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Mi, 13:20 Uhr
23.11.2011

Erwartungen an Weihnachten

Voller Hoffnungen fiebern Thüringens Händler dem ersten Advent entgegen und treffen letzte Vorbereitungen für den erhofften Kundenansturm. Mit dem verkaufsoffenen Sonntag wird noch in dieser Woche das Weihnachtsgeschäft eingeläutet und beginnt die umsatzstärkste Zeit des Jahres...


Mehr als ein Fünftel des Gesamtertrages erwirtschaftet ein Großteil der Branche allein im Dezember. Und auch 2011 rechnen die Händler mit klingelnden Kassen. Doch die Konkurrenz steigt, so die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.

Logo (Foto: IHK) Logo (Foto: IHK)

„Die Verkaufsflächen im Thüringer Einzelhandel haben seit 1990 rasant zugenommen. Pro Einwohner wird der bundesdeutsche Durchschnitt inzwischen weit übertroffen – bei noch immer geringerer Kaufkraft“, gibt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zu bedenken. Jedem Thüringer stünden heute 1,77 m² an Einkaufsfläche zur Verfügung – fünfmal so viel wie noch 1990; bundesweit liege der Schnitt nur bei 1,49 m².

Dagegen hinke die Kaufkraft weiter hinterher. Der Bürger im Freistaat verfüge im Jahr lediglich über 4.779 Euro im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt von 5.329 Euro.

„Der scharfe Wettbewerb hat natürlich Auswirkungen auf die Branche. Dies wird nicht zuletzt im anhaltenden Konzentrationsprozess, der zunehmenden Filialisierung oder dem Verlust der Nahversorgung im ländlichen Raum sichtbar“, so der IHK-Chef. Das hätte vor allem für kleinere Gemeinden außerhalb der Ballungszentren gravierende Folgen und führe vermehrt zur Aufgabe umsatzschwacher Standorte. Diese finden sich aufgelistet im neuen Einzelhandelsatlas wieder, den die IHK Erfurt gemeinsam mit dem Landesverwaltungsamt im Zweijahresrhytmus seit 1995 erstellt.

„Nach vielen Jahren des Rückgangs kann sich aber der Handel zumindest in diesem Jahr über ein leichtes Umsatzplus freuen“, erklärt Annette Projahn, die ein Modegeschäft in Weimar führt und die Branche im Präsidium der Kammer vertritt. Im ersten Halbjahr wären die Einzelhandelsumsätze um fast 1 Prozent gestiegen und auch vom Weihnachtsgeschäft erhoffe man sich einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.

„Spielwaren, Uhren, Schmuck, Bücher und Unterhaltungselektronik verbuchen Weihnachten zwischen 25 und 30 Prozent vom jährlichen Gesamtumsatz“, unterstreicht Annette Projahn. Grund zur Freude dürften aber besonders die Betreiber von Einkaufszentren und Kaufhäusern haben: der Pro-Kopf-Umsatz im Festtagsgeschäft soll in diesem Jahr von 40 auf 50 Euro steigen, verweist die IHK-Vizepräsidentin auf einschlägige Statistiken und Prognosen.

Und auch der Online-Handel erreiche neue Rekordwerte. Inzwischen würden immer mehr Kunden im Internet bestellen. Während bei den männlichen Käufern diverse Elektroartikel die Hitliste anführten, seien es bei den Frauen vor allem Bücher und Modewaren.

Dem setzten die heimischen Händler vor allem kreative Ideen der Kundenbindung entgegen und lockten mit Prämien, Coupons, attraktiven Preisnachlässen oder exklusiven Verkaufsveranstaltungen.
Autor: nnz

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