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Di, 09:16 Uhr
27.12.2011

Polizisten haben es nicht immer leicht

Die Arbeit als Polizist wird in den letzten Jahren immer schwieriger. Da werden Beamte bei Fußballspielen von pöbelnden „Fans“ angegriffen oder haben es mit alkoholisierten Menschen zu tun, die auf Körperpflege wenig Wert legen. Auf Verständnis bei Dritten stoßen sie dabei in den seltensten Fällen. Ein aktueller Fall des Amtsgerichts Sondershausen zeigt die Schwierigkeiten dieses Berufs...


Am 28. Mai des Jahres 2010 kamen zwei 24- und 20jährige Angeklagte überein, in eine Gaststätte in Sondershausen einzubrechen. Zu diesem Zweck schlugen sie mit einem vor Ort befindlichen Fahrradständer die Scheibe der Eingangstür ein. Anschließend stieg einer der beiden in das Innere des Gebäudes und reichte dem anderen einen mit alkoholischen Getränken gefüllten Rucksack heraus sowie eine Kiste Bier. Des Weiteren entwendeten sie Hartgeld aus der Kasse des Betriebes in unbekannter Höhe.

Dadurch wurde ein Sachschaden am Gebäude in Höhe von etwa 400 Euro verursacht. Beide Angeklagte standen zur Tatzeit mit 2,08 Promille bzw. 1,44 Promille erheblich unter Alkoholeinfluss, Cannabis war bei einem der Täter auch noch im Spiel. Nachdem die Polizei beide Täter in Tatortnähe gestellt hatte, wurden diese mit einer Reihe von Beleidigungen wie „Dreckschweine, Scheiß Bullen, schwule Sau, Hurensohn, Drecksbullen, Affe, Wichser“ und dem Spruch „Du kannst mir mal die Eier lecken!“ belegt.

Am 24. Oktober vorigen Jahres kam es in der Frankenhäuser Straße in Sondershausen gegen 2.45 Uhr zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen. Als Polizeibeamte gegenüber dem 20jährigen Täter aus dem Einbruch in die Gaststätte einen Platzverweis aussprachen, kam dieser der Aufforderung nicht nach. Bei der Durchsetzung des Platzverweises sollte er nun in Gewahrsam genommen werden. Hierbei versuchte er, einen Beamten mit der Faust in das Gesicht zu schlagen und nach ihm zu treten, Er war mit einer Blutalkoholkonzentration von 2,01 Promille reichlich angetrunken.

Das Amtsgericht Sondershausen hat nunmehr diese gewaltbereiten Täter zu einer zehnmonatige Freiheitsstrafe bzw. einer Geldauflage von 1.000 Euro nach Jugendstrafrecht verurteilt. Das Urteil und damit eine spürbare Strafe sind rechtskräftig geworden.

Für den beteiligten Polizeibeamten waren es einmal mehr schwierige Einsätze, die ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl erfordern und nicht selten unter die Haut gingen.
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
27.12.2011, 10:28 Uhr
Volles Programm
Da ist ja das volle Programm an Beleidigungen gegen die Polizei abgespult worden. Die beleidigten Polizisten haben mein volles Mitgefühl und ich hoffe, dass sich die Ordnungshüter alsbald von den Flätigkeiten erholen werden.
Paulinchen
27.12.2011, 19:06 Uhr
Nicht mutige Polizisten braucht unser Land,
nein viel schärfere Gesetze! Was ein Richter mit dem erhobenen Zeigefinger erreicht, dass sehen wir doch Tag ein und Tag aus. Die Polizei führt die Ganoven dem Richter vor den Schreibtisch und der lässt sie fast regelmäßig wieder laufen, wenn der Streifenwagen um die Ecke gefahren ist. Oft gibt es in der Urteilsfindung wegen erheblicher Alkohol/Drogenmenge milderen Umstände. Da sind 18-jährige plötzlich wieder Kinder/Jugendliche?

Mal ganz ehrlich, von dieser Art Gesetzesauslegung und Anwendung fühle ich mich nicht besonders geschützt in unserem „Rechtsstaat“. In einer Zeitung eines unserer Nachbarländer habe ich dieser Tage gelesen, dass die dortige Regierung auf Grund der Vielzahl von Verkehrsdelikten (z.B. Raserei! Dabei sind Polizisten unschuldig ums Leben gekommen) innerhalb weniger Wochen die Strafen drastisch erhöht hat. So ist jetzt z.B. geregelt, wer mit seinem Fahrzeug mit mehr als 50 km/h durch die Ortschaft „fährt“, oder die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn (120 km/h) um 80 km/h überschreitet, wird im Regelfall mit bis zu 4 Jahren Haft und der Enteignung des zur Tat verwendeten Fahrzeuges bestraft.

