Mo, 11:02 Uhr
21.11.2011
Platz im Mittelfeld
Die Kreise und kreisfreien Städte aus Thüringen landen im deutschlandweiten Vergleich der Lernbedingungen im guten Mittelfeld. Das zum Beispiel ist im neuen Lernatlas der Bertelsmann Stiftung nachzulesen...
Jena erreicht unter den 56 deutschen Großstädten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern einen guten Platz 14, Erfurt landet auf Rang 29. Beim Vergleich der thüringischen Städte unter 100.000 Einwohnern landet Eisenach vor Weimar, Suhl und Gera. Wie im gesamten Bundesgebiet zeigt sich auch in Thüringen: Auf dem Land sind die Lernumfelder oft besser als in den Städten. Das sind die zentralen Ergebnisse des Deutschen Lernatlas, den die Bertelsmann Stiftung heute in Gütersloh vorgestellt hat.
Der Deutsche Lernatlas zeigt die Bedingungen für lebenslanges Lernen in Deutschland. Er verdeutlicht den Stellenwert des Lernens in den 412 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten und illustriert, inwieweit eine Kommune über die Lernvoraussetzungen verfügt, um wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu sein. Wo lebenslang gelernt wird, sind die Menschen glücklicher, das Zusammenleben sozial gerechter und die Gesellschaft wohlhabender. Der Deutsche Lernatlas zeigt uns, wo die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen am besten sind, erklärte Jörg Dräger, für Bildung zuständiges Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Der Deutsche Lernatlas verdeutlicht, dass Lernen mehr ist als Schule.
Weil Menschen am Arbeitsplatz, als Mitglieder in Vereinen oder politischen Organisationen, in der Familie, in der Freizeit und im Gemeinwesen lernen, erfasst der Deutsche Lernatlas auch Kennzahlen für berufliches, soziales und persönliches Lernen. Er bietet so die einzigartige Möglichkeit, die Lernbedingungen in allen Lebensbereichen greifbar und vergleichbar zu machen.
Ein echter Überraschungssieger des Deutschen Lernatlas ist Jena: Trotz nicht so guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gehört Jena zu den besten Lernregionen und schneidet in allen untersuchten Teilbereichen sehr gut ab. Auch der Landkreis Sonneberg liegt in allen vier Lerndimensionen über dem Bundesschnitt. Das gute Abschneiden der thüringischen Vertreter belegt, dass bei den Lernbedingungen in Deutschland 20 Jahre nach der deutschen Einheit weniger ein Unterschied zwischen Ost und West, sondern vielmehr zwischen Süden und Norden besteht: Deutschlands Lernhauptstädte und beste Lernregionen liegen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen.
Für den Deutschen Lernatlas wurden über 300 Kennzahlen aus unterschiedlichen Quellen überprüft. Nach einem in Kanada entwickelten mathematischen Verfahren wurden daraus 38 Kennzahlen ausgewählt, die besonders aussagekräftig für die Lernbedingungen vor Ort und für nahezu alle Kommunen verfügbar sind. Diese wurden dann zu einem Gesamtindex kombiniert, der abbildet, wie gut die Entwicklungschancen der Bürger in den verschiedenen Lebensbereichen, Lernformen und Lernorten sind. Mit dem Deutschen Lernatlas will die Bertelsmann Stiftung mehr Transparenz über die Lernbedingungen schaffen, erläuterte Dräger.
Alle Ergebnisse, Einzelprofile für die 412 deutschen Kreise und kreisfreien Städte, ein Bundesländervergleich sowie ausführliche Karten und Diagramme können online unter www.deutscher-lernatlas.de abgerufen werden.
Autor: nnzJena erreicht unter den 56 deutschen Großstädten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern einen guten Platz 14, Erfurt landet auf Rang 29. Beim Vergleich der thüringischen Städte unter 100.000 Einwohnern landet Eisenach vor Weimar, Suhl und Gera. Wie im gesamten Bundesgebiet zeigt sich auch in Thüringen: Auf dem Land sind die Lernumfelder oft besser als in den Städten. Das sind die zentralen Ergebnisse des Deutschen Lernatlas, den die Bertelsmann Stiftung heute in Gütersloh vorgestellt hat.
Der Deutsche Lernatlas zeigt die Bedingungen für lebenslanges Lernen in Deutschland. Er verdeutlicht den Stellenwert des Lernens in den 412 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten und illustriert, inwieweit eine Kommune über die Lernvoraussetzungen verfügt, um wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu sein. Wo lebenslang gelernt wird, sind die Menschen glücklicher, das Zusammenleben sozial gerechter und die Gesellschaft wohlhabender. Der Deutsche Lernatlas zeigt uns, wo die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen am besten sind, erklärte Jörg Dräger, für Bildung zuständiges Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Der Deutsche Lernatlas verdeutlicht, dass Lernen mehr ist als Schule.
Weil Menschen am Arbeitsplatz, als Mitglieder in Vereinen oder politischen Organisationen, in der Familie, in der Freizeit und im Gemeinwesen lernen, erfasst der Deutsche Lernatlas auch Kennzahlen für berufliches, soziales und persönliches Lernen. Er bietet so die einzigartige Möglichkeit, die Lernbedingungen in allen Lebensbereichen greifbar und vergleichbar zu machen.
Jena punktet in allen Bereichen des Lernens
Die thüringischen Kreise und kreisfreien Städte erzielen so gute Ergebnisse beim Schulischen Lernen, dass sie in dieser Dimension zur bundesweiten Spitze gehören. Schwächere Werte erreichen sie im Bereich des Sozialen Lernens: Beim sozialen Engagement und insbesondere bei der politischen Teilnahme bleiben sie unter dem Bundesschnitt.Ein echter Überraschungssieger des Deutschen Lernatlas ist Jena: Trotz nicht so guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gehört Jena zu den besten Lernregionen und schneidet in allen untersuchten Teilbereichen sehr gut ab. Auch der Landkreis Sonneberg liegt in allen vier Lerndimensionen über dem Bundesschnitt. Das gute Abschneiden der thüringischen Vertreter belegt, dass bei den Lernbedingungen in Deutschland 20 Jahre nach der deutschen Einheit weniger ein Unterschied zwischen Ost und West, sondern vielmehr zwischen Süden und Norden besteht: Deutschlands Lernhauptstädte und beste Lernregionen liegen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen.
Für den Deutschen Lernatlas wurden über 300 Kennzahlen aus unterschiedlichen Quellen überprüft. Nach einem in Kanada entwickelten mathematischen Verfahren wurden daraus 38 Kennzahlen ausgewählt, die besonders aussagekräftig für die Lernbedingungen vor Ort und für nahezu alle Kommunen verfügbar sind. Diese wurden dann zu einem Gesamtindex kombiniert, der abbildet, wie gut die Entwicklungschancen der Bürger in den verschiedenen Lebensbereichen, Lernformen und Lernorten sind. Mit dem Deutschen Lernatlas will die Bertelsmann Stiftung mehr Transparenz über die Lernbedingungen schaffen, erläuterte Dräger.
Alle Ergebnisse, Einzelprofile für die 412 deutschen Kreise und kreisfreien Städte, ein Bundesländervergleich sowie ausführliche Karten und Diagramme können online unter www.deutscher-lernatlas.de abgerufen werden.
Downloads:
- Der Lernatlas zum Download (10.228 kByte)

