eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 15:44 Uhr
07.03.2012

Kaum noch Glaube an Gerechtigkeit

Viele Zeitarbeiter und geringfügig Beschäftigte sind offensichtlich über das politische und wirtschaftliche System in der Bundesrepublik desillusioniert. Dies ergab eine repräsentative Befragung von 1.633 Arbeitnehmern durch die Universität Bamberg im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.


Nur etwas mehr als ein Viertel der Zeitarbeiter und etwa ein Fünftel der geringfügig Beschäftigten sind mit der Demo­kratie zufrieden. Bei den Arbeitnehmern in unbefristeten Vollzeitarbeitsverhältnissen sind es dage­gen 42 Prozent.

Wäre morgen Bundestagswahl, würden sehr wahrscheinlich 10 Prozent weniger Zeitarbeiter und geringfügig Beschäftigte zur Wahl gehen als Arbeitnehmer in Normalarbeitsverhältnissen. Bei der Entscheidung für eine Partei fällt auf, dass sich Zeitarbeiter und geringfügig Beschäftigte mit fast 20 beziehungsweise 16 Prozent für „Die Linke“ entscheiden, während dies nur 8,6 Prozent der unbefristeten Vollzeitarbeiter tun würden.

Auch der Glaube an Gerechtigkeit in der deutschen Gesellschaft scheint bei den Befragten deut­lich erschüttert zu sein. So meinen 58 Prozent der Zeitarbeiter, dass es hierzulande ziemlich oder sehr ungerecht zugehe, Arbeitnehmer im Normalarbeitsverhältnis dagegen nur zu 36 Prozent.

Gerechtigkeit wird auch an der Entlohnung festgemacht. So sind mehr als zwei Drittel der Zeitar­beiter der Meinung, dass im aktuellen Wirtschaftssystem individuelle Leistungen nicht gerecht entlohnt werden. Eine Auffassung, die übrigens auch jeder zweite Vollzeitbeschäftigte teilt. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Chancengleichheit. Hier glauben über 60 Prozent der Zeitarbeiter und geringfügig Beschäftigten nicht, dass unser Wirtschaftssystem gerecht ist und Chancen für jeden bereithält.

Je unsicherer oder prekärer die Arbeitsverhältnisse sind, desto geringer ist die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Atypisch Beschäftigte geben an, seltener (58 Prozent) einen bedeutsamen Beitrag für die Firma zu leisten als Arbeitnehmer in einem normalen Arbeitsverhält­nis (78 Prozent) und insbesondere Zeitarbeiter sind weniger stolz auf Teamerfolge (55 Prozent) als ihre in einem normalen Arbeitsverhältnis angestellten Kollegen (75 Prozent). Am deutlichsten lässt sich die berufliche Unzufriedenheit am Wunsch ablesen, bei der derzeitigen Arbeitsstelle weiterbe­schäftigt zu werden. Nur etwa jeder zweite atypisch Beschäftigte (49 Prozent) aber 71 Prozent der unbefristet Vollzeitbeschäftigten wollen hier weiterarbeiten.

Zeitarbeiter beurteilen auch ihre eigene wirtschaftliche Lage im Mittel entsprechend schlechter (34 Prozent „schlecht“ oder „sehr schlecht“) als Beschäftigte, die unbefristete Arbeitsverträge in Voll­zeit (8 Prozent „schlecht“ oder „sehr schlecht“) hatten. Sie sind vor allem mit ihrer beruflichen Situ­ation (24 Prozent) aber auch mit ihrem Privatleben (10 Prozent) weniger zufrieden als ihre unbe­fristet in Vollzeit beschäftigten Kollegen (4 Prozent). Allerdings glaubt die Hälfte der Zeitarbeiter an die deutliche Verbesserung der persönlichen wirtschaftlichen Lage innerhalb eines Jahres.

Trotz aller Unzufriedenheit fühlen sich Arbeitnehmer in atypischen Beschäftigungsverhältnissen dennoch zur Gesellschaft zugehörig. Macht man diese Inklusion beispielsweise an ehrenamtli­chem Engagement fest, so fällt auf, dass sich knapp ein Drittel aller Befragten, ausgenommen Zeitarbeiter, ehrenamtlich engagieren. Von den geringfügig Beschäftigten engagieren sich vor al­lem diejenigen, die ihre wirtschaftliche Lage als gut einschätzen. Allerdings nimmt die Bereitschaft in Abhängigkeit von der eigenen wirtschaftlichen Lage ab.

