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Do, 23:04 Uhr
15.09.2011

Besser als der Ruf

Dass mussten wir früher hören, da hätten wir uns mache Diskussion ersparen können, meinte heute der Sondershäuser Stadtrat Hartmut Thiele (CDU) in der Hauptausschusssitzung. Um was es ging, erfahren Sie hier...

Eigentlich sollte es ein Thema für den nichtöffentlichen Teil sein, aber dann entschloss man sich, es öffentlich zu machen. Sie ging um die „Kommunale Verschuldungsdiagnose, die von der Sparkassenfinanzgruppe deutschlandweit mit Stand vom 17.11.2010 durchgeführt worden war. Von der Beratungsorganisation der Sparkassen war diese Studie organisiert worden und rund zwei Drittel der kommunalen Schulden der Kommunen waren erfasst und ausgewertet worden.

Aus dem Kyffhäuserkreis hatten u.a. der Landkreis, die Städte Artern, Bad Frankenhausen, Ebeleben, Roßleben und die Verwaltungsgemeinschaften Greußen und Mittelzentrum Artern teilgenommen.

Ebenfalls mit dabei die Stadt Sondershausen und Jens Krautwurst, Bereichsleiter Geschäftsstellen und auch für kommunale Finanzen bei der Kyffhäusersparkasse zuständig, trug das Ergebnis vor. Bevor es speziell um Sondershausen ging, wertete Krautwurst die Studie allgemein aus. Dabei kam ans Licht, dass die Kommunen im westlichen teil Deutschlands teils weit aus höher verschuldet waren, als der Osten. Auch hatten sich die Kommunen aus dem Kyffhäuserkreis und die Kyffhäusersparkasse besonders stark bei dieser Studie engagiert.

Sondershausen in der Kategorie G6 der Kommunen klassifiziert (15.000 bis 25.000 Einwohner) lag mit einer Verschuldung von damals per Stichtag 17.11.2010 mit rund 12,3 Millionen Euro Schulden recht günstig im Rennen. Der Durchschnitt der Kommunen der G6 lag bei einer Verschuldung von 25 Millionen Euro.

Damals hatte Sondershausen keinen Kassenkredit laufen, während andere Kommunen dort einen Stand in der Höhe hatten, die noch über dem der Investitionskredite lag. Eine ungute Entwicklung, die da manche Kommunen zeigen, meinte Krautwurst.

Thüringer Kommunen konnten zum Glück nicht in eine Falle laufen, wie teils hessische Kommunen. In Thüringen ist den Kommunen das Anlegen in Fremdwährungen nicht gestattet. In Hessen haben viele Kommunen auf den stabilen Schweizer franken gesetzt. Das ging jahrelang gut, aber die jetzige Schuldenkrise brachte einen Run auf den Franken und dessen Wert gegenüber dem Euro stieg rapide. Die Kredite in Franken müssen aber in Franken bezahlt werden. Durch den stark gestiegenen Kurs müssen jetzt wesentlich mehr Euros berappt werden, sehr zum Leidwesen der betroffenen Kommunen.

Auch in zwei weiteren Kategorien lag Sondershausen richtig. Sondershausen hat 100 Prozent seiner Kredite mit festen Zinsen vereinbart, der Durchschnitt liegt bei 85 Prozent. Zusammen mit der durchschnittliche Zinsdauer von 3,5 Jahren (Durchschnitt 5 Jahre) liege man in der richtigen Mischung.

Abschließend konnte festgestellt werden, dass die Stadt mit ihrer Finanzpolitik im Vergleich zu anderen Städten ihrer Größenordnung vergleichsweise sehr gut dasteht. Für Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) ein Grund, seinen dank an die Kämmerei auszusprechen.
Autor: khh

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