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Do, 10:23 Uhr
20.10.2011

Stand bei der Kultur

Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Thomas Deufel diskutierte gestern zur Kulturpolitik. Im besonderen Fokus die Stadt Sondershausen. Bei der Diskussion dabei war kn und hörte auch die Bitte nach einer neuen Spielstätte für das Lohorchester...

Diskussion mit Prof. Dr. deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Diskussion mit Prof. Dr. deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit der Diskussion "Leitbild Kulturland Thüringen - Wo ist der Platz der Stadt Sondershausen" ging die Mitgliederwerbeaktion der Kyffhäuser- SPD weiter. Gestern hatten im Podium der Diskussion hatten Platz genommen: Lars Tietje, Intendant und Geschäftsführer des Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, die Kreisvorsitzende der SPD Cornelia Kraffzick, gleichzeitig als 1. Beigeordnete von Sondershausen auch für Kultur und Soziales zuständig, der für Kultur zuständige Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Thomas Deufel, SPD-Landtagsmitglied Dorothea Marx und die Direktorin des Schlossmuseums Sondershausen, Christa Hirschler.

Im Rosa Salon des Sondershäuser Schlosses hatte sich Kulturschaffende sich und Mitglieder von Kulturvereinen eingefunden. Zuerst begann Prof. Dr. Deufel mit einem Impulsreferat. Darin stellte er fest, Thüringen ist ein Kulturland und Sondershausen nimmt dabei einen zentralen Platz in der Kulturlandschaft Thüringens ein. Sondershausen stehe mit Lohorchester, Landesmusikakademie und Schlossmuseum für die Vielfalt Thüringens.

Prof. Dr. Deufel stellte fest, zum Thema Kultur sei in letzter zeit mehr um das Geld geredet worden, als über den Inhalt der Kultur selbst. Betonte aber, dass es gelungen sei die Ausgaben für Kultur von 24 Millionen auf 47 Millionen Euro zu steigern. Er kündigte an, dass SPD-Kultusminister Christoph Matschie mit dem Thüringer Finanzminister Voß (CDU) sprechen will, wie Kommunen mit einem großen und breiten Kulturangebot besonders unterstütz werden können. Auch sollen kulturelle Netzwerke unterstützt werden.

Diskussion mit Prof. Dr. Deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Diskussion mit Prof. Dr. Deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nachdem die Thüringer Landesregierung im Februar dieses Jahres Thesen zum "Leitbild Kulturland Thüringen" verabschiedet hatte, lud das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur am 02. Juli zum 2. Kulturforum ins Sondershäuser Schloss ein. Hier wurde dieses Konzept den Thüringer Kulturschaffenden vorgestellt und es wurde ein Dialog begonnen, in welchem die Handlungsfelder dieser langfristigen Kulturleitplanung konkretisiert werden sollen. Prof. Dr. Deufel kündigte an, dass in 2012 das 3. Kulturforum stattfinden soll und dann das Leitbild verabschiedet werden soll. Kraffzick bot an, dass Forum in bewährter Form wieder in Sondershausen stattfinden zu lassen.

Zum Thema demografischer Wandel sagte der Staatssekretär:


Prof. Dr. Deufel zu demografischen Wandel


Kraffzick wies in der Diskussion nochmals darauf hin, dass man zwei schwere Haushaltsjahre hinter sich habe und es auch jetzt nicht leichter Falle, die Kultur umfangreich zu unterstützen. Sie wies auch darauf hin, dass es besonders die Kultur sei, die Besucher in die Stadt zöge.

Lars Tietje bedankte sich wegen der Theaterfinanzierung für die konstruktive Zusammenarbeit und wies auf die kommende Studie hin, die zeigen soll, wie gerade Kultur Kaufkraft erzeuge.

Aber einen klaren Wunsch hatte Tietje in Richtung Land Thüringen. Die Schlossfestspiele in Sondershausen seien ja eigentlich Thüringer Schlossfestspiele (Alleinstellungsmerkmal) und da sollte sich das Land auch angemessen beteiligen.
Gleichzeitig wies Tietje darauf hin, dass das Lohorchester langfristig eine geeignete Spielstätte brauche. Das Haus der Kunst sei für anspruchsvolle Aufführungen nur ein Behelf und das Achteckhaus hat für ältere Kompositionen eine tolle Akustik, sei aber für modernere Stücke klanglich nicht anspruchsvoll genug.

In der Diskussion brachte Christa Hirschler Probleme ganz anderer Art auf den Tisch. Zwar habe die Stadt 574.000 Euro für das Museum eingestellt, aber für Personalkosten, Versicherungen, Energie usw. gingen so viele Mittel drauf, dass für die eigentlich inhaltliche Arbeit gerade mal 10.000 bis 12.000 Euro bereitstehen.

Hinsichtlich der Kinder- und Jugendarbeit angesprochen sagte Hirschler, für ein Haus dieser Größe fehle einfach eine museumspädagogische Kraft. Wir machen sehr viel, so Hirschler, aber es die Fachkraft, die das übernimmt, fehle aber dann wieder bei der eigentlichen musealen Arbeit. Auch Lars Tietje zeigte viele Beispiele der positiven Kinder- und Jugendarbeit auf, die eigentlich gar nicht so in der Öffentlichkeit ankommt.

Diskussion mit Prof. Dr. Deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Diskussion mit Prof. Dr. Deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Als Erinnerungsgeschenk für den Staatssekretär gab es u.a. ein kleines Buch über die Ausgrabungen auf dem Frauenberg. Gibt es übrigens für 4 Euro in der Touristinformation Sondershausen zu kaufen. Alles in allem war es ein Diskussionsabend der zeigte, dass auf der einen Seite Sondershausen in der Kulturarbeit viel zeigenswertes hat, aber auch Schwachstellen wurden angesprochen.
Diskussion mit Prof. Dr. Deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Diskussion mit Prof. Dr. Deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Diskussion mit Prof. Dr. Deufel (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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