Mi, 16:40 Uhr
26.10.2011
Standortentscheidung: Aderlass für Sondershausen
Anlässlich der Bekanntgabe der Standortentscheidungen durch Bundesverteidigungsminister de Maizière erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete des Kyffhäuserkreises Steffen-Claudio Lemme (SPD) gegenüber kn: Standortentscheidung: Aderlass für Sondershausen ...
In meinem Wahlkreis sind mit Sondershausen und Bad Frankenhausen beide Bundeswehrstandorte von den Dienstpostenstreichungen des Bundesverteidigungsministers betroffen. Zwar werden beide Standorte erhalten, was ich natürlich erst einmal begrüße, jedoch ist die Reduzierung der Dienstposten in Sondershausen besonders dramatisch. Mit der Auflösung des Raketenartilleriebataillons bleiben von den bisherigen 850 Dienstposten noch 220 übrig. Auch Bad Frankenhausen hat trotz Verlegung des Panzerbataillons aus Bad Salzungen in die Kurstadt einen Dienstpostenverlust von 360 Stellen zu verzeichnen.
Für den eher strukturschwachen Kyffhäuserkreis ist und bleibt die Bundeswehr ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Viele klein- und mittelständische Betriebe haben in den letzten Jahren mit Aufträgen der Bundeswehr weitere Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert. Darüber hinaus wird die Versorgung der Soldaten überwiegend von Betrieben aus der Region übernommen. Es wird nun darauf ankommen, die entstehenden Härten für alle Betroffenen vernünftig abzufedern. Das gilt für die Soldatinnen und Soldaten sowie die zahlreichen zivilen Mitarbeiter die nun ihren Dienstort wechseln müssen, aber natürlich auch für die Standortkommune, für die die Bundeswehr zentraler Arbeitgeber und wichtigster Wirtschaftsfaktor war und ist.
Ich appelliere deshalb auch an die Mitglieder der Regierungsfraktionen Johannes Selle (CDU) und Patrick Kurth (FDP) sich auf Bundesebene dafür stark zu machen, die Folgen der drastischen Personalreduzierungen sozial und finanziell abzufedern.
Im Übrigen rate ich meinem Kollegen Kurth die Presse intensiver zu verfolgen. Hätte er dies getan, wäre ihm aufgefallen, dass ich mich bereits allein und mit den Landesgruppenkollegen mehrmals in diesem Jahr für den Erhalt der Thüringer Bundeswehrstandorte und speziell derer in meinem Wahlkreis ausgesprochen habe. Vermutlich hätte er sich dann den Hinweis auf eine zu späten Einsatz der Thüringer SPD-Abgeordneten erspart.
Steffen-Claudio Lemme
Autor: khhIn meinem Wahlkreis sind mit Sondershausen und Bad Frankenhausen beide Bundeswehrstandorte von den Dienstpostenstreichungen des Bundesverteidigungsministers betroffen. Zwar werden beide Standorte erhalten, was ich natürlich erst einmal begrüße, jedoch ist die Reduzierung der Dienstposten in Sondershausen besonders dramatisch. Mit der Auflösung des Raketenartilleriebataillons bleiben von den bisherigen 850 Dienstposten noch 220 übrig. Auch Bad Frankenhausen hat trotz Verlegung des Panzerbataillons aus Bad Salzungen in die Kurstadt einen Dienstpostenverlust von 360 Stellen zu verzeichnen.
Für den eher strukturschwachen Kyffhäuserkreis ist und bleibt die Bundeswehr ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Viele klein- und mittelständische Betriebe haben in den letzten Jahren mit Aufträgen der Bundeswehr weitere Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert. Darüber hinaus wird die Versorgung der Soldaten überwiegend von Betrieben aus der Region übernommen. Es wird nun darauf ankommen, die entstehenden Härten für alle Betroffenen vernünftig abzufedern. Das gilt für die Soldatinnen und Soldaten sowie die zahlreichen zivilen Mitarbeiter die nun ihren Dienstort wechseln müssen, aber natürlich auch für die Standortkommune, für die die Bundeswehr zentraler Arbeitgeber und wichtigster Wirtschaftsfaktor war und ist.
Ich appelliere deshalb auch an die Mitglieder der Regierungsfraktionen Johannes Selle (CDU) und Patrick Kurth (FDP) sich auf Bundesebene dafür stark zu machen, die Folgen der drastischen Personalreduzierungen sozial und finanziell abzufedern.
Im Übrigen rate ich meinem Kollegen Kurth die Presse intensiver zu verfolgen. Hätte er dies getan, wäre ihm aufgefallen, dass ich mich bereits allein und mit den Landesgruppenkollegen mehrmals in diesem Jahr für den Erhalt der Thüringer Bundeswehrstandorte und speziell derer in meinem Wahlkreis ausgesprochen habe. Vermutlich hätte er sich dann den Hinweis auf eine zu späten Einsatz der Thüringer SPD-Abgeordneten erspart.
Steffen-Claudio Lemme
