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Sa, 14:15 Uhr
07.01.2012

Sehr gelungener Einstand

Das Musikfestival “Glanz und Pracht protestantischer Kirchenmusik an Unstrut und Kyffhäuser”, dass gestern in der Klosterkirche Roßleben mit einem exzellenten Konzert startete, sollte auch in der weitere Folge sicher einen großen Zuspruch erfahren..

Im Eröffnungskonzert in der Klosterkirche der Klosterschule Roßleben ging es die „Die Weihnachtsgeschichte in Musik gesetzt von Heinrich Schütz und Michael Praetorius“.
Als Solisten traten auf:
Gesine Adler – Sopran I (Engel), Inge Clerix – Sopran II,
Alexander Schneider – Altus, Patrick Grahl – Tenor I,
Ingolf Seidel – Tenor II (Evangelist), Dirk Schmidt – Bass (Herodes)

Sehr gelungener Einstand (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sehr gelungener Einstand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Inge Clerix und Dirk Schmidt sprangen erfreulicherweise für die krankheitsbedingt ausgefallenen Friederike Urban und Raimund Nolte ein. Es spielte die Merseburger Hofmusik (auf Instrumenten alter Mensur) unter der Leitung von Michael Schönheit.

Hinter der „Merseburger Hofmusik“, die 1998 gegründet wurde, "verstecken" sich Musiker aus dem Gewandhausorchester Leipzig und freischaffende Musiker, die sich unter der künstlerischen Leitung von Michael Schönheit zusammen gefunden haben, um auf historischen Instrumenten Barockmusik des mitteldeutschen Raumes erklingen zu lassen. Mit dem gestrigen Start in das Festival “Glanz und Pracht protestantischer Kirchenmusik an Unstrut und Kyffhäuser” wurde mit Sicherheit bereis ein großartiger akustischer Höhepunkt gesetzt. Wenn ein Besucher den Schirmherrn des Festivals, Bundestagsmitglied Johannes Selle (CDU) fragte, ob das noch zu "toppen" sei, kam die diplomatische Antwort: "Abwarten, mit der Johannespassion (wieder mit der Merseburger Hofmusik) am Gründonnerstag in der Klosterkirche Donndorf, setzen wir einen weiteren musikalischen Höhepunkt.

Sehr gelungener Einstand (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sehr gelungener Einstand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In seinen Eröffnungsworten ging Johannes Selle auf den Inhalt des Festivals ein. An ausgewählten Konzertorten in der Region wird dieses Festival stattfinden und soll ein Beitrag des Themenjahres “Musik und Reformation” im Rahmen der Lutherdekade 2017 sein. Gesichert sind für dieses Jahr neun Konzerte. Es erklingen Oratorien, Passionen, Kantaten, Requien, liturgische Gesänge und Orgelmusik an Stätten, die direkt oder indirekt mit Luther, der Reformation oder deren Zeitgenossen (Musiker) zu tun haben. Die Konzerte werden in der Marienkirche zu Mühlhausen, der Wasserburg Heldrungen , dem Panorama Museum Bad Frankenhausen und den Klosterkirchen Roßleben (gestern) und Donndorf erklingen.


Zur Entstehung des Festivals im Rahmen der Luther-Dekade (2008 bis 2017) in der jetzigen Dimension sei man deshalb gekommen, weil Landtagsmitglied Gudrun Holbe (CDU) und der Schirmherr des Festivals, Bundestagsmitglied Johannes Selle (CDU) nach einer Fördermöglichkeit gesucht hatten. In einem Bundesprogramm wurde man fündig, aber mit der Auflage das Festival müsse nationalen Charakter haben. Darum hatte man sich nach Partnern um geschaut und die ursprüngliche Konzertreihe von drei (kn berichtete bereits) auf neun erhöht, und Interpreten gefunden, die den nationalen Charakter unterstreichen, neben der „Merseburger Hofmusik“ auch der Gewandhauschor und viele andere Künstler.

Die Musik ist eine der wichtigsten Grundpfeiler in der Auslegung der evangelischen Theologie, so Selle in den gestrigen Vorworten. Er betonte aber auch, dass es sich bei der Lutherdekade auch um ein ökumenisches Fest handelt. Im Rahmen seiner Würdigung Luthers ging Selle auch auf aktuelle politische Ereignisse ein und rief die Politiker auf, unabhängig zu sein. Abschließend dankte Selle Denny Ph. Wilke, der die künstlerische Leitung des Projektes übernommen hat (unterstützt vom Matthias Deichstetter), und Herbert Knischka der über den Kyffhäusertourismusverband die Vermarktung organisiert.

Auch die regionalen Politker hatten sich gestern eingefunden. Neben Johannes Selle war auch Landtagsmitglied Gudrun Holbe unter den Besuchern, eben so wie die Bürgermeister von Wiehe Dagmar Dittmar (CDU) und Roßleben Rainer Heuchel (SPD). Während es der Vizelandrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Bernd Münzberg bis nach Roßleben geschafft hatte (Mühlhausen ist auch wichtiger Festspielort), hatte es aus dem Landratsamt Kyffhäuserkreis kein Verantwortlicher geschafft, wunderten sich einige Roßleber Besucher und machten das auch gegenüber kn deutlich.

Sehr gelungener Einstand (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sehr gelungener Einstand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Geschäftsführer der Stiftung Klosterschule Roßleben zeigte sich zufrieden, dass "seine" Klosterkirche bis auf den letzten Platz gefüllt war, und dass man diesen Ort als Startort des Festivals gewählt hatte. Er erinnerte aber auch daran, dass die Klosterschule bereits 50 Jahre bestand, ehe die Reformation begann.

In einem kurzen Videoclip kann kn nicht die Begeisterung des Publikums wiedergeben, aber einen kleinen Eindruck kann man gewinnen. Durch den Beifall animierte man das Ensemble, einen der Höhepunkte des Konzertes nochmals wiederzugeben: "Es ist ein Roß entsprungen".


Video Eindruck


Das Festival, dass von Bund und Land mit 130.000 Euro kosfinanziert wird, geht am Gründonnerstag in den nächsten musikalischen Höhepunkt. Weitere Termine und Informationen gibt es in diesem Flyer:
Flyer Festival
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Konzert Roßleben (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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