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Mi, 13:36 Uhr
21.12.2011

„Norden wieder ausgesperrt?“ (2)

Bei Lesern von nnz/kn kann man auch an Hand der Kommentare (nnz) feststellen das Thema Museen („Norden wieder ausgesperrt?“) bewegte doch recht heftig. Jetzt liegt auch eine Stellungnahme vom THüringer Museumsverband...


Mit sehr großem medialen und überhaupt öffentlichen Interesse ist die Freischaltung des neuen Museumsportals www.museen.thueringen.de am 19.12.2011 in Jena begleitet worden. Wir freuen uns über die Resonanz. Der Museumsverband Thüringen (MVT) und die Mitgliedsmuseen gestalten hier ein Stück Zukunft.

nnz/kn berichtet über das neue Portal und spekuliert, warum Museen in Nordthüringen bisher auf dem Portal nicht präsent sind. Gleich vorab gesagt, die Mutmaßungen in politischer Richtung, die Herr Herrmann anstellt, sind absurd und ohne jede Grundlage.

Das Projekt „Digitalisierung musealer Sachzeugen Thüringens“ läuft seit zwei Jahren. Alle Mitgliedsmuseen können sich daran beteiligen und die Dienstleistung des Verbandes kostenfrei in Anspruch nehmen. Sie müssen „nur“ die konkreten Sammlungsobjekte bzw. Sammlungen für die Digitalisierung zur Verfügung stellen und wissenschaftlich beschreiben.

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) fördert das Digitalisierungsprojekt, vor allem die technische Infrastruktur und das Team aus drei jungen Wissenschaftlern, die im Auftrag des MVT tätig sind. Im Jahr 2012 beläuft sich diese Summe auf 300.000 Euro, mit der Museen, Archive und Bibliotheken Thüringens durch das TMBWK gefördert werden.

Zum bundesweiten Netzwerk Digitalisierung gehören, neben dem MVT, u. a. der digiCULT Verbund eG Kiel, das Institut für Museumsforschung Berlin, die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) Jena und der Gemeinsame Bibliotheksverbund der Länder (GBV) Göttingen. Das Thüringer Portal ist über das Portal von digiCULT mit der Europeana, der Europäischen Digitalen Bibliothek, sowie ab 2012 mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) vernetzt. Der Nutzwert für Museen, Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit ist enorm. Vor allem durch die freie Recherche und Ansicht der Objekte im Internet ist ein Austausch an Wissen, Informationen und Bildung möglich.

Alle Mitgliedsmuseen des MVT sind eingeladen, sich an dem Zukunftsprojekt Digitalisierung zu beteiligen. Bis Ende 2011 werden drei weitere Museen mit Sammlungen auf dem Portal freigeschaltet, dann sind insgesamt 21 Museen präsent. Bereits jetzt gibt es Interessenbekundungen von weiteren rund 50 Museen, ihre Objekte digitalisieren zu lassen. Die Museen in Thüringen verfügen über ca. fünf Millionen erfasste Sammlungsobjekte. Da wartet noch viel Arbeit, aber der Anfang ist gemacht.
Michael Plote
Autor: khh

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