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Fr, 07:42 Uhr
16.09.2011

Inkassobüro kassiert ab

Über Forderungsschreiben von liberECO INKASSO aus 40683 Erkrath beschweren sich zurzeit überwiegend ältere Verbraucher aus ganz Thüringen bei der Verbraucherzentrale. Das laut Rechtsdienstleistungsregister gemeldete Inkassounternehmen fordert im Auftrag einer Firma DVL Media GmbH 101,50 Euro für eine angebliche Mitgliedschaft im DLC - Deutscher Losclub...


Augenscheinlich sind die Anschreiben in Form und Inhalt gleich, variieren lediglich im benannten Adressaten, der Kundennummer und dem Aktenzeichen, welches bei der geforderten Überweisung als Verwendungszweck angegeben werden soll. Die Verbraucher erklären glaubhaft, dass Sie keinen Kontakt mit dieser Firma hatten, geschweige denn, dort Mitglied geworden zu sein. Besonders makaber: Selbst seit Jahren Verstorbene wurden angeschrieben.

Nach Auffassung der Verbraucherzentrale treiben hier Abzocker ihr übles Spiel, denn nach Recherchen ist weder die Firma DVL-Media GmbH noch die DLC – Deutscher Losclub bekannt. Die Verbraucherzentrale rät: Nicht zahlen! Da die derzeitigen Gesamtumstände den Verdacht nahe legen, dass es sich um eine Betrugsmasche handelt, sollten Betroffene auch Strafanzeige stellen. Rat und Unterstützung gibt es in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Thüringen.

Noch bis zum 30. September sammeln die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Thüringen die Erfahrungen von Betroffenen mit Inkassounternehmen und werten diese aus. Sie überprüfen, ob die Forderungen berechtigt sind und unterstützen Ratsuchende dabei, unberechtigte Forderungen abzuwehren. Die gesetzlichen Regeln für die Erbringung von Inkassodienstleistungen können dem ungeprüften Masseninkasso aber momentan kaum entgegenwirken.

Gerade wenn Inkassounternehmen zwielichtige Forderungen geltend machen, bedarf es eindeutiger Regeln, Befugnisse und Sanktionsmöglichkeiten.
Autor: nnz

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Kommentare
Frank Tabatt
16.09.2011, 08:27 Uhr
Inkassobüro kassiert ab
Leider ist unser Rechtssystem scheinbar nicht in der Lage solchen Typen unkompliziert das Handwerk zu legen. Inkassobüros (wenn es denn wirklich welche sind) und Rechtsanwälte die über Abmahnverfahren oder solche dubiosen Inkassoverfahren versuchen satt Kohle zu machen, sollte der Gesetzgeber nach korrekter und schneller Prüfung schnellstmöglich eventuelle Zulassungen entziehen und damit die Grundlage zu entziehen überhaupt mit offizieller Legitimation auftreten zu können.

Sollten sie keine Zulassung haben ist der Fall doch schon sehr einfach - ab ins Loch und gut ist es!
Frank Tabatt
Weber@Inkasso.de
16.09.2011, 13:46 Uhr
Inkassounternehmen entschuldigt sich
Auch uns vom Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen ist der Vorfall bekannt. Wir haben sofort Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen. Das Ergebnis: liberECO hat sofort die Mahnungen eingestellt, den Vertrag mit dem Auftraggeber gekündigt und entschuldigt sich bei allen Verbrauchern, die ungerechtfertigterweise eine Mahnung erhalten haben. Im Detail hier:

http://www.mahnportal.net/news/story/libereco-inkasso-entschuldigt-sich-mahnschreiben.html

Marco Weber
Pressereferent Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen
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