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Di, 06:18 Uhr
03.01.2012

Drei Scheiben abschneiden

Wenn es um Besucherfreundlichkeit geht, können sich die Stiftungen Thüringer Schlösser und Gärten und die Stadt Sondershausen gleich "mehr als ein Scheibe" bei vergleichbaren Objekten abscheiden...

Schloss Sondershausen ist ja für seine nicht gerade freundlichen Behandlung der Radfahrer bekannt. Bei kn hat man schon seit Jahren darauf hingewiesen.

Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dieser völlig Radfahrer unfreundliche Parkplatz im Innenhof von Schloss Sondershausen zeigt, wie wenig man an Radfahrern interessiert ist. Sonst achtet man auf Optik und hier stört gar noch diese "Krücke" (Entschuldigung, anders kann man dieses Ding nicht bezeichnen!) die Leute beim Fotografieren. Und die Fotografien sind bestimmt keine gute Werbung für das Schloss.

Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wie es besser geht, zeigen die Staatlichen Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern am Beispiel des Jagdschlosses Granitz. Der Fahrradparkplatz ist nicht nur schick überdacht, sondern durch geschicktes Anpflanzen von Grün ideal in das Schlossensemble Jagdschloss Granitz und Forst- und Gasthaus (ein Stück ist auf dem Foto zu sehen) eingepasst.

Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Natürlich gibt es für das Anschließen der Fahrräder richtig Bügel, damit man auch wirklich den Rahmen anschließen kann. So fordert es ja eigentlich auch das Thüringer Verkehrsministerium, aber auf den Ohr hört man nicht so richtig bei den Verantwortlichen hin. Tourismus erlebbar machen und die entsprechende touristische Förderung sind eben zweierlei.

Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Interessant auch dieser Blick. Da das Jagdschloss auf einem Hügel liegt, von Bergen sollte man auf der Insel Rügen nicht gerade sprechen, bietet man trotzdem in Binz diese Pedelacs (E-Fahrrad) zum Ausleihen an.
Interessante Variante wäre für Sondershausen, damit Besucher auch mit elektrischer Unterstützung zum Possen oder Frauenberg kommen. Es wird ja in letzter Ziel viel über E-Mobilität gesprochen. Vielleicht war das mal ein Tipp zum Nachdenken.
Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Drei Scheiben abschneiden (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Granitz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Zwischen den beiden Gebäuden von Jagdschloss Granitz und Forst- und Gasthaus liegt dieser schöne Kinderspielplatz (mittleres Bild). Auch das sollte eine Anregung sein, wie man das Schlossensemble Sondershausen aufwerten sollte. So viele Spielplätze gibt es zentrumsnah nicht gerade, erst rtecht nicht in Schlossnähe, damit es auch für Kinder attraktiv ist.

Das Jagdschloss Granitz liegt mitten im ca. 1000 ha großen Waldgebiet der Granitz, welches seit 1991 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen gehört. Trotzdem war die Anlage dieses Spielplatzes möglich, um gleich einige Ausreden vom Tisch zu fegen. Wie sagt man so schön, wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch.

Der Thüringentag steht vor der Tür und so viel öffentliche Diskussion gab es bisher nicht. Und mit Sicherheit werden auch einige Radfahrer den Weg nach Sondershausen finden. Man sollte gerüstet sein und sich nicht blamieren. Wen man mit Unstrut-Warra-Radweg baut muss man auch an die Infrastruktur für die Radfahrer denken. Über Internet spricht sich Radfahrerunfreundlichkeit schnell rum. Wer weiß, wie viel "schicke" Fotos des Fahrradständers schon bei Facebook gepostet sind. Auch das kann Werbung sein, allerdings geht da der Schuss nach hinten los.
Autor: khh

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