Do, 19:43 Uhr
20.10.2011
Europäische Lärche-Baum des Jahres 2012
Jetzt hat die Stiftung Baum des Jahres es bekannt gegeben, die Europäische Lärche (Larix decedua) wird Baum des Jahres 2012 sein. Passend dazu erreichte kn ein Bericht vom Forstamt in Oldisleben...
Welcher Nadelbaum verliert als einziger seiner Art im Winter seine Nadeln? Die richtige Antwort, auf diese für viele Menschen komplizierte, Frage ist: die Lärche. Eine knifflige Frage ist auch immer wieder die sich unterscheidende Schreibweise zu einem heimischen Vogel, der Lerche.
Eigentlich ist die Lärche ein Baum der Hochgebirge in Europa. Die Lärche kommt aber auch in unseren heimischen Wäldern vor. Auf etwa 450 Hektar Waldfläche von Hainleite, Kyffhäuserwald und Hoher Schrecke, das sind 5 % der Waldfläche im Staatswald des Thüringer Forstamtes Oldisleben, stehen Europäische Lärchen weiß Forstamtsleiter Uli Klüßendorf zu berichten.
Die Lärche ist in der Lage als Pionierbaumart, entstandene Freiflächen im Wald schnell zu schließen. Sie dient in unseren naturgemäß bewirtschafteten Wäldern oft als Vorwald für die Baumart Buche. Wenn die Lärchen etwa 40 Jahre alt sind werden sie mit Buche unterbaut und so können in den darauf folgenden Jahrzehnten schöne Lärchen-Buchen Mischbestände entstehen.
Besonders in der Hainleite findet man Flächen, die forstlich so bewirtschaftet werden. Imponierende Exemplare von alten Lärchen, oft über 30 Meter hoch zeugen von der Wuchskraft dieser Baumart auch in unserer Region. In früher Jugend werden die ersten sechs Meter der besten Lärchenstämme gästet um im Alter astfreie Stammstücke zu haben. Diese Stämme liefern bestes Sägeholz und werden von den Holzkäufern gern gekauft und teuer bezahlt. Lärchenholz hat nämlich die Eigenschaft, sehr widerstandsfähig gegen Pilze und Insekten zu sein. Es wird gern im Außenbereich verbaut und kann Wind und Wetter lange Zeit ohne Imprägnierung widerstehen. Gut erhaltene 200 Jahre alte Heustadl in den Alpen sind ein Beleg für die Dauerhaftigkeit von Lärchenholz.
Das Thüringer Forstamt wird sicher in vielen Aktionen im kommenden Jahr auf diese so interessante Baumart immer wieder aufmerksam machen.
Uli Klüßendorf
Forstamtsleiter
Fotos: Revierleiter Andreas Knoll
Autor: khhWelcher Nadelbaum verliert als einziger seiner Art im Winter seine Nadeln? Die richtige Antwort, auf diese für viele Menschen komplizierte, Frage ist: die Lärche. Eine knifflige Frage ist auch immer wieder die sich unterscheidende Schreibweise zu einem heimischen Vogel, der Lerche.
Eigentlich ist die Lärche ein Baum der Hochgebirge in Europa. Die Lärche kommt aber auch in unseren heimischen Wäldern vor. Auf etwa 450 Hektar Waldfläche von Hainleite, Kyffhäuserwald und Hoher Schrecke, das sind 5 % der Waldfläche im Staatswald des Thüringer Forstamtes Oldisleben, stehen Europäische Lärchen weiß Forstamtsleiter Uli Klüßendorf zu berichten.
Die Lärche ist in der Lage als Pionierbaumart, entstandene Freiflächen im Wald schnell zu schließen. Sie dient in unseren naturgemäß bewirtschafteten Wäldern oft als Vorwald für die Baumart Buche. Wenn die Lärchen etwa 40 Jahre alt sind werden sie mit Buche unterbaut und so können in den darauf folgenden Jahrzehnten schöne Lärchen-Buchen Mischbestände entstehen.
Besonders in der Hainleite findet man Flächen, die forstlich so bewirtschaftet werden. Imponierende Exemplare von alten Lärchen, oft über 30 Meter hoch zeugen von der Wuchskraft dieser Baumart auch in unserer Region. In früher Jugend werden die ersten sechs Meter der besten Lärchenstämme gästet um im Alter astfreie Stammstücke zu haben. Diese Stämme liefern bestes Sägeholz und werden von den Holzkäufern gern gekauft und teuer bezahlt. Lärchenholz hat nämlich die Eigenschaft, sehr widerstandsfähig gegen Pilze und Insekten zu sein. Es wird gern im Außenbereich verbaut und kann Wind und Wetter lange Zeit ohne Imprägnierung widerstehen. Gut erhaltene 200 Jahre alte Heustadl in den Alpen sind ein Beleg für die Dauerhaftigkeit von Lärchenholz.
Das Thüringer Forstamt wird sicher in vielen Aktionen im kommenden Jahr auf diese so interessante Baumart immer wieder aufmerksam machen.
Uli Klüßendorf
Forstamtsleiter
Fotos: Revierleiter Andreas Knoll