Hier werden unsere Ordnungshüter vom Staat mehr oder weniger „verheizt“. Die Ganoven machen sich über die Beamten lustig, wohl wissend, dass ihnen am Ende nichts passiert. Was haben wir für Gesetze? Da ist ein weibl. Mitglied einer Terrorbande dringend verdächtig, an der brutalen Ermordung einer Polizistin beteiligt gewesen zu sein und die sagt nicht aus, sei denn sie wird Kronzeugin. Nur kann diese froh sein, dass ich nichts zu sagen habe. Letztlich soll sie wohl auch an der Ermordung von türkischen Staatsangehörigen beteiligt gewesen sein. Dazu sagt sie auch nichts. Nun da machen wir es uns doch mal ganz leicht. Sie wird in die Türkei überstellt und verbringt dort ihre U-Haftzeit. Ich könnte mir vorstellen, sie kommt als singender „Vogel“ reumütig und freiwillig zurück. Und schon haben wir Klarheit über die Tathergänge in Sachen Terrorzelle. Oder sie findet in der Türkei ihre letzte Ruhestätte, dann lag es an ihr selbst, sie brauchte ja nur mal was zu sagen.

Eine Beamtenbeleidigung sollte auch unter erheblichen Alkoholpegel unter hoher Strafe stehen. Dabei sollte nicht nur mit 1.000,- € gedroht werden, nein – sie sollten eingezogen werden. Wer sie nicht hat, der wird sie doppelt verdienen müssen. z.B. mal die vollgekotzten Autos der Polizei und Rettungsdienste säubern. Graffitis von den Waggons der DB abschleifen usw. Also Arbeit gäbe es für die reichlich. Nun möge mir bitte niemand mit der freien Rechtsstaatlichkeit kommen, in der die Menschenwürde unantastbar ist. Ein Polizist sollte auch unantastbar sein. Ich will ja nicht die Ganoven anfassen, nein – die sollen die Arbeitsgeräte anfassen, mit denen sie die von ihnen angerichteten Schäden beheben müssen.

Es kann doch wohl nicht sein, dass wir in unserem Land nicht mehr Herr der Lage sind. Wer macht denn hier die Gesetze, die Ganoven oder der Staat, fragt sich Paulinchen.
Bodo Schwarzberg
28.12.2011, 00:26 Uhr
fehlende Autorität ist ein Grundübel
Wir werden noch sehen, was passiert, wenn sich der Staat auch weiterhin so schwach gegenüber Rüpeln aller Art zeigt. Nicht nur Freiheit bestimmt die Funktionsfähigkeit eines Gemeinwesens, sondern auch die Verteidigung ihres Wertesystems. Da aber liegt vieles im Argen. Zu DDR-Zeiten wären Beleidigungen dieser Art gegenüber der Polizei, mit Ausnahme vielleicht des Wendeherbstes undenkbar gewesen. Ein Staat aber, der sich eine Polzei leistet, deren Autorität nur noch auf dem Papier steht, sollte sich ernsthaft Gedanken über seine innere Struktur machen.
Auch wenn ich jetzt gewiss auf Kritik stoße: Es gibt auch in Diktaturen Elemente, über deren Anwendung man in der Demokratie nachdenken sollte. Damit meine ich natürlich keine Gewalt. Aber deutlich härtere und schneller ausgesprochene Strafen für Gewalttäter, Beleidiger und andere Chaoten, vielleicht auch andere Strafformen. Körperliche Arbeit z.B. hat noch niemandem geschadet. Alle Personen und Institutionen, die einst Respekt und Achtung genossen: Lehrer, Polizei, ja auch Geistliche, werden heute oft verlacht und stehen mit einem Bein im Knast, wenn sie jemanden etwas härter an der Schulter anfassen oder ihm mit deutlichen Worten in die Schranken weisen.
So aber darf das nicht weitergehen. Die derzeitige antiautoritäre Schleimpolitik ist ein Ausdruck unfähiger und mit sich selbst beschäftigter, satter Politiker, die selbst oftmals keinen Respekt mehr vor Werten haben, die einst für sie selbstverständlich waren. Das Wulff nicht zurücktritt, ist an Verächtlichmachung unserer Grundwerte nicht zu überbieten. Da könnte das Volk ruhig mal wieder aufstehen.
Arme Politik und armes Deutschland. Meine Sympathie und mein Respekt gehört den Polizeibeamten.
Wolfi65
28.12.2011, 09:07 Uhr
Kurz und Knapp
Dann wünsche ich den beiden Vorkommentatoren nicht, dass diese mal an so eine autoritäre Polizei geraten. Da kann ein kleiner verbaler Ausrutscher in einer Verkehrs- und oder Routinekontrolle, z.B. nach einer Feier jeglicher Art, schnell zum persönlichen Desaster führen.
Eine Polizei nach amerikanischen Vorbild könnte nicht nur für sogenannte Straftäter zum Problem werden.

