So, 08:52 Uhr
27.11.2011
Rechtzeitig orientieren
Land erweitert Richtlinie zur Berufsorientierung. Künftig werden auch Projekte zur Stärkung interkultureller Kompetenz gefördert. Schulen können sich ab sofrt um die Fördermittel bewerben...
Das Thüringer Wirtschaftsministerium erweitert die Richtlinie zur Berufsorientierung: Ab 1. Januar 2012 können an den allgemeinbildenden Schulen in Thüringen Projekte gefördert werden, die zur Stärkung der interkulturellen und sozialen Kompetenz beitragen. Auch sollen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Projekttagen mit Demokratie im Alltag und mit antidemokratischen, rechtsextremen oder rassistischen Ideologien auseinandersetzen.
Die Arbeitswelt wird immer stärker durch international zusammengesetzte Belegschaften geprägt, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD). Deshalb wollen wir Jugendlichen in Thüringen die Möglichkeit geben, frühzeitig interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und damit zusätzliche Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Alltag zu erwerben.
Der Arbeitsmarkt und das Berufsleben sind in den vergangenen Jahren internationaler geworden, sagte Machnig. Globalisierung, Arbeitnehmerfreizügigkeit und die Zuwanderung von Fachkräften führen auch in Thüringen zu kulturell gemischten Belegschaften. Es reiche längst nicht mehr aus, in der Berufsvorbereitung Qualifikationsprofile und Abschlüsse vorzustellen. Frühzeitig müssten Soft Skills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Konfliktmanagement und der Umgang mit Misserfolgen trainiert werden.
Auch sollten sich die Schüler frühzeitig damit beschäftigen, welche Möglichkeiten es gibt, die eigenen Arbeitsbedingungen mit zu gestalten. Arbeitnehmer haben Rechte – die Jugendlichen sollen lernen, dass sie sich an ihrer Arbeitsstelle einbringen und dass sie mitbestimmen können. Machnig: Jugendliche, die ihre Kompetenzen auf diesen Feldern stärken, steigern ihre beruflichen Entwicklungschancen.
Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie (SPD), hebt die Bedeutung einer praxisnahen und individuellen Berufs- und Studienorientierung hervor: Thüringen lässt junge Menschen bei der Berufsorientierung nicht allein. Mit dem Thüringer Berufsorientierungsmodell, das noch besser auf die Interessen und Fähigkeiten junger Leute abzielt, setzen wir frühzeitig auf die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Individuelle Förderung, fächerübergreifender und praxisorientierter Unterricht seien dabei die Schlüssel zum Erfolg. Dazu gehört auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler damit auseinandersetzen, wie Demokratie in Politik und Alltag funktioniert und in welchem Rahmen sie sich engagieren können.
Ab 2012 können diese Inhalte an den allgemeinbildenden Schulen in Thüringen vermittelt werden. Im Rahmen dieser Richtlinie sind qualifizierte Bildungsträger förderfähig.
Die Berufsorientierungsrichtlinie besteht aus zwei Säulen:
1. Die praxisnahe Berufsorientierung kann an allen 440 allgemeinbildenden Schulen im Freistaat angeboten werden. Sie ergänzt die schulischen Angebote zur Berufsorientierung. Die Abstimmung über die förderfähigen Projekte erfolgt zwischen Arbeitsagentur, Wirtschafts- und Bildungsministerium und der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GfAW). Die Projekte zur Stärkung der interkulturellen und sozialen Kompetenz werden in diesen Bereich der Richtlinie integriert.
2. Die Berufsvorbereitung unterstützt Jugendliche ohne Schulabschluss und Ausbildungsplatz.
Projekte zur Berufsorientierung werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. In der Förderperiode 2007 bis 2013 stehen insgesamt rund 63,5 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung. 83 Prozent der Mittel sind bereits bewilligt worden.
Autor: nnzDas Thüringer Wirtschaftsministerium erweitert die Richtlinie zur Berufsorientierung: Ab 1. Januar 2012 können an den allgemeinbildenden Schulen in Thüringen Projekte gefördert werden, die zur Stärkung der interkulturellen und sozialen Kompetenz beitragen. Auch sollen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Projekttagen mit Demokratie im Alltag und mit antidemokratischen, rechtsextremen oder rassistischen Ideologien auseinandersetzen.
Die Arbeitswelt wird immer stärker durch international zusammengesetzte Belegschaften geprägt, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD). Deshalb wollen wir Jugendlichen in Thüringen die Möglichkeit geben, frühzeitig interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und damit zusätzliche Schlüsselqualifikationen für den beruflichen Alltag zu erwerben.
Der Arbeitsmarkt und das Berufsleben sind in den vergangenen Jahren internationaler geworden, sagte Machnig. Globalisierung, Arbeitnehmerfreizügigkeit und die Zuwanderung von Fachkräften führen auch in Thüringen zu kulturell gemischten Belegschaften. Es reiche längst nicht mehr aus, in der Berufsvorbereitung Qualifikationsprofile und Abschlüsse vorzustellen. Frühzeitig müssten Soft Skills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Konfliktmanagement und der Umgang mit Misserfolgen trainiert werden.
Auch sollten sich die Schüler frühzeitig damit beschäftigen, welche Möglichkeiten es gibt, die eigenen Arbeitsbedingungen mit zu gestalten. Arbeitnehmer haben Rechte – die Jugendlichen sollen lernen, dass sie sich an ihrer Arbeitsstelle einbringen und dass sie mitbestimmen können. Machnig: Jugendliche, die ihre Kompetenzen auf diesen Feldern stärken, steigern ihre beruflichen Entwicklungschancen.
Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie (SPD), hebt die Bedeutung einer praxisnahen und individuellen Berufs- und Studienorientierung hervor: Thüringen lässt junge Menschen bei der Berufsorientierung nicht allein. Mit dem Thüringer Berufsorientierungsmodell, das noch besser auf die Interessen und Fähigkeiten junger Leute abzielt, setzen wir frühzeitig auf die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Individuelle Förderung, fächerübergreifender und praxisorientierter Unterricht seien dabei die Schlüssel zum Erfolg. Dazu gehört auch, dass sich die Schülerinnen und Schüler damit auseinandersetzen, wie Demokratie in Politik und Alltag funktioniert und in welchem Rahmen sie sich engagieren können.
Ab 2012 können diese Inhalte an den allgemeinbildenden Schulen in Thüringen vermittelt werden. Im Rahmen dieser Richtlinie sind qualifizierte Bildungsträger förderfähig.
Die Berufsorientierungsrichtlinie besteht aus zwei Säulen:
1. Die praxisnahe Berufsorientierung kann an allen 440 allgemeinbildenden Schulen im Freistaat angeboten werden. Sie ergänzt die schulischen Angebote zur Berufsorientierung. Die Abstimmung über die förderfähigen Projekte erfolgt zwischen Arbeitsagentur, Wirtschafts- und Bildungsministerium und der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaats Thüringen (GfAW). Die Projekte zur Stärkung der interkulturellen und sozialen Kompetenz werden in diesen Bereich der Richtlinie integriert.
2. Die Berufsvorbereitung unterstützt Jugendliche ohne Schulabschluss und Ausbildungsplatz.
Projekte zur Berufsorientierung werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. In der Förderperiode 2007 bis 2013 stehen insgesamt rund 63,5 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung. 83 Prozent der Mittel sind bereits bewilligt worden.
