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Sa, 15:40 Uhr
08.10.2011

nnz/kn-Tipp: Zink hilft der Haut

Hinter vielen Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis und Wundheilungsstörungen stecken Entzündungen. Diese kommen nicht von ungefähr, sondern haben häufig auch mit einem Zinkmangel zu tun, weiß die Stuttgarter Diplom-Biologin Dr. Christine Reinecke...


"Das Spurenelement trägt dazu bei, dass sich die Haut regenerieren kann. Das funktioniert nicht so optimal, wenn der Organismus zu wenig davon zur Verfügung hat." Davon können Aknepatienten beispielsweise ein Lied singen. Ihr Blutbild zeigt oft niedrigere Zinkwerte an, auch die Haut enthält deutlich geringere Mengen davon als die eines gesunden Menschen.

Zinkmangel kann Neurodermitis verschlimmern

Ein normaler Zinkstatus ist daher ein Fundament der Behandlung der entzündlichen Akne. Eine vergleichende Studie zeigte bereits, dass die Aknebehandlung mit Zink ähnlich erfolgreich verlaufen kann wie eine Therapie mit Antibiotika. Auch Menschen mit Neurodermitis können von diesem Spurenelement profitieren, das ihrer Haut bei der Zellteilung hilft.Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bei entsprechender genetischer Disposition bereits im frühen Kindesalter beginnen kann. Auch hier hat eine Studie bestätigt, dass sich ein Zinkmangel negativ auf die Erkrankung auswirken kann.

Positive Effekte auf die Wundheilung

Ob die Haut auf ausreichend Zink zurückgreifen kann oder nicht, zeigt sich auch bei der Wundheilung. Dabei zeigten Untersuchungen, dass sich Zink in den ersten Tagen der Wundheilung im heilenden Gewebe anreichert, wo es den Heilungsprozess unterstützt. Das Spurenelement bremst die Aktivität der entzündungsauslösenden Bakterien. Außerdem schützt in die Haut eingelagertes Zink die Erbsubstanz (DNA) der Hautzellen und trägt zur Bildung des wichtigen Hautbestandteils Kollagen bei. Zum Ausgleich eines Mangels hat sich beispielsweise die Einnahme einer Tablette Zinkorot mit 25 Milligramm Zink pro Tag bewährt. Zinkorot ist eine organische Zinkverbindung, die vom Körper gut aufgenommen wird.

Daten & Fakten

Wer anfällig für immer wiederkehrende Atemwegsinfekte ist, hat womöglich zu wenig Zink im Körper. Das Spurenelement ist wichtig, damit Erkältungskeime sich erst gar nicht im Organismus breitmachen können. Es unterstützt das Immunsystem und ist ein wichtiger Schutzfaktor für das Atemepithel. Diese Schutzschicht der Lunge bildet eine Barriere gegen das Eindringen von infektiösen Keimen in den Körper. Eine Therapie mit dem wichtigen Spurenelement Zink kann daher zur Vermeidung von Erkältungen und Atemwegsinfekten beitragen.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
08.10.2011, 23:48 Uhr
Kritik: Werbung für Zinkpräparate
Hier muss ich die nnz-Redaktion ausnahmsweise mal kritisieren: Versteckte oder halbversteckte Werbung für künstliche Mineralstoffpräparate wird von vielen Ärzten kritisiert. Überwiegender Konsens ist, dass bei einer durchschnittlichen Ernährung keine zusätzliche Zufuhr nötig ist. Die Werbung für derartige Präparate dient in erster Linie der Pharmabranche.
Zink ist dafür ein besonders drastisches Beispiel:

Die einzige Gruppe, die ich aus der Online-Literatur herauslesen konnte, die wirklich einen chromischen Zinkmangel entwickeln kann, sind die Veganer und sonstige Vollwertkostler. Da Deutschland aber ein Fleischkonsumland allerersten Ranges ist (die wenigsten Menschen sind bekanntermaßen normnalgewichtig und haben einen gesunden Blutdruck), ist ansonsten kaum jemand von Mangelerscheinungen bei Zink betroffen. Zink ist besonders reich in Leber, Kalbfleisch und Käse, aber auch in Haferflocken und Sonneblumenkernen enthalten, weniger aber in bei Vegetartiern beliebtem "Grünzeug".

Ich würde mir angesichts der verbreitet viel zu fettreichen und ballaststoffarmen Ernährung in Zukunft Tipps wünschen, die nicht Werbung für künstliche Präparate macht, denn diese lassen ja bei Fehlernährung gar nicht erst ein schlechtes Gewissen entstehen, sondern für wahrhaft gesunde und ausgewogene Ernährung mit HEIMISCHEN, also das Klima weniger schädigenden Produkten.

Die Medien und die Werbewirtschaft haben eine große Verantwortung für die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung.
Zumindest sollte in derartigen Beiträgen, wie in diesem hier der Satz stehen, dass bei einer durchschnittlichen gesunden Ernährung im Normalfall keine zusätzlichen Mineralstoffe zugeführt werden müssen.
Natürlich gibt es Ausnahmen, wie z.B. chronisch Kranke, frisch Operierte oder Leistungssportler. Aber die meisten Medien werden ja von durchschnittlich gesunden Menschen gelesen.

Übrigens kann ich hier noch ein persönliches Beispiel zum Besten geben: Bei unseren 100-km-Touren litt ich gelegentlich an harten, verkrampften Muskeln in den Beinen. Eine wandernde Ärztin riet mir zu Magnesium-Praparaten, weil Mg als Cofaktor in Enzymen der Atmungskette beim Glukoseabbau eine wichtige Rolle spielt. Fehlt es, kann der Zucker nicht vollständig zur Energiegewinnung abgebaut werden: Das Ergebnis ist dann dessen Abbau zu Milchsäure mit der Folge von Muskelschmerzen.

Durch Tests auf meinen Touren und Literaturstudium habe ich aber herausgefunden, dass es selbst bei diesen körperlich anstrengenden Touren ohne Mg-Präparate geht: Trockenfrüchte und Mandeln ersetzten schnell wieder die Mg-Tabletten.
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