Da gibt es dann schon mal schnell eine mit dem Knüppel, weil dem Distrikt-Marshall das Gesicht des Gegenüber nicht passt. Oder bei einer Verkehrskontrolle sind nicht gleich die Hände am Lenkrad und schon hat man die Ehre, in den Pistolenlauf zu blicken.

Geschwindigkeits Übertretungen können sofort mit Gefängnis besraft werden, obwohl man dann in den meisten Fällen seinen Job verliert. In der Türkei haben Frauen überhaupt nicht viel zu melden und schon gar nicht zur Polizei.

Also nicht zu oft nach härteren Strafen für Andere rufen, denn man kann mal sehr schnell selbst ins Kreuzfeuer geraten und dann ist guter Rat teuer.
Sonntagsradler 2
28.12.2011, 09:57 Uhr
Sehr geehrter Herr Bodo Schwarzenberg
Ihr Kommentar ist schon nicht schlecht aber leider nur ein Kommentar. Ändern tut dieser Bericht nichts. Diese Feststellungen diskutieren schon die DPG und fordern schon lange von den Politikern Änderungen.

Ihr Bericht ist ja schon nicht schlecht aber solange er nur hier in der nnz steht und nicht bei den dafür erforderlichen Behörden vorliegt ist das alles nur eine Darstellung der Machtlosigkeit gegenüber dem Staat (unserem Staat).

mfG
und gutn Rutsch
HaMi
28.12.2011, 12:02 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
abc123
30.12.2011, 01:09 Uhr
@Paulinchen
Zur deutschen Rechtsprechung hat jeder eine eigene Meinung, Ihr Kommentar schießt aber eindeutig über das Ziel hinaus.

Jeder der in der Ortschaft zu schnell fährt soll eine Haftstrafe erhalten? Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin kein Freund von Raserei aber wie schnell passiert es denn, dass man mal 5-10 Kmh zuviel auf dem Tacho stehen hat? Deswegen gleich Haft + Enteignung? Sind ja tolle Aussichten. Wenn es erst solche Gesetze gibt kommen auch bald noch weitere, jetzt vielleicht noch undenkbare hinzu. Würden SIe dann noch gerne in Deutschland leben, wenn man wirklich wegen jeder Kleinigkeit eingesperrt werden kann?

Zum Thema Beate Zschäpe. Sie schreiben es ja bereits richtig, die Frau ist tatverdächtig. In unserem Rechtsstaat gilt für JEDEN die Unschuldsvermutung, bis die Schuld zweifelsfrei bewiesen ist. So schnell wie in diesem Fall Beweisstücke aufgetaucht und angebliche Zusammenhänge aufgedeckt wurden sollte es doch ein leichtes sein, stichhaltige Beweise gegen sie vorzubringen. Wenn man aber wirklich auf ihre Aussage angewiesen ist scheint man das aber nicht wirklich hinzubekommen.

Zu Ihrem tollen Vorschlag mit der Türkei. Sie wollen also Aussagen mit schlechten Haftbedingungen erzwingen? Klar ist ja auch einfach, entweder jemand sagt das aus, was die Justiz will oder dieser jemand geht eben auf Grund der Haftbedingungen zugrunde. Das gab es alles schon einmal, also eine Zeit in der Leute ALLES aussagten, nur auf Grund der Behandlung die man ihnen zu Teil werden ließ.
Entschuldigen Sie die Wortwahl aber ich kann es gerade nicht anders ausdrücken: Kein Mensch, der einigermaßen bei Verstand ist, kann sich ernsthaft türkische oder ähnliche Verhältnisse wünschen (vor allem nicht als Frau, wovon ich beim Namen Paulinchen jetzt einfach einmal ausgehe).
Paulinchen
30.12.2011, 12:21 Uhr
Klarstellung…
Mit meinem Beitrag habe ich nicht beabsichtigt, irgendeine Person, von denen hier in dieser Zeitung schreibenden, persönlich zu beleidigen oder dieser seelische Schäden zuzufügen. Sollte dies aber geschehen sein, so bitte ich hiermit aufrichtig um Entschuldigung.