„Eine der zentralen Herausforderungen für Unternehmen ist der Spagat zwischen der betrieblichen Flexibilität und den vertraglichen Arbeitsbedingungen. Gerade durch die Zunahme atypischer Be­schäftigungsverhältnisse droht ein Verlust an Motivation und Teilhabe in den Betrieben“, sagte Programmleiter Martin Spilker von der Bertelsmann Stiftung.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Retupmoc
07.03.2012, 16:56 Uhr
Studie
Na endlich einmal eine ehrliche Studie. Und was schließen wir daraus?

1. Liebe AN im Niedriglohnsektor, geht zur Wahl und gebt denen einen Denkzettel, die für diese Situation verantwortlich sind.

2. Kämpft für Eure Rechte ! Lasst Euh nicht für Dumm verkaufen.

3. Vielleicht überlegt die Linke anhand dieser Studie einmal, was Sie in letzter Zeit falsch gemacht hat. Nur die Linke kann und wird sich für die Rechte der "Armen" einsetzen. Nur Sie tut es nicht mehr in dem Umfang wie es nötig wäre.
Bodo Schwarzberg
07.03.2012, 23:22 Uhr
Ernüchterung nach 21 Jahren Einheit
Nicht dass ich gegen Freiheit und gegen den Mauerfall wäre. Im Gegenteil. Aber was nützt die grundgesetzlich verbriefte Freiheit, wenn das Geld und die ebenso vom Grundgesetz verbriefte wirtschaftliche Ungleichheit zu neuer Unfreiheit führt? Längst ist die Begeisterung der Wendezeit einer unbeschreiblichen Lethargie und einer Angst vor Verlusten in rein materieller Hinsicht gewichen.

Diese Angst beflügelt fast alle Mitbürger dazu, sich nicht offen zu trauen, ihrem Unmut Luft zu machen. Die Bürgerrechtler von damals sind auch ausgesprochen still. Das verwundert, denn konsequenter wäre es, wenn sie jetzt wieder auf die Straße gingen, gegen die Angst der Millionen vor dem Absturz.

Aber sie sind natürlich auch längst korrumpiert von ihrer gesicherten Position, die sie um keine noch so große Gerechtigkeit aufs Spiel setzen möchten.
Traurig, traurig, sag ich da nur. Wo sind wir nur hingekommen.

Nicht mal in der nnz nennen 95% der Kommentatoren ihre Namen. Statistiken wie die obige müssen das Bild der Gesellschaft zeichnen und nicht die Äußerung des Einzelnen. Wollten wir das wirklich genau so im Herbst 1989?

Geld regiert, korrumpiert und zerstört die Welt und den Kopf des Einzelnen. Nur das macht unser System so furchtbar sicher.
NDHler
08.03.2012, 08:54 Uhr
Gerechtigkeit???
Dieter Nuhr sieht das so (Zitat): „Bei uns wird ja die Hälfte des erwirtschafteten Geldes staatlich verteilt und deswegen sind alle Menschen der Meinung, es wird falsch verteilt, nämlich in die falsche Tasche, also nicht in die eigene.

Politik ist insofern einfach: Die die Steuern zahlen sind für weniger Steuern und die die keine Steuern zahlen, sind für mehr. Weil man nicht einfach rufen kann: 'Ich will mehr für mich', ruft man: Ich will mehr Gerechtigkeit. So ist es einfach zusammengefasst. Und deswegen fordert auch alle Gerechtigkeit – vom Bund der Steuerzahler bis zur Linkspartei – fordern alle Gerechtigkeit. Auch als Bundeskanzler muss man Gerechtigkeit fordern. Das ist ganz wichtig. Sollte irgendwann einer von Ihnen Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin werden – bitte – es ist wichtig: Da muss man immer sagen 'äh, Gerechtigkeit ist gut'. Wenn Sie sagen: Gerechtigkeit – und ich glaube, ich spreche da auch im Namen meiner Parteifreunde – geht mir persönlich am Arsch vorbei – das kommt nicht gut an auf Dauer. Das gibt schlechte Presse. Dabei wär das gar nicht so falsch, denn was sagt der Begriff schon aus? Gerecht ist, wenn Zebra Streifen haben…“
Damit ist doch eigentlich alles gesagt, oder? ;)
Retupmoc
08.03.2012, 10:45 Uhr
@ NDHler
Wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich nicht über Gerechtigkeit reden, sondern ich würde diese durchsetzen. Das ist der Unterschied zwischen diesen ganzen Ja-Abnickern und mir. Heute gebe es zum Beispiel keinen Zapfenstreich. Und die Gelder, die man damit einspart gehen 1:1 in die Bildung unserer Kinder. So einfach geht das.
NDHler
08.03.2012, 11:28 Uhr
@Retupmoc
Dann wären sie aber nicht lange Kanzler und sehr schnell Ex Kanzler! Die Lobyisten in unserem Lande würden ihnen schnell den Weg weisen.
Herr Taft
08.03.2012, 11:32 Uhr
falsche Erwartungen
...wofür sind denn die meisten Menschen 89 auf die Straße gegangen ? Für Einige war es das Recht auf Freiheit (Freiheit der Gedanken, des Glaubens, Reisefreiheit, Meinungsfreiheit). Für die tumbe Masse war es der wirtschaftliche Aspekt. 90% der gelernten DDR-Bürger wollten Jeans, Bananen und VWs. Wer etwas anderes behauptet lügt. Dummerweise haben diese 90% dabei vergessen, dass ihnen in der goldenen BRD nichts geschenkt wird - das sie um ihre Erwartungen erfüllen zu können auch etwas dafür tun müssen - und zwar MEHR als sie in der DDR tun mussten.

