mich meinem vorkommentator an. wir brauchen keine äpfel aus chile und erdbeeren aus holland, solange das obst auf deutschen äckern und in den kaufhallen tag für tag vergammelt.
NDHler
09.09.2011, 21:55 Uhr
63 Zeilen blanke Theorie… sonst nichts!
Herr Schwarzberg sie sollten Priester werden. In der Theorie klingen Ihre „großen Beiträge“ sehr schön, nur sind sie von der Wirklichkeit meilenweit entfernt. Es bringt wenig von besseren Zeiten zu träumen, besser ist es sich der Wirklichkeit zu stellen und entsprechend zu handeln!

Die von Ihnen kritisierten überflüssigen Transporte werden Sie auch mit solchen zeilenlangen Beiträgen nicht verhindern. Alles nur Theorie! Reden Sie darüber mal mit Herrn Otto, GF der gleichnamigen Spedition im Gewerbegebiet Darre. Wenn Sie damit fertig sind können Sie sich hier etwas praxisnäher artikulieren! Glauben Sie mir, manchmal ist es besser, sich mit Beteiligten auseinander zu setzen und erst dann in die Tasten zu hauen, am Ende kommt dann vielleicht sogar ein sinnvoller Beitrag dabei heraus!
Bodo Schwarzberg
10.09.2011, 16:03 Uhr
NDHler: Habe mehrere Spediteure interviewt
Lieber NDHler,
wie ich schon einmal schrieb, ist die Länge der Beiträge Sache des Kommantatoren selbst und nicht Derjenigen, die, wie Sie auf sie eingehen. Daran müssen Sie sich wohl oder (für Sie übel?) gewöhnen, vor allem an MEINE langen Beiträge. Ihre Zuschriften zeigen mir ja, dass Sie sie lesen, allen Beteuerungen über ihre zu große Länge zum Trotz? Und wie schon an anderer Stelle geschrieben: Ich zwinge Sie nicht, meine Zeilen zu lesen. Sie tun das ganz freiwillig. Was mich allerdings wundert, dass Sie nach dem anstrengenden Lesen noch Kraft haben, die Zeilenzahl zu ermitteln!
Und wenn Sie schreiben, mein Beitrag würde an den sinnlosen Transporten nichts ändern, dann frage ich Sie: Glauben Sie denn allen Ernstes, dass Sie mit Ihren Beiträgen etwas ändern? -
Nun zu den Transporten: Also ich bin sehr genau über die Situation der Speditionen unterreichtet, da sich unter meinen rund 1.500 bisherigen Interviewpartnern geschätzt 20 Unternehmen dieser Branche befinden. Ich brauche Ihrer Aufforderung also nicht nachzukommen. Deren Probleme haben aber nichts mit dem zu tun, WAS sie transpportieren, sondern mit ganz anderen Dingen, über die wir gern separat
diskutieren können.

Presse, lieber NDHler ist dazu da, Probleme anzusprechen und nicht unbedingt Änderungen zu erreichen und Informationen zu geben: Da verkennen Sie offenbar ein wenig ihre Aufgabe. Vor dem Hintergrund dieser Tatsache geht es mir hier in erster Linie darum, auf einige Wurzeln des vielen Verkehrs aufmerksam zu machen. Und ich versichere Ihnen: Es dauert nicht mehr lange und wir werden ganz einfach durch die Faktenlage dazu gewzwungen sein, bestimmte grundlegende Dinge zu ändern. In der Energiepolitik ist dieser Prozess bereits in vollem Gange. Weitere werden gewiss folgen.

Leider haben Sie meinen Argumenten nichts Konkretes entgegengesetzt. Schade eigentlich: Ich hätte gerne ein paar weiterfühhrende Argumente ausgetauscht.
Und ich weiß gar nicht: Wieviel Zeilen sind es denn diesmal?
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Anmerkung der Redaktion: Dieser "Chat" zwischen Schwarzberg und NDHler wird langsam aber sicher beendet. Noch ein Statement von NDHler wird zugelassen. Dann ist "Ritze".
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