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Di, 00:54 Uhr
08.11.2011

Kleingärtner bald in Nöten?

Noch ist es nicht so weit, aber der Kreisverband Kyffhäuserkreis der Gartenfreunde e.V. versucht der Gefahr ins Auge zu blicken und die Politik dürfte bald gefragt sein. Worum es geht, erfahren Sie hier:

Bei der Kreisdelegiertenkonferenz der Gartenfreunde musste der alte und neue Vorsitzende des Kreisverbandes, Wolfgang Dittrich feststellen, dass es schon einen erheblichen Leerstand von Kleingärten gibt.

Kleingärtner bald in Nöten (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kleingärtner bald in Nöten (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Seit der 5. Kreisdelegiertenversammlung 2007 wurden 2 Vereine aus dem Verband gestrichen. Der KV „Rose“ hat seinen Status als Kleingartenanlage gemäß BkGG verloren und wurde aufgelöst. Der Verein „Eselsrain“ wurde auf Grund von fehlenden Mitgliedern aufgelöst.
Die Mitgliederanzahl hat sich von 1876 auf 1579 im Berichtszeitraum reduziert.
181 freie Parzellen sind in den Vereinen zu betreuen.

Kleingärtner bald in Nöten (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kleingärtner bald in Nöten (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wenn Kleingartenanlagen geschlossen werden, müssen die Pachtflächen „leer“ zurückgegeben werden. Das betrifft nicht nur den Rückbau möglicher Gartenlauben, auch Bepflanzungen, wie Bäum, Sträucher und ähnliche Gewächse müssen gerodet werden.

Und damit ergeben sich für die Kleingartenvereine große Probleme. Wenn Gärten aufgeben werden, müsste man eigentlich von den scheidenden Mitgliedern oder Angehörigen den Rückbau fordern. Die haben aber oft gerade wegen gesundheitlicher Probleme oder aus Altersgründen ihre Gärten aufgegeben, und sind meist nicht in der Lage den Garten zu beräumen. Bei einem professionellen Rückbau kommen schnell mal 5.000 Euro und mehr Kosten zusammen. Für viele Kleingärtner einfach zu viel.

Und auch die Kleingartenvereine stehen vor einem Dilemma. Wenn sie den Rückbau nicht fordern, weil sie hoffen, den Garten doch wieder an andere Gartenfreunde vergeben zu können, könnten sie später als Verein auf den Kosten sitzen bleiben. Ganz problematisch, wenn wegen Mitgliedermangel der ganze Verein aufgeben muss. Auf der anderen Seite werden Kleingartenvereine ihre Gärten in leerem Zustand kaum verpachten können, solange in vielen nicht genutzten Gärten noch alles drin ist.

Das Problem sorgte am letzten Samstag für kontroverse Diskussionen. Zwar wurde nach einer Abstimmung mit 20 Ja-Stimmen, und 13 Gegenstimmen (bei 9 Stimmenthaltungen) die Bildung eines Solidaritätsfonds zur finanziellen Unterstützung bei Vereinsauflösungen beschlossen, aber der Betrag von erst Mal einem Euro pro Mitglied und Jahr wird bei den obengenannten Mitgliederzahlen nur einen Fonds bilden, der einen Tropen auf einem heißen Stein bilden wird.

Auch wenn es zur Delegiertenkonferenz so nicht angesprochen wurde, hier ist die Politik gefragt. Auf der einen Seite sind Kleingärten wegen ihrer sozialen Funktion und auch als grüne Oasen erwünscht, auf der anderen Seite wird auch der demografische Wandel ganz einfach zu einschneidenden Problemen führen, da nun mal die Bevölkerungsentwicklung immer nach deutlich negativ ist. Das kann und wird nicht nur eine Sache der Kommunalpolitiker werden, sondern sollte auch die Landes- und Bundespolitiker langsam auf den Plan rufen. Es ist nicht nur ein Problem im Westteil des Kyffhäuserkreises, meint zumindest kn und die Kleingärtner sollten nicht im Stichgelassen werden.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khh

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