Freiheit heisst nicht nur alles zu dürfen - sondern eben auch alles (selbst tun ) zu müssen.

Genau diese 90% jammern jetzt und schreien nach einem Staat, der sich um alles kümmert: - mehr Hartz4, Mindestlöhne, mehr Umverteilung von Reich nach Arm. Dabei wird nur gerne übersehen, dass die, die es zu etwas gebracht haben es in aller Regel mit viel Einsatz und unter Eingehung mancher Risiken getan haben.

Ein Beispiel: Warum spielen so viele Leute Lotto ? Sie hoffen ohne viel zu tun zu viel Reichtum zu kommen. Gehen Sie mal Samstag vormittag in eine Lottoannahmestelle. Schauen Sie sich die Lottospieler genau an und ordnen Sie sie einer gesellschaftlichen Schicht zu.

NDHler bringt es mit seinem Nuhr-Zitat auf den Punkt: Gerechtigkeit ist für jeden das Gleiche: Es ist gerecht, wenn mehr für mich herausspringt ! Je mehr der Staat eingreift umso UNGERECHTER wird das System. Es entsteht eine Umverteilung, die jeden Anreiz zur Leistungsbereitschaft unterbindet. Solange es Menschen gibt, für die Hartz4 eine alternativer Lebensstil ist, ist der Hartz4-Satz zu hoch. Ich weiß, dass es nur eine Minderheit der Leistungsempfänger ist, die diese Einstellung haben.

Leute begreift eure Freiheit. Ihr seit frei das zu tun, was für euch das Richtige ist. Allerdings bürgt jede Entscheidung Risiken - Sicherheit gibt es nicht. Wer Sicherheit (wie in der DDR) will, muss dafür bezahlen ...in dem er auf Einkommen verzichtet.
Herr Taft
08.03.2012, 12:19 Uhr
@Retupmoc ...wenn Sie Bundeskanzler wären...
...wie sähen Ihre Ideen hinsichtlich Sozialleistungen, Wirtschaftsförderung und Altersversorgung aus ? -wenn Sie keine Rücksicht auf die Opposition nehmen müssten...
Retupmoc
08.03.2012, 13:57 Uhr
Antworten
Also vorausgeschickt...ich gehöre zu den restlichen zehn Prozent. Ich bin weder wegen Bananen losgestürzt, noch wegen nem Auto. Obwohl ich es auch vorher hätte bezahlen können, habe ich erst 1993 eins gekauft. So konnten mir die " Schrotthändler " auch keinen Schrott andrehen. Und nun zur Frage.

1. Würde ich auch die Opposition ins Boot nehmen. Meine Regierung wäre allerdings dunkelrot/grün/piratisch angehaucht.


Zu den Sozialleistungen. Ich würde als erstes natürlich H4 abschaffen. Wie schon andere Politiker vorschlugen ein Bürgergeld einführen. Dieses muß mindestens bei 900 Euro liegen. Mit dem Bürgergeld verbunden ist jedoch die Ableistung von mindestens 20 Stunden / Woche an kommunaler Arbeit. Sei es in Altenheimen, bei der Apfelernte oder KInderbetreuung. Dabei steht die Ausbildung des Einzelnen im Vordergrund. Ein arbeitsloser Lehrer würde demzufolge nicht Unkraut zupfen. Und ein Gärtner nicht Kinder betreuen. Wer sich weigert zu arbeiten, bekommt lediglich Lebensmittelgutscheine. Ausländische Mitbürger, die sich weigern zu arbeiten, verlieren ihr Aufenthaltsrecht.


Altersversorgung:

Jeder Bürger bekommt eine Mindestrente im gleichen Satz, die Höchstrente wird auf 2000 Euro begrenzt. Die Rente beginnt mit 65 Jahren. Bei Menschen die schwer körperlich gearbeitet haben und mindestens 35 Beitragsjahre haben mit 60 Jahren. Ein Dachdecker oder Bergarbeiter muß mit 65 nicht mehr auf dem Dach stehen und in die Grube fahren.

Wirtschaftsförderung

Das heikelste Thema. Aber fangen wir mal an mit Abschaffung der Bürokratie. Die Unternehmen müssen ja viel zu viel Zeit und Geld aufwenden um Pampflete zu lesen, zu erstellen und zu bearbeiten. Anstreben von besseren bilateralen und globalen Wirtschaftsbeziehungen. Sofortiger Austritt aus dem Euro. Europa kann auch mit anderen Währungen existieren. Oder sind jetzt England oder die Schweiz pleite, nur weil sie nicht im Euro sind? Einstellung aller Kriegshandlungen. Lohnobergrenze bei 20000 Euro / Monat , ansonsten 80 Prozente Steuern auf jeden weiteren Verdienst. Abschaffung solcher Posten wie Ehrensold, Zapfenstreich usw.

Vergessen haben Sie @ Nussbaum Erziehung und Bildung...

Kostenlose Betreuung für Kinder in den Kitas, warmes Essen für alle Schüler. Jedes Kind erhält jährlich einen Bildungsgutschein in Höhe von 500 Euro. Geht es damit zu Nachhilfe, in die Musikschule oder sonst wohin, ist ihm überlassen.Ganztagsuntericht, Einstellung aus Ausbbildung von mehr Lehrern. Auflösung der Kleinstaatereien in der Bildung. Es gilt eine Vorgabe für die ganze BRD.

Und woraus bezahlen wir das?
Na aus den Steuern über 20000 Euro/Monat. Aus dem Verbot für Spekulationsgeschäften für Bänker und Banken. Aus dem Abbau der Bürokraten. ( Nur noch 120 Bundestagsabgeordnete, nur noch 10 EU- Abgeordnete. Zusammenlegung der Kreise mit Stellenabbau bei Ministern, Räten usw. ). Vignettenpflicht auf deutschen Autobahnen und BUndesstraßen für ausländische Fahrzeuge. Die Kosten für Einheimische werden mit der KFZ - Steuer verrechnet. Verstaatlichung solcher Unternehmen wie der Bahn, um niedrigere Fahrpreise und den Umstieg auf Bus und Bahn zu ermöglichen.

Reicht erstmal oder?
Suse
08.03.2012, 19:55 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Peppone
08.03.2012, 20:48 Uhr
An Gerechtigkeit glauben?
Gerechtigkeit ist ein abstrakter Begriff. Es wird sie nie wirklich geben, weil jeder sie anders und immer "ich-bezogen" definiert.

Nichtsdestotrotz ist Leih-Arbeit ein Relikt aus Zeiten, in denen es die damals verantwortliche Politik nicht besser wußte. Hier und da war sie für die damit in Festanstellung gekommenen (in meiner Firma damals immerhin fast 90%) vielleicht sogar hilfreich. Unter heutigen Bedingungen gehört sie abgeschafft! Soviel zu den ernsten Themen.

Und jetzt zum Nachkarnevalsteil. Beim neuen Bundeskanzler Retmocup darf sich doch sicher jeder arbeitende Deutsche noch was wünschen?! Ich würde mir wünschen, dass unter seiner Bundeskanzlerschaft die Elbe der Grenzfluss zwischen Frankreich und Polen wird. Und weiter kommentieren möchte ich das nicht! ;.)
Harzer_jung
09.03.2012, 00:43 Uhr
komm mal bei den piraten vorbei
Hab dir grad verdammt viel antworten wollen, textformatierung und auto logout bei nnz haben mich dazu gebracht, egal! so schlecht war dein kommentar net. können wir da mal persönlich drüber reden?
Herr Taft
09.03.2012, 08:49 Uhr
@Retupmoc - Ihr Regierungsprogramm
...ein "Wünsch-Dir-Was" - Programm. Ein wenig wie Rio Reiser, der "König von Deutschland"...

zu Sozialleistungen: Bürgergeld - ich hätte auch gerne eben mal so 900 EUR im Monat für 80 Stunden Arbeit. Ich verstehe Sie so, dass nur diejenigen das Geld bekommen, die keinen Job haben (ist dann zwar kein Bürgergeld, aber ok). Sie vernichten also alle Jobs, bei denen der Stundenlohn unter 11,25 pro Stunde liegt. Die Allokation der Arbeit nach Qualifikation ist zunächst Quatsch, weil nur Arbeit vergeben werden kann, die auch da ist - unabhängig von der Qualifikation der vorhandenen Arbeitskraft. Lebensmittelgutscheine (ich denke Sie meinen damit auch Miet- und Heizkostengutscheine, u.s.w.) finde ich gut. Aufhenthaltsrecht nur für arbeitende Ausländer ebenso.

Das ist nicht dunkelrot - sondern eher tiefschwarz und ein bisschen kackbraun...

zu Altersversorgung: müsste man durchrechnen, welcher Transfer von Steuer- nach Rentenkasse notwendig ist.

zu Wirtschaftsförderung: Die Unternehmen erstellen die "Pampflete" (schreibt sich das wirklich so ? *grins*) ja nicht weil es so viel Spaß macht, sondern um die Finanzierung zu bekommen, gesetzlichen Anforderungen zu genügen oder die Presse zu beruhigen...das ist in aller Welt so und Deutschland kann da sicher keine Ausnahme machen. Austritt aus dem Euro...öhhh, für Deutschland genau falsch ! Deutschland schickt den größten Teil seiner Exporte ins europäische Ausland. Allein der BÜROKRATISCHE Aufwand (Zollerklärungen, Ein- und Ausfuhrgebühren, Aufwände aus dem Währungstausch) würden negativ auf Preise und Wettbewerbsfähigkeit wirken. Sie gefährden Arbeitsplätze in der Industrie, wenn Sie aus dem Euro austreten. Weder die Schweiz, noch England sind so von den Exporten abhängig wie Deutschland. Keine Kriege mehr - Richtig so ! Lohnobergrenze führt zur Abwanderung der hellen Köpfe in s Ausland. Deutschland hätte keine fähigen Unternehmenslenker mehr.
Ehrensold und Zapfenstreich brauchen wir sicher nicht - aber dann könnte man sicher auch den Kölner Karneval und die Kieler Woche und die Wagner-Festspiele sterben lassen.

Bildung und Erziehung: Für jedes Kind werden bereits 1.800 EUR Kindergeld bezahlt. Hinzu kommen die Kinderfreibeträge bei der Steuer, die es Eltern ermöglichen Kinderbetreuungskosten, Ausbildungskosten u.s.w steuermindernd anzusetzen. Gutschein (also Zweckbindung an Bildung) find ich gut.

Was machen Sie mit den ganzen arbeitslosen Beamten ? Oder arbeiten die dann qualifikationsbezogen für 11,25 die Stunde 20 Stunden in der Woche ?

Sie wollen als Kanzler (Staat) in alles eingreifen. Das hatten wir vor 21 Jahren schonmal - und es ging schief. Staat und Gesetzgeber sollen die Rahmenbedingungen schaffen - ein Grundgerüst an Regeln für das Zusammenleben - nicht mehr.
Retupmoc
09.03.2012, 09:15 Uhr
Antworten
@ Harzer_jung ... falls Sie mich gemeint haben, aber gern doch.
Retupmoc
09.03.2012, 09:55 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Retupmoc
09.03.2012, 09:57 Uhr
PS.
Der Kölner Karneval wird bestimmt nicht von Steuergeldern bezahlt. So ein Schmarrn!
NDHler
09.03.2012, 09:58 Uhr
@nussbaum, Applaus!
Sehr guter Beitrag von ihnen. Übrigens das Bürgergeld was ja übrigens auch mal unser Ex Althaus ins Leben gerufen hatte, setzt eine gleichzeitige Streichung aller weitere Sozialleistungen voraus. Darin liegt ja der Sinn des Ganzen! Ob nun einkommensabhängig oder einkommensunabhängig, da gibt es verschieden Modelle, nur kommen wird es nie! Das traut sich kein Politiker zu, mit Recht! Der Beitrag von Retupmoc erinnert mich ein wenig an rwe62. Lange nichts mehr gelesen von dem Kommentator, oder vielleicht doch…. neuer Name????
Herr Taft
09.03.2012, 10:48 Uhr
@Retupmoc...zur Erklärung
Der Kölner Karneval, die Wagner-Festspiele und die Kieler Woche werden zwar (ohne es genau zu wissen) nicht aus Steuergeldern finanziert - erfordern aber erheblichen behördlichen Aufwand - der natürlich aus Steuergeldern finanziert wird.

Außerdem ging es mir um die Parallelen der Veranstaltungen. Man könnte sie als Tradition oder Kulturgut bezeichnen - genauso wie Zeremonien (Zapfenstreich und Ehrensold).

@NDHler: Vielleicht haben Sie hinsichtlich Retupmoc und RWE62 tatsächlich Recht...jedenfalls benötigte der gute RWE auch immer noch einige Erklärungen...

*Schönes Wochenende*
Harzer_Wolf
09.03.2012, 12:01 Uhr
Gerechtigkeit so biegen wie es passt
Den Kölner Karneval auf eine Stufe mit einem Zapfenstreich und Ehrensoldbezügen zu stellen ist Absurdistan!

Wenn man mit der Polemik (Nussbaum) nicht weiter gekommen ist, folgt eine Rechtfertigung, damit der gerechtfertigte Einwand eines anderen Users ( Retupmoc ) ins Lächerliche gezogen werden kann. Dabei kommen Sie völlig vom Thema ab.

Die Studie belegt ernsthaft das es hier nicht mehr mit Gerechtigkeit zugeht. Das war zwar auch vor 1989 in diesem Land so und hat sich gesteigert. Es fängt damit an, das man diesen Land mit einer imaginären Mauer teilt, in dem man nicht gleichen Lohn für Ost und West hat. Es geht weiter damit, das der Osten beim Thema Bildung hintendran gestellt wird. Die Menschen gehen arbeiten , müssen eine Preissteigerung nach der anderen in Kauf nehmen und müssen zusehen, wie im Gegensattz dazu ein Millionär nach dem anderen aus dem Boden wächst. Früher nannte man das so viel ich weiß, eine Sklavenhaltergesellschaft. Von mir aus können wir auch mit den preussischen Traditionen wie Zapfenstreich, Säbelrasseln, Gleichschritt und Böllerschüssen weiter machen. Wer es in diesem Land halt militärisch braucht - bitte schön. Dann sollen die Militaristen das auch selbst bezahlen. Ich bin auch nicht dagegen, jemanden seine Pension zu zahlen. Aber bitte keinem 50-jährigem, der noch nicht einmal ordentliche Arbeit geleistet hat. Schiffe taufen und Reden halten ist für mich übrigens keine Arbeit. Arbeit leisten LKW - Fahrer, Ärzte, Krankenschwestern, Zugführer und und und...

Diese Leute kämpfen Tag für Tag darum, die Familie ernähren zu können und irgendwelchen Bonzen wird das Geld nachgeschmissen, das diese Menschen in einer 40 Stunden - Woche + Überstunden + Wochenendarbeit verdienen? Das soll Gerechtigkeit sein? Wo leben Sie eigentlich Nussbaum? Im Ticki-Tacka-Land?
Herr Taft
09.03.2012, 14:04 Uhr
@Harzer_Wolf: stööööhhhn !
...was soll das denn bitte ? Ich mache hier ganz sicher niemanden lächerlich. Das schaffen die Betreffenden schon ganz alleine. Und wir leben auch nicht im Taka-Tuka Land, wenn Sie Astrid Lindströms Bezeichnung meinen. Und den Begriff "Polemik", schlagen Sie besser auch nochmal nach. Soviel zum Thema Lächerlichkeit.

Die Studie belegt NICHT, dass es hier nicht mehr mit Gerechtigkeit zugeht. Sie stellt nur dar, dass das Leben von den Befragten nicht mehr als gerecht empfunden wird. Das ist ein Unterschied. Wie weiter oben bereits festgestellt wurde (nicht von mir) ,ist Gerechtigkeit ein sehr subjektiver Begriff.

Ich finde es sehr gerecht, dass in Deutschland jeder die gleiche Chance hat aus seinem leben etwas zu machen. Wer das nicht tut und am Ende jammert und wettert, sucht den Fehler an der falschen Stelle - nämlich nicht bei sich selbst.

89 wollten alle Freiheit und Selbstbestimmung - verdammt nochmal, jetzt bestimmt auch mal selbst und wartet nicht immer darauf, das es andere tun ! Oder noch schlimmer: Schreit nicht immer danach, dass es andere tun !

Ende und Aus !
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)