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Mi, 14:55 Uhr
28.12.2011

Marke geknackt

Das Jahr 2011 ist für die Thüringer Wirtschaft auf dem internationalen Parkett äußerst erfolgreich verlaufen. Regionale Produkte „Made in Thuringia“ erfreuten sich weltweit einer wachsenden Nachfrage. Vorläufigen Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zufolge dürften die Ausfuhren in diesem Jahr erstmals die 12 Milliarden Euro Marke übertreffen...


Angesichts der wachsenden Schwierigkeiten in wichtigen Abnehmerländern ist jedoch zu befürchten, dass die Exporte in den nächsten Monaten eine deutlich langsamere Gangart anschlagen werden.
„Die Ausfuhrbilanz der exportorientierten Firmen des Freistaats kann sich im Jahr 2011 wirklich sehen lassen. Wir rechnen mit einem Rekordwert von rund 12 Milliarden Euro“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser fest.

Zwei Drittel der Gesamtausfuhren wären auch 2011 in die Länder der Europäischen Union (EU) gegangen. Unter den „Top Ten“ der Thüringer Exportrangliste würden sich mit den USA und China lediglich zwei Länder außerhalb Europas wiederfinden. Wichtigste Abnehmer von Thüringer Produkten seien auch im zu Ende gehenden Jahr abermals Frankreich, Großbritannien und Italien gewesen. „Die Exportländerstruktur macht die starke Abhängigkeit der Thüringer Wirtschaft von einem funktionierenden europäischen Markt deutlich. Rund 36.000 Arbeitsplätze in der Thüringer Industrie sind direkt oder indirekt mit den Ausfuhren in die EU verbunden“, betont der IHK-Chef. Allein die aktu-

ellen Euro-Krisenländer Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Irland hätten in diesem Jahr Waren und Dienstleistungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro bezogen. Insofern seien die Wachstumsaussichten der Thüringer Exportwirtschaft in den nächsten Monaten auch vom Erfolg der Konsolidierungsmaßnahmen in den betreffenden Ländern beeinflusst.

Die enorme Schuldenbelastung der öffentlichen Haushalte zwinge dazu, die Staatsfinanzen zu sanieren. Das geschehe zum einen über die Senkung öffentlicher Ausgaben. Gleichzeitig würden jedoch auch die Steuern für Unternehmen und Verbraucher angehoben. Dies kürze die finanziellen Mittel für Investitionen, schränke den Konsum der Bevölkerung ein und reduziere letztendlich auch die Nachfrage von Maschinen, Ausrüstungen oder Konsumgütern aus Thüringen.
Autor: nnz

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