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Fr, 07:36 Uhr
09.03.2012

„Keine Angst vorm tiefen Wasser“

Großer Andrang herrschte in dieser Woche im Konferenzraum der Erfurter Stadtwerke, wo die erste Fortbildungsveranstaltung für Thüringer Schwimmlehrer in dieser Form stattfand. Das Thueringer Institut fuer Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) hat in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schulschwimmen sowie der Schulschwimmkoordinatoren diese Veranstaltung organisiert und durchgeführt...

Nasse Ausbildung (Foto: privat) Nasse Ausbildung (Foto: privat)

Mit 64 Thüringer Schulschwimmlehrerinnen und Lehrern war der Raum fast überfüllt, aber es ist ein Zeichen, dass unter der Schwimmlehrerschaft ein erheblicher Bedarf besteht, über bestehende Probleme zu diskutieren sowie Anregungen für die eigene Arbeit zu erhalten. Der Schwimmunterricht in Thüringen wird im deutschlandweiten Vergleich auf einem sehr hohen Niveau durchgeführt.

„Wir haben schon viel erreicht, dennoch wollen wir uns mit einem Anteil von 5 % Nichtschwimmern (unter 25 m) nicht zufrieden geben“, betonte Werner Hütcher der Landesschulschwimmkoordinator Hier sind gezielte Fördermaßnahmen einzelner Schüler notwendig. Das Schwimmen ist nicht nur eine der wichtigsten lehrplanpflichtigen Sportarten, sondern besitzt auch einen enormen gesundheitlichen Aspekt und kann bis ins hohe Alter ausgeführt werden. Nicht zu vergessen ist, dass die Fähigkeit des Schwimmen Könnens in bestimmten Notsituationen lebensrettend sein kann. Daher wird das Ziel angestrebt, dass jeder Schüler sicher, das heißt 15 Minuten ausdauernd schwimmen kann.

Nasse Ausbildung (Foto: privat) Nasse Ausbildung (Foto: privat)

Schwimmen zu unterrichten ist nicht nur Spaß und Vergnügen! Es erfordert stets ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit, aber auch Einfühlungsvermögen und Geduld. Man bräuchte manchmal sechs Augen und mehr. Die Sicherheit der Schüler im Schwimmunterricht ist oberstes Gebot, dennoch ist die Unfall- und Ertrinkungsgefahr immer gegenwärtig. Eine stets ansteigende Anzahl von Schülern mit besonders zu berücksichtigenden Krankheiten wie Asthma oder Diabetes ist zu beobachten. Auch die Zunahme von Kindern mit Koordinationsproblemen und Verhaltensauffälligkeiten erschweren die Arbeit des Schwimmlehrers.

Der Gemeinsame Unterricht, also die Integration von Schülern mit beispielsweise körperlichen Beeinträchtigungen war ein weiterer Diskussionsschwerpunkt. Viele Schwimmlehrer stoßen an ihre Grenzen, wenn sich in einer Übungsgruppe die Anzahl der Schüler mit erhöhtem Aufmerksamkeitsbedarf häuft. Man ist gewillt, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, fordert aber auch mehr personelle Unterstützung.

Im zweiten Teil der Veranstaltung in der Schwimmhalle am Johannesplatz wurden den Schwimmlehrern praktische Anregungen für eine differenzierte Unterrichtsgestaltung gegeben. Insbesondere Übungen für den Umgang mit ängstlichen Kindern sowie das behutsame Herangehen an das Element Wasser und das freudbetonte Schwimmen lernen für alle Kinder standen im Mittelpunkt des Praxisteils.

Eine Fortführung dieser Art von Fortbildungsveranstaltung für Schwimmlehrer wurde ausdrücklich gewünscht, denn viele Anmeldungen konnten aus Kapazitätsgründen nicht angenommen werden. Es bleibt die Hoffnung und das Ziel, dass bald kein Kind mehr „Angst vorm tiefen Wasser“ hat.
Autor: nnz

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