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Mi, 15:36 Uhr
11.01.2012

Die Zeit ist reif


"Es ist wieder Zeit für solche Stücke. Stücke, die für Schauspieler geschrieben sind." Frank Sieckel weiß, wovon er spricht. Seit drei Jahrzehnten kennt er die Theaterszene in Deutschland, hat für den mdr gearbeitet, war in vielen Filmrollen und in den letzten Jahren auch hin und wieder im Nordhäuser Theater zu sehen. Jetzt kehrt er mit einem ganz speziellen Stück heim in seine Geburtsstadt Nordhausen.

Der bayrische Autor Patrick Süskind wurde 1985 weltberühmt, als er seinen Roman "Das Parfüm" vorlegte, der einen jahrelangen Stammplatz in den Bestsellerlisten der Welt einnahm und vor wenigen Jahren spektakulär verfilmt wurde. Was weniger in den Fokus der Öffentlichkeit geriet war die Tatsache, dass im gleichen Jahr sein Einakter für einen Schauspieler "Der Kontarbass" das mit Abstand meistgespielte Bühnenstück auf deutschsprachigen Bühnen war. Über 500 Inszenierungen gab es in dieser Spielzeit von dem 1981 geschriebenen Monolog eines einsamen, etwas schrulligen Musikers, der tragikomisch über das Leben, die Liebe und die Musik sinniert.

In Leipzig wohnte der junge Schauspielstudent Frank Sieckel 1985 einer Aufführung mit dem großen Gert Gütschow bei. Damals ahnte er nicht, dass er sich fast dreißig Jahre später einen Kontrabass besorgt und einen Lehrer engagiert, der ihm die Grundbegriffe des Bassspielens beibringt. Und dass er gemeinsam mit Intendant Lars Tietje und Jochen Einenkel, dem Geschäftsführer der Nordhäuser Traditionsbrennerei in einer Pressekonferenz sitzt, um seine Inszenierung eben jenes Stücks "Der Kontrabass" vorzustellen.

theater (Foto: okn) theater (Foto: okn)


Ein Stück, das immer noch aktuell ist, weil es zutiefst menschlich ist und das lachende und weinende Auge unseres Erdendaseins zeigt. "Es beschreibt das Theater und das Leben der Theaterschaffenden, wie es wirklich ist", behauptet Sieckel. Und er muss ja wissen.

Sieckels bodenständiges und professionell komödiantisches Theaterverständnis, dass den Autor achtet und dem Schauspieler Raum gibt, sich zu entfalten sollte ein Garant dafür sein, dass die Traditionsbrennerei nach den erfolgreichen Aufführungen um "Henriette" nun in eine neue Ära theatralischer Aktivitäten eintritt. Bemerkenswert ist an der Inszenierung auch, wie der Intendant des hiesigen großen Stadttheaters solche Projekte keineswegs als Konkurrenz versteht, sondern sie unterstützt und in seinen Spielplan integriert.

Premiere wird am Samstag, 28. Januar um 19.30 Uhr in der Traditionsbrennerei sein, weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 5. und 12. Februar jeweils 18 Uhr und am Freitag, 17. Februar um 19.30 Uhr.
Autor: nnz

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