Di, 13:43 Uhr
20.09.2011
Machnig: Kommunen gefordert
Erst kürzt die Landesregierung die Zuweisungen für die Städte und Gemeinden. Jetzt fordert Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) mehr Engagement bei der Energieerzeugung. Das sei eine zentrale Voraussetzung für die Energiewende in Deutschland...
Mit ihrer dezentralen Versorgungsstruktur sind die Kommunen wie geschaffen dafür, die Nutzung der erneuerbaren Energien voranzutreiben und zugleich selbst erheblich davon zu profitieren, warb Machnig heute in Düsseldorf auf der Tagung Neue Konzepte für Erneuerbare Energien der EUROSOLAR Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. für starke Stadtwerke.
Derzeit vorsorgen die Stadtwerke ihre Kunden mit mehr als der Hälfte des deutschlandweit erzeugten Stroms, produzieren aber selbst weniger als ein Zehntel (9,2 Prozent) der Elektrizitätsmenge. Hier gibt es noch viel Luft nach oben, sagte der Thüringer Energieminister. Gerade die regenerativen Energieträger seien eine große Chance für die Kommunen, wieder selbst stärker als Energieversorger aktiv zu werden und damit zugleich ihre kommunalen Einnahmen zu verbessern.
Wie groß die Potentiale sind, zeigt eine aktuelle Studie: So haben Investitionen in Sonne, Wind und andere regenerative Energieträger im Jahr 2009 in Deutschland rund 6,8 Milliarden Euro an regionaler Wertschöpfung ausgelöst. Die Kommunen haben davon mit rund 600 Millionen Euro Steuereinnahmen profitiert.
Diese positiven Effekte werden sich in den kommenden Jahren weiter verstärken, Experten gehen von einer Verdopplung der Wertschöpfung bis zum Jahr 2020 aus, sagte Machnig. Davon sollten wir uns auch in Thüringen eine Scheibe abschneiden. Der Minister verwies in diesem Zusammenhang auf das 1.000-Dächer-Programm des Landes, über das seit Mitte 2010 mehr als 110 Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern gefördert wurden. Das Programm hat einen Investitionsboom im Bereich der Solarenergie ausgelöst, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute in Erfurt. Damit leistet es einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende in Thüringen.
Die Städte müssten aber auch selbst aktiv werden und sich stärker in der Energieerzeugung engagieren, forderte Machnig: Das wäre auch ein Beitrag dazu, die oligopolen Preisstrukturen im Energiemarkt zu überwinden und wieder mehr Wettbewerb zu installieren. Hierfür gebe es bereits ermutigende Signale aus einigen Thüringer Städten, die die volle Unterstützung des Landes hätten.
Autor: nnzMit ihrer dezentralen Versorgungsstruktur sind die Kommunen wie geschaffen dafür, die Nutzung der erneuerbaren Energien voranzutreiben und zugleich selbst erheblich davon zu profitieren, warb Machnig heute in Düsseldorf auf der Tagung Neue Konzepte für Erneuerbare Energien der EUROSOLAR Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. für starke Stadtwerke.
Derzeit vorsorgen die Stadtwerke ihre Kunden mit mehr als der Hälfte des deutschlandweit erzeugten Stroms, produzieren aber selbst weniger als ein Zehntel (9,2 Prozent) der Elektrizitätsmenge. Hier gibt es noch viel Luft nach oben, sagte der Thüringer Energieminister. Gerade die regenerativen Energieträger seien eine große Chance für die Kommunen, wieder selbst stärker als Energieversorger aktiv zu werden und damit zugleich ihre kommunalen Einnahmen zu verbessern.
Wie groß die Potentiale sind, zeigt eine aktuelle Studie: So haben Investitionen in Sonne, Wind und andere regenerative Energieträger im Jahr 2009 in Deutschland rund 6,8 Milliarden Euro an regionaler Wertschöpfung ausgelöst. Die Kommunen haben davon mit rund 600 Millionen Euro Steuereinnahmen profitiert.
Diese positiven Effekte werden sich in den kommenden Jahren weiter verstärken, Experten gehen von einer Verdopplung der Wertschöpfung bis zum Jahr 2020 aus, sagte Machnig. Davon sollten wir uns auch in Thüringen eine Scheibe abschneiden. Der Minister verwies in diesem Zusammenhang auf das 1.000-Dächer-Programm des Landes, über das seit Mitte 2010 mehr als 110 Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern gefördert wurden. Das Programm hat einen Investitionsboom im Bereich der Solarenergie ausgelöst, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute in Erfurt. Damit leistet es einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende in Thüringen.
Die Städte müssten aber auch selbst aktiv werden und sich stärker in der Energieerzeugung engagieren, forderte Machnig: Das wäre auch ein Beitrag dazu, die oligopolen Preisstrukturen im Energiemarkt zu überwinden und wieder mehr Wettbewerb zu installieren. Hierfür gebe es bereits ermutigende Signale aus einigen Thüringer Städten, die die volle Unterstützung des Landes hätten.
