Mo, 10:06 Uhr
30.01.2012
Richter Kropp: Wie man sein Kind kaputt macht
Mandy (Name geändert) aus dem östlichen Kyffhäuserkreis ist 8 Jahre alt und hat schon viel durchgemacht. Ihre Eltern haben sich nach langen Streitigkeiten endlich scheiden lassen, streiten sich aber weiter. Jetzt streiten sie um die elterliche Sorge und dem Umgang mit ihr...
Im Juni hat das Jugendamt des Kyffhäuserkreises das Kind in Obhut genommen. Grund hierfür waren ärztliche Berichte, wonach bei Mandy aufgrund eines Loyalitätskonflikts eine seelische Behinderung drohe. Das Kindeswohl sei gefährdet und Mandy müsse in einem Heim unter ärztlicher Aufsicht untergebracht werden.
Dies lehnen die Eltern ab, die vor dem Amtsgericht Sondershausen überraschend einvernehmlich um ihre Tochter stritten. Hautpangriffspunkt der Eltern waren die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, die sich einiges anhören mussten. Sie, die Eltern seien ja gesprächsbereit, das Amt habe jedoch jegliche Gespräche boykottiert.
Geht es eigentlich um sie und ihre Befindlichkeiten oder um Mandy?, fragte irgendwann in der Sitzung Familienrichter Christian Kropp die Eltern. Auch den Vorwurf des Richters, sie hätten durch ihre ständigen Streitereien Mandy kaputt gemacht, wollten beide nicht gelten lassen. Der Umgang und ihre Kommunikation funktionierten jetzt, das Amt sei schuld.
Dies ließen sich die Mitarbeiterinnen des Amtes nicht gefallen und hielten den Eltern ihr mehrjähriges Fehlverhalten vor. Das letzte Wort hatte wie so oft der Familienrichter. Mandy bleibt weiter in dem Heim und wird psychologisch betreut. Die Eltern müssen an einer Elterntherapie über 6 Monate teilnehmen. Dann soll das Mädchen zu ihrer Mutter zurück und weiterhin Umgang mit dem Vater haben.
Wenn es gut geht. Übrigens: den Namen Mandy haben die Eltern bei ihren Tiraden kaum benutzt – auch bezeichnend! Das Thüringer Oberlandesgericht hat diese Entscheidung inzwischen bestätigt.
Autor: nnzIm Juni hat das Jugendamt des Kyffhäuserkreises das Kind in Obhut genommen. Grund hierfür waren ärztliche Berichte, wonach bei Mandy aufgrund eines Loyalitätskonflikts eine seelische Behinderung drohe. Das Kindeswohl sei gefährdet und Mandy müsse in einem Heim unter ärztlicher Aufsicht untergebracht werden.
Dies lehnen die Eltern ab, die vor dem Amtsgericht Sondershausen überraschend einvernehmlich um ihre Tochter stritten. Hautpangriffspunkt der Eltern waren die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes, die sich einiges anhören mussten. Sie, die Eltern seien ja gesprächsbereit, das Amt habe jedoch jegliche Gespräche boykottiert.
Geht es eigentlich um sie und ihre Befindlichkeiten oder um Mandy?, fragte irgendwann in der Sitzung Familienrichter Christian Kropp die Eltern. Auch den Vorwurf des Richters, sie hätten durch ihre ständigen Streitereien Mandy kaputt gemacht, wollten beide nicht gelten lassen. Der Umgang und ihre Kommunikation funktionierten jetzt, das Amt sei schuld.
Dies ließen sich die Mitarbeiterinnen des Amtes nicht gefallen und hielten den Eltern ihr mehrjähriges Fehlverhalten vor. Das letzte Wort hatte wie so oft der Familienrichter. Mandy bleibt weiter in dem Heim und wird psychologisch betreut. Die Eltern müssen an einer Elterntherapie über 6 Monate teilnehmen. Dann soll das Mädchen zu ihrer Mutter zurück und weiterhin Umgang mit dem Vater haben.
Wenn es gut geht. Übrigens: den Namen Mandy haben die Eltern bei ihren Tiraden kaum benutzt – auch bezeichnend! Das Thüringer Oberlandesgericht hat diese Entscheidung inzwischen bestätigt.