Befremdet hat mich aber nur, dass hier Dinge teilweise nicht verstanden wurden. In meinem Betrag ging es nur darum, dass wir auf der einen Seite uns beklagen, dass wir zu streng vom Staat kontrolliert werden. Aber schon im nächsten Satz fallen wir über die Polizei her, die ja doch einige nur als üble Nebensache ansehen. Die kann man beschimpfen, denen kann man Gewalt androhen – ja es geht leider bis zum hinterhältigen Morden an ihnen. Der Ruf allein nach neuen, wirksameren Gesetzen hilft uns in der Sache aber allein nicht weiter. Wir können nicht das Eine lieben und das Andere hassen. Gesetze sind nun mal dazu da, dass sie eingehalten werden. Die Unbelehrbaren Mitmenschen unter uns, müssen dies aber auch mal zu spüren bekommen.

Im konkreten Fall ging es im Artikel um das Fahren unter Alkohol und Drogen. Zur Erinnerung: Dies sind doch keine Kavaliersdelikte, denn man weiß ja, dass man vor Antritt und während der Fahrt weder das eine, noch das andere davon zu sich nehmen darf. Leider kommen, bei den in aller Regel folgenschweren Unfällen, meist dann nur die Unschuldigen dabei ums Leben.
Und Raserei innerhalb geschlossener Ortschaften, wie von mir beschrieben, mit mehr als 50 km/h über den schon erlaubten 50 km/h, sollten auch kein Kavaliersdelikt sein.

Zum Thema U-Haft: Was hat der damalige Ermittler im Fall Jacob v. Metzler mit seiner Äußerung gegenüber dem Entführer und späteren Mörder des Kindes eigentlich gewollt, als er den vermeintlichen Täter unter Druck gesetzt hat? Er wollte das Leben eines Kindes retten! Was es ihm persönlich gebracht hat dürfte ja bekannt sein. Kind tot, der Ermittler ist den Job los. Kann und darf es das sein? Heute kommen Gewaltverbrecher frei, nur weil die Wortwahl im Urteil nicht dem EU-Recht entsprach.

Diesbezüglich habe ich mich mit dem Herrn Bosbach, dem CDU Rebell in Sachen EU-Rettungsschirm, via E-Mail ausgetauscht und erfahren müssen, dass es wirklich nicht anders geht, die freigelassenen Gewaltverbrecher sind im Recht. (nach EU-Norm)

Als eine Reaktion auf meinen Beitrag kam zum Ausdruck, dass man das Recht auf Arbeit im Grundgesetz vermisse. Warum dies auf der Strecke blieb, habe ich beschrieben. Wenn demnächst die „Karten“ im Bundestag neu gemischt werden (Wahlen), dann sollten wir uns alle gewissenhaft mit dem Wahlprogramm der betreffenden Bewerber beschäftigen und dann nicht die Menschenrechte in der Türkei verurteilen, wenn das Land Mitglied in der EU geworden ist. „Den Dr. Kohl“ wollten wir alle von der „Bühne“ jagen, was war für uns die Quittung? Hartz IV. Nun ich glaube, dass jeder von uns diese Themen auf seine Art beliebig und persönlich ausdehnen könnte. Ich will es dabei aber jetzt belassen.

Nur eines sei mir noch gestattet. Wenn man nach Recht und Gesetz lebt, wie beschrieben wurde, dann sollte man aber nicht im nächsten Satz einer Kommentatorin Gewalt androhen in Form von heißen Ohren. Aber vielleicht war es ja auch nicht so gemeint, wie von mir verstanden, oder? Nun wünsche ich allen, einen fröhlichen und friedvollen Jahreswechsel und denken wir alle an die unter uns, von denen wir erwarten, dass sie dafür sorgen.
In diesem Sinne grüßt Paulinchen.
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