Mi, 13:34 Uhr
30.11.2011
Arbeitsmarkt-Reaktionen (1)
Traditionell gibt es von Kammern, Verbänden, Gewerkschaften und der Politik die Reaktionen auf die heute veröffentlichten Zahlen des Thüringer Arbeitsmarktes. Diese Tradition wird auch heute beibehalten....
Der Arbeitsmarkt im Freistaat bleibt auf gutem Kurs. Mit einer Quote von 7,8 Prozent bleibt die Arbeitslosigkeit auf dem Oktober-Niveau. Der Arbeitsmarkt befindet sich auf einem stabilen Niveau, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD), er profitiert weiterhin von dem Rückenwind, der die Wirtschaft in 2011 erheblich vorangebracht hat.
Erfreulich sei, dass die Jugendarbeitslosigkeit von Monat zu Monat abnehme: Im November waren 6.828 unter 25-Jährige arbeitslos. Gleichzeitig gibt es eine große Gruppe, die von der positiven Entwicklung nicht profitiert. Vielmehr: Bei den über-50-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat angestiegen. Die Quote liegt bei fast 10 Prozent und bei den über 55-Jährigen sogar bei über 11 Prozent. Der Arbeitsmarkt in Thüringen bleibt gespalten, sagte der Arbeitsminister, wir brauchen ein Umdenken zu Gunsten der älteren Arbeitnehmer.
Die positive Wirtschaftsentwicklung hat das Klima auf dem Arbeitsmarkt verbessert. Jüngere Arbeitnehmer, Kurzzeitarbeitslose, aber auch Wechselwillige profitieren von diesem guten Trend. Vor allem die gut ausgebildeten Arbeitnehmer profitieren von der Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, so der Minister. Wer kurze Zeit arbeitslos ist oder einen anderen Job machen möchte, könne zurzeit schneller wieder eine Stelle finden. Dafür spreche die stetige Zunahme an offenen Stellen: Im November gab es einen Zugang von 6.148 gemeldeten Stellen (Oktober: 5.809).
Der Arbeitsminister warnte vor der Spaltung des Arbeitsmarktes, die sich verfestigt hat. Beunruhigend sei, dass die Arbeitslosigkeit unter den Älteren in Thüringen zugenommen hat: 35.869 über-50-Jährige waren im November ohne Job (Oktober: 35.437) und 22.683 der über-55-Jährigen (Oktober: 22.461). Langfristig sei hier keine Verbesserung zu erkennen. Auch behinderte Menschen profitieren zu wenig, hier bleibt ein Sockel von rund 6000 Arbeitslosen. Wir brauchen eine Kultur der Integration und der zweiten Chance, so Machnig, ältere Beschäftigte sind mit ihrer Erfahrung ein starkes Potenzial für die Unternehmen.
Gleichzeitig sei in Thüringen eine starke regionale Spaltung zu beobachten. In 4 von 23 Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die Arbeitslosigkeit über der Zehn-Prozent-Marke: Im Kyffhäuserkreis (11,9 Prozent), im Altenburger Land (11,5 Prozent), in Gera (11 Prozent) und im Unstrut-Hainich-Kreis (10 Prozent). Der Thüringer Arbeitsminister kritisiert die Einsparungen in der Arbeitsmarktpolitik durch die Bundesregierung.
So gehen die Mittel für die Qualifizierung und Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in 2012 um 23,5 Prozent, von 171 auf 131 Millionen Euro, zurück. Der Kyffhäuserkreis hat dann rund 23 Prozent weniger Mittel, das Altenburger Land 22,4 Prozent. Die Bundesregierung wirkt hier kontraproduktiv, so Machnig. Wir brauchen weiterhin hohe Investitionen in die Arbeitsmarktpolitik, um die Spaltung des Arbeitsmarktes zu überwinden.
Autor: nnzDer Arbeitsmarkt im Freistaat bleibt auf gutem Kurs. Mit einer Quote von 7,8 Prozent bleibt die Arbeitslosigkeit auf dem Oktober-Niveau. Der Arbeitsmarkt befindet sich auf einem stabilen Niveau, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD), er profitiert weiterhin von dem Rückenwind, der die Wirtschaft in 2011 erheblich vorangebracht hat.
Erfreulich sei, dass die Jugendarbeitslosigkeit von Monat zu Monat abnehme: Im November waren 6.828 unter 25-Jährige arbeitslos. Gleichzeitig gibt es eine große Gruppe, die von der positiven Entwicklung nicht profitiert. Vielmehr: Bei den über-50-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat angestiegen. Die Quote liegt bei fast 10 Prozent und bei den über 55-Jährigen sogar bei über 11 Prozent. Der Arbeitsmarkt in Thüringen bleibt gespalten, sagte der Arbeitsminister, wir brauchen ein Umdenken zu Gunsten der älteren Arbeitnehmer.
Die positive Wirtschaftsentwicklung hat das Klima auf dem Arbeitsmarkt verbessert. Jüngere Arbeitnehmer, Kurzzeitarbeitslose, aber auch Wechselwillige profitieren von diesem guten Trend. Vor allem die gut ausgebildeten Arbeitnehmer profitieren von der Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, so der Minister. Wer kurze Zeit arbeitslos ist oder einen anderen Job machen möchte, könne zurzeit schneller wieder eine Stelle finden. Dafür spreche die stetige Zunahme an offenen Stellen: Im November gab es einen Zugang von 6.148 gemeldeten Stellen (Oktober: 5.809).
Der Arbeitsminister warnte vor der Spaltung des Arbeitsmarktes, die sich verfestigt hat. Beunruhigend sei, dass die Arbeitslosigkeit unter den Älteren in Thüringen zugenommen hat: 35.869 über-50-Jährige waren im November ohne Job (Oktober: 35.437) und 22.683 der über-55-Jährigen (Oktober: 22.461). Langfristig sei hier keine Verbesserung zu erkennen. Auch behinderte Menschen profitieren zu wenig, hier bleibt ein Sockel von rund 6000 Arbeitslosen. Wir brauchen eine Kultur der Integration und der zweiten Chance, so Machnig, ältere Beschäftigte sind mit ihrer Erfahrung ein starkes Potenzial für die Unternehmen.
Gleichzeitig sei in Thüringen eine starke regionale Spaltung zu beobachten. In 4 von 23 Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die Arbeitslosigkeit über der Zehn-Prozent-Marke: Im Kyffhäuserkreis (11,9 Prozent), im Altenburger Land (11,5 Prozent), in Gera (11 Prozent) und im Unstrut-Hainich-Kreis (10 Prozent). Der Thüringer Arbeitsminister kritisiert die Einsparungen in der Arbeitsmarktpolitik durch die Bundesregierung.
So gehen die Mittel für die Qualifizierung und Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in 2012 um 23,5 Prozent, von 171 auf 131 Millionen Euro, zurück. Der Kyffhäuserkreis hat dann rund 23 Prozent weniger Mittel, das Altenburger Land 22,4 Prozent. Die Bundesregierung wirkt hier kontraproduktiv, so Machnig. Wir brauchen weiterhin hohe Investitionen in die Arbeitsmarktpolitik, um die Spaltung des Arbeitsmarktes zu überwinden.
