Do, 15:03 Uhr
08.03.2012
Lehrer an der Werkbank
Angesichts der guten Konjunkturlage und der daraus resultierenden vollen Auftragsbücher dürfte es in den Industriebetrieben Nordthüringens keinen Grund zur Klage geben. Sorgen bereitet jedoch die Ausbildungs- und Beschäftigungssituation...
Insbesondere in den Metall- und Elektroberufen zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab. Bereits jetzt bleiben Ausbildungsplätze mangels geeigneter Bewerber unbesetzt.
Um diesem Trend in Nordthüringen entgegenzuwirken, wurde 2011 das Netzwerk Expertenrunde Berufsorientierung von der Agentur für Arbeit Nordhausen initiiert, in dem Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Staatliches Schulamt, Firmenausbildungsverbund und Firmen zusammenwirken. Für das Schuljahr 2011/12 wurde ein Lehrerpraktikum entwickelt, dass Lehrern die Möglichkeit gibt, persönlich Einblicke in Unternehmen zu gewinnen. Maßgeblich engagierte sich hier Schulamtsleiter Dr. Bernd-Uwe Althaus, nach dessen Information das Thüringer Schulgesetz ausdrücklich die praxisnahe Fortbildung fordert.
Durch bessere Kenntnis betrieblicher Abläufe und Anforderungen sollten Beratungs-, Klassen- oder Fachlehrer ihren Schülern frühzeitig im Rahmen der Berufsorientierung regionale Ausbildungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt Metall- und Elektroberufe transparent und motivierend nahe- bringen. So sollen u. a. vermeidbare Lehrvertragsauflösungen, bedingt durch Fehlentscheidungen während des Berufswahlprozesses, reduziert werden.
Die Aktion Lehrerpraktika stieß bei den Ausbildungsbetrieben auf großes Interesse. Spontan sagten 12 IHK-Firmen und einige Handwerksbetriebe in den Landkreisen Nordhausen (5 Unternehmen) und Eichsfeld (7 Unternehmen) zu, Lehrerpraktika über ihre Ausbilder personell und organisatorisch abzusichern.
Am gestrigen Abend erfolgte mit den Teilnehmern der ersten Runde am Lehrerpraktika sowie Schulleitern, Beratungslehrern, Vertretern der Arbeitsagentur, Kammern, Ausbildungsverbünden und Unternehmen die Auswertung sowie ein Erfahrungsaustausch.
Die Teilnehmer zogen ein positives Resümee. Beide Seiten profitierten durch das gegenseitige Kennenlernen und das bessere Verständnis für-einander. Die Lehrer erhielten Einblicke in betriebliche Führungsabläufe, maschinelle Ausstattung und Anforderungen an die Bewerber sowie die Erwartungshaltung des Ausbildungsbetriebes. So sind eine gezieltere Berufsorientierung und oftmals auch eine lebendigere Unterrichtsgestaltung möglich. Der direkte persönliche Kontakt verbessert die Zusammenarbeit Schule – Betrieb.
Eine Fortsetzung der Aktion im Schuljahr 2012/13 ist in Vorbereitung.
Autor: nnzInsbesondere in den Metall- und Elektroberufen zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab. Bereits jetzt bleiben Ausbildungsplätze mangels geeigneter Bewerber unbesetzt.
Um diesem Trend in Nordthüringen entgegenzuwirken, wurde 2011 das Netzwerk Expertenrunde Berufsorientierung von der Agentur für Arbeit Nordhausen initiiert, in dem Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Staatliches Schulamt, Firmenausbildungsverbund und Firmen zusammenwirken. Für das Schuljahr 2011/12 wurde ein Lehrerpraktikum entwickelt, dass Lehrern die Möglichkeit gibt, persönlich Einblicke in Unternehmen zu gewinnen. Maßgeblich engagierte sich hier Schulamtsleiter Dr. Bernd-Uwe Althaus, nach dessen Information das Thüringer Schulgesetz ausdrücklich die praxisnahe Fortbildung fordert.
Durch bessere Kenntnis betrieblicher Abläufe und Anforderungen sollten Beratungs-, Klassen- oder Fachlehrer ihren Schülern frühzeitig im Rahmen der Berufsorientierung regionale Ausbildungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt Metall- und Elektroberufe transparent und motivierend nahe- bringen. So sollen u. a. vermeidbare Lehrvertragsauflösungen, bedingt durch Fehlentscheidungen während des Berufswahlprozesses, reduziert werden.
Die Aktion Lehrerpraktika stieß bei den Ausbildungsbetrieben auf großes Interesse. Spontan sagten 12 IHK-Firmen und einige Handwerksbetriebe in den Landkreisen Nordhausen (5 Unternehmen) und Eichsfeld (7 Unternehmen) zu, Lehrerpraktika über ihre Ausbilder personell und organisatorisch abzusichern.
Am gestrigen Abend erfolgte mit den Teilnehmern der ersten Runde am Lehrerpraktika sowie Schulleitern, Beratungslehrern, Vertretern der Arbeitsagentur, Kammern, Ausbildungsverbünden und Unternehmen die Auswertung sowie ein Erfahrungsaustausch.
Die Teilnehmer zogen ein positives Resümee. Beide Seiten profitierten durch das gegenseitige Kennenlernen und das bessere Verständnis für-einander. Die Lehrer erhielten Einblicke in betriebliche Führungsabläufe, maschinelle Ausstattung und Anforderungen an die Bewerber sowie die Erwartungshaltung des Ausbildungsbetriebes. So sind eine gezieltere Berufsorientierung und oftmals auch eine lebendigere Unterrichtsgestaltung möglich. Der direkte persönliche Kontakt verbessert die Zusammenarbeit Schule – Betrieb.
Eine Fortsetzung der Aktion im Schuljahr 2012/13 ist in Vorbereitung.
