Fr, 13:14 Uhr
17.02.2012
kn-Forum: Rücktritt Wulff (1)
Der Rücktritt des Bundespräsidenten bewegt auch unsere Leser. Hier eine Meinung von Rolf-Dieter Reiber, verbunden mit der Frage, ist das Amt überhaupt notwendig?...
Unwürdige acht Wochen haben mit dem Rücktritt von Bundespräsident Wulff vorerst ihren Abschluss gefunden. Die Zeit der Halbwahrheiten und scheibchenweise Zugabe von Fakten haben ihm nicht geholfen über die Runden zu kommen. Dieser Mann hat sich in eine Vorbildrolle stilisiert, die er selbst nicht gelebt hat. Das unsägliche Festhalten am Präsidentensessel war schon Grotesk. Das er als "Moralapostel" gern mit dem Finger auf andere Politiker gezeigt hat, hat ihn selbst schneller eingeholt als er glaubte.
Nie lag die Schuld bei ihm. Ein paar Fehler, aber er ging immer Aufrecht durchs Leben. Alles böse Hintertreibungen. Es wird sich alles aufklären. Mit diesem Credo hat er sich in eine vorzüglich Absicherung bis ans Lebensende verabschiedet. Das er mit Ach und Krach erst im dritten Wahlgang ins Amt gehieft wurde ist nicht vergessen. Bis zum Schluss hat Frau Merkel die Hand über ihn gehalten, bis der Staatsanwalt das Wort ergriffen hat. Die Karawane seiner kontostarken Freunde wird sicher unverdrossen weiterziehen. Jetzt rotieren die Regierungsparteien um einen neuen Bundespräsidenten zu finden. Wieder Parteiengezerre? Hoffentlich einigen sich die Parteien auf einen Parteiübergreifenden Kandidaten und nicht einen der Kanzlerin.
Nicht nur am Rande steht die Frage, ob dieses Amt überhaupt nötig ist?
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khhUnwürdige acht Wochen haben mit dem Rücktritt von Bundespräsident Wulff vorerst ihren Abschluss gefunden. Die Zeit der Halbwahrheiten und scheibchenweise Zugabe von Fakten haben ihm nicht geholfen über die Runden zu kommen. Dieser Mann hat sich in eine Vorbildrolle stilisiert, die er selbst nicht gelebt hat. Das unsägliche Festhalten am Präsidentensessel war schon Grotesk. Das er als "Moralapostel" gern mit dem Finger auf andere Politiker gezeigt hat, hat ihn selbst schneller eingeholt als er glaubte.
Nie lag die Schuld bei ihm. Ein paar Fehler, aber er ging immer Aufrecht durchs Leben. Alles böse Hintertreibungen. Es wird sich alles aufklären. Mit diesem Credo hat er sich in eine vorzüglich Absicherung bis ans Lebensende verabschiedet. Das er mit Ach und Krach erst im dritten Wahlgang ins Amt gehieft wurde ist nicht vergessen. Bis zum Schluss hat Frau Merkel die Hand über ihn gehalten, bis der Staatsanwalt das Wort ergriffen hat. Die Karawane seiner kontostarken Freunde wird sicher unverdrossen weiterziehen. Jetzt rotieren die Regierungsparteien um einen neuen Bundespräsidenten zu finden. Wieder Parteiengezerre? Hoffentlich einigen sich die Parteien auf einen Parteiübergreifenden Kandidaten und nicht einen der Kanzlerin.
Nicht nur am Rande steht die Frage, ob dieses Amt überhaupt nötig ist?
Rolf-Dieter Reiber
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Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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