Mo, 08:47 Uhr
27.02.2012
Mehr Anstrengungen sind nötig
Anstieg der Unfälle mit Personenschaden – Mehr Anstrengungen sind nötig, so die Deutsche Verkehrswacht gegenüber kn...
Die Deutsche Verkehrswacht ist bestürzt über den massiven Anstieg der Unfälle mit Personenschaden im letzten Jahr und ruft Gesellschaft und Politik dazu auf, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für ein Plus an Sicherheit auf deutschen Straßen einzusetzen.
Besonders deutlich ist die Zahl der Verkehrstoten auf Landstraßen gestiegen, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. Das Wetter für den Anstieg der Verkehrstoten verantwortlich zu machen, ist ein zu einseitiger Erklärungsansatz. Der Anstieg der Alkoholunfälle ist hierin genauso wenig berücksichtigt, wie andere Fehlverhalten. Wir sehen einen steigenden Bedarf an Verkehrserziehung und Aufklärung und die Notwendigkeit, Finanzmittel in neue Formen der Zielgruppenansprache zu investieren.
Bei Betrachtung der Unfallzahlen von Januar bis November 2011 wird vor allem ein Anstieg der getöteten und schwerverletzen Motorradfahrer deutlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen außerorts 551 Fahrer und Mitfahrer von Motorzweirädern mit amtlichem Kennzeichen ums Leben. Das ist ein Anstieg von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der getöteten PKW-Fahrer stieg außerorts um 4,8 Prozent. Mit insgesamt 493 Toten kamen auch Fußgänger häufiger zu Schaden als im Vorjahr. Häufigste Unfallursache sind nach wie vor nicht angepasste Geschwindigkeit und ungenügender Sicherheitsabstand. Anlass zur Sorge gibt auch die Zahl der bei Alkoholunfällen getöteten Personen. Von Januar bis November 2011 kamen 352 Menschen bei Alkoholunfällen ums Leben. Das ist ein Anstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Außerorts sind auf Landstraßen vor allem junge Männer als PKW-Fahrer und Motorradfahrer gefährdet. Mit der ‚Aktion Landstraße‘ versucht die Deutsche Verkehrswacht im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein Bewusstsein für die spezifischen Gefahren auf Landstraßen zu schaffen. Bodewig: Jeder muss sich fragen, ob das Motto: ‚Ich gib Gas, ich will Spaß‘‚ auf der Straße ausgelebt werden sollte.
Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen 3.991 Menschen im Jahr 2011 auf deutschen Straßen ums Leben. Etwa 391.500 Menschen wurden schwer oder leicht verletzt. Bei den Getöteten ist das ein Anstieg von 9,4 Prozent, bei den Verletzten von 5,5 Prozent. Obwohl die Zahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle insgesamt gegenüber dem Vorjahr abgenommen hat, ist dieser Rückgang nur auf Unfälle mit ausschließlich Sachschaden zurückzuführen.
Autor: khhDie Deutsche Verkehrswacht ist bestürzt über den massiven Anstieg der Unfälle mit Personenschaden im letzten Jahr und ruft Gesellschaft und Politik dazu auf, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für ein Plus an Sicherheit auf deutschen Straßen einzusetzen.
Besonders deutlich ist die Zahl der Verkehrstoten auf Landstraßen gestiegen, so Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D. Das Wetter für den Anstieg der Verkehrstoten verantwortlich zu machen, ist ein zu einseitiger Erklärungsansatz. Der Anstieg der Alkoholunfälle ist hierin genauso wenig berücksichtigt, wie andere Fehlverhalten. Wir sehen einen steigenden Bedarf an Verkehrserziehung und Aufklärung und die Notwendigkeit, Finanzmittel in neue Formen der Zielgruppenansprache zu investieren.
Bei Betrachtung der Unfallzahlen von Januar bis November 2011 wird vor allem ein Anstieg der getöteten und schwerverletzen Motorradfahrer deutlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen außerorts 551 Fahrer und Mitfahrer von Motorzweirädern mit amtlichem Kennzeichen ums Leben. Das ist ein Anstieg von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der getöteten PKW-Fahrer stieg außerorts um 4,8 Prozent. Mit insgesamt 493 Toten kamen auch Fußgänger häufiger zu Schaden als im Vorjahr. Häufigste Unfallursache sind nach wie vor nicht angepasste Geschwindigkeit und ungenügender Sicherheitsabstand. Anlass zur Sorge gibt auch die Zahl der bei Alkoholunfällen getöteten Personen. Von Januar bis November 2011 kamen 352 Menschen bei Alkoholunfällen ums Leben. Das ist ein Anstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Außerorts sind auf Landstraßen vor allem junge Männer als PKW-Fahrer und Motorradfahrer gefährdet. Mit der ‚Aktion Landstraße‘ versucht die Deutsche Verkehrswacht im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein Bewusstsein für die spezifischen Gefahren auf Landstraßen zu schaffen. Bodewig: Jeder muss sich fragen, ob das Motto: ‚Ich gib Gas, ich will Spaß‘‚ auf der Straße ausgelebt werden sollte.
Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen 3.991 Menschen im Jahr 2011 auf deutschen Straßen ums Leben. Etwa 391.500 Menschen wurden schwer oder leicht verletzt. Bei den Getöteten ist das ein Anstieg von 9,4 Prozent, bei den Verletzten von 5,5 Prozent. Obwohl die Zahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle insgesamt gegenüber dem Vorjahr abgenommen hat, ist dieser Rückgang nur auf Unfälle mit ausschließlich Sachschaden zurückzuführen.