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Di, 20:05 Uhr
07.02.2012

Harte Arbeit für sauberes Abwasser

Bei der jetzigen Kältewelle denkt man an alles Mögliche, aber auch ans Wasser? Sollte man, denn hier kann es auch Probleme gegen, in jedem Fall aber viel zusätzliche Arbeit...

Zuerst denkt man bei großer Kälte an geplatzte Rohrleitungen. Aber hier gibt es zum Glück beim Trinkwasser- und Abwasser-Zweckverband (TAZ) noch nicht die großen Probleme, wie Hans-Peter Schwarzbach vom TAZ in Gespräch mit kn verriet. Das wird kommen, wenn der Frost wieder nachlässt.

Viel mehr Probleme bereiten allerdings die Wasseruhren. Vielfach sind sie nicht geschützt genug verpackt und frieren ein, mit dem Resultat, keine Wasser. Allein heute am Vormittag waren es gleich 15 Stück, die bis zum Gespräch kurz nach 12:00 Uhr schon gemeldet worden waren. Und auch an den Vortagen gab es etliche eingefrorene Wasseruhren. Beim Bereich Trinkwasser ist jetzt die Hauptaufgabe beim TAZ, dass Trinkwassernetz zu schützen.

An die Trinkwasserrohre denkt der Laie noch am Häufigsten, aber auch im Bereich Abwasser haben wir es nicht leicht, so Schwarzbach. Schauen sie mal am Klärwerk vorbei, da können sie sehen, was ich meine.

Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In der Tat, draußen am Klärwerk in Jecha konnte kn sehen, um was es ging. Die Kälte ist so groß, dort gefriert der in den Klärbecken auftretende Schaum zu dicken Eisscholle, die mühsam zerschlagen werden müssen, damit sich das Rührwerk überhaupt drehen kann. Bei großer Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit über dem Klärbecken keine leichte Aufgabe.

Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Am Einlauf des Klärbeckens läuft das Abwasser trotz des langen Weges aus der Stadt am Nachmittag noch mit 8,6 °C in das Klärbecken. Hier gibt es auch noch kein Eis. Auch dort wo es noch wegen der Technologie stark sprudelt (Bildergalerie), kann sich kein Eis bilden. Noch nicht.

Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber schon auf der gegenüberliegenden Seite das Klärbeckens ist der Schaum so stark gefroren, dass er wie oben gesehen, zerschlagen werden muss, damit das Rührwerk auch tatsächlich funktioniert.

Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Interessant dabei, obwohl sich oben am Auslauf des Klärbeckens dichte Eisschollen ballen, tritt das Wasser noch mit 6°C aus. Damit die gesamte Verarbeitung des Abwassers problemlos laufen kann, müssen alle Anlagen ausreichend erwärmt werden, natürlich auch die Probeflaschen der Qualitätskontrolle, denn trotz der Kälte muss alles lupenrein dokumentiert werden.

Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Apropos lupenrein, so klar war das Wasser, als es die verschiedenen Stationen des Klärwerkes verlassen hat. Auf dem Foto kann man wohl gut erkennen, dass hier Wasser raus kommt, das fast Trinkwasserqualität hat. Es wird übrigens natürlich nicht zu Trinkwasser verarbeitet, sondern in den sogenannten Vorfluter abgestoßen, ganz schnöde auch Wipper genannt.

Was wird eigentlich aus dem dicken Zeugs, was sich so im Abwasser befindet? Im ersten Bild der Bildergalerie kann man sehen, dass eine sich schon fast trockene Masse gebildet hat, die fast bakterienfrei ist. Und wenn es Geruchsinternet gäbe, könnten Sie riechen, dass es eigentlich überhaupt nicht mehr riecht, ja wirklich fast geruchsfrei ist. Übrigens ist diese Masse wegen des Nährstoffgehaltes eine ideale Ausgangsmasse zum Herstellen von Blumenerde, wie kn erfahren hat. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht noch so kalt wird, dass das im Freien arbeitende Klärwerk nicht einfriert, denn dann hätte man wirklich ein Problem. Dann wäre die „Kacke“ so richtig am Dampfen, wie man es im Volksmund so schön sagt. Aber der Frost soll wohl spätestens in einer Woche etwas nachlassen, wie die Meteorologen versprechen.
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Harte Arbeit für sauberes Abwasser (